Edith Schaeffer (1914-2013)

Edith Rachel Merritt Seville Schaeffer died on March 30, 2013 in her home in Gryon, Switzerland, where she had moved 13 years ago to be surrounded by memories, her music, her son’s paintings and the detailed care organized daily by her daughter Deborah Middelmann. She was born on November 3, 1914 as the third daughter of Dr. George Hugh and Jessie Maude Seville in Wenchau, China, where her parents ran a school for girls and taught the Bible in Mandarin.
Edith Schaeffer marked her life with the expression of rich ideas, often rebellious against the staid and superficial life she saw among Christians. The oldest sister became a communist in New York of the 30ies, the second eloped.  Edith Seville married Francis August Schaeffer in 1935 and in no way was she the typical pastor’s or missionary wife. She turned her active mind to work with her husband, teaching first seminary wives to think and to question, to create and make of life something of integrity, as her husband so wanted her to do.
To put her husband through 3 years of seminary she tailored men’s suits, made ball room gowns and wedding dresses for private clients. From whole cow skins she made belts sold in New York stores. With very little money she prepared tasteful and varied meals. She painted a fresco on the ceiling of the vestibule in the little church her husband pastored in Grove City, while he attached a steeple to it with the elders’ help. They lectured together and encouraged many to use their minds to understand what they believed and how to respond to the intellectual and cultural ideas around them. Together they travelled and taught in churches and university halls from Finland to Portugal, helping people understand Christianity as the truth of the universe, not a personal faith, and pointing out the cultural and philosophical pitfalls in everyone’s way.
She lived her life as a work of art, an exhibition of true significance and a portrait of a generous, stunning and creative personality. She always sought ways to draw on life’s opportunities to show that human beings are made for the enrichment of everyone’s life, for the encouragement of people. This was a central part of the work she and her husband engaged in from the very start of their life together. She was in all things generous. When books provided royalties she used all of it to give her four children and their families annual reunions for the cousins to know each other.
When she left the work of L’Abri after her husband’s death she started the Francis A Schaeffer Foundation with Udo and Deborah Middelmann to safeguard his papers and the ideas that underline their life, to make them available for a wider audience. She found people interesting anywhere, engaged in conversation and so met the most amazing individuals. She talked, for instance, with the author Andre Aciman, standing in line for tickets to Carnegie Hall in NY and found out that he had had our village doctor, Dr. Gandur, as his pediatrician in Alexandria, Egypt. He was so grateful to be in touch through her with his old doctor.
She enjoyed people in the streets, in airplanes and over the phone, wherever she found them or when they could reach her. She stayed up nights to help someone out of their distress or need. With much imagination she served her meals with stunning decorations made from twigs and moss, field flowers and stones. Duncan from Kenya once remarked: “This is the first place where I see the beauty of the truth of the Bible consistently carried over into all areas of life.”
After the death of her husband in 1984 Edith Schaeffer added a whole new chapter to her life. She continued to write books, lectured widely and returned twice to her place of birth in China. She investigated the making the Baby Grand Piano she had received as a gift at the Steinway factory in New York and presented “Forever Music” in a concert at Alice Tully Hall in New York with the Guarneri Quartet. Through Franz Mohr, the chief piano voicer at Steinway she came to know musicians like Rostropovich, the pianists Horowitz and Rudoph Serkin, the Cellists YoYo Ma and Ya Ya Ling, and also the guitarist Christopher Parkening. She organized concerts and elaborate receptions for musicians and friends in her home in Rochester, MN. When she met B. B. King at the International Jazz Festival in Montreux he gave her his pass to the evening’s concert. Once on vacations on the island of Elba, Sonny Rollins noticed her beauty and rhythm in the audience as she danced during his concert, came off the stage and danced with her.
Today she “slipped into the nearer presence of Jesus”, her Lord, from whom she awaits the promised resurrection to continue her life on earth and to dance once again with a body restored to wholeness.
If you wish to honor Edith Schaeffer’s life you can support her intense commitment to the work of the Francis Schaeffer Foundation, Jermintin 3, CH -1882 Gryon, Switzerland
Udo W. Middelmann

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Gedenken wir am Karfreitag fälschlicherweise des Todes Jesu Christi? War Jesus drei Tage und drei Nächte im Grab?

»Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein« (Matth. 12,40).
1. War Jona 72 Stunden im Bauch des Fisches?
In Jona 2, 1 heißt es: »und Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches.« Muß dies nun wörtlich genommen und als ein Zeitraum von 72 Stunden verstanden werden? »Diese Wendung hat im Hebräischen einen formelhaften Charakter und meint keinen mathematischen Zeitraum von genau 72 Stunden. Weiterlesen

Kain und Abel

Mir geht es heute nicht um den Mord, nicht um den Totschlag, sondern ganz besonders um die Vorgeschichte, die hier in unserm Text deutlich wird. Es wird berichtet, wo denn der Zorn des Kain herkam. Es geht um das Thema „Opfer“.
I. Es geht um den Glauben
Der Mensch hatte sich soeben von Gott abgewandt, hatte sich entschieden, dass der Teufel die Wahrheit sagt und dementsprechend Gott ein Lügner sein muss. Und von diesem Moment an stand und steht die Frage im Raum, wie der Mensch denn wieder in die Gemeinschaft mit Gott kommen kann. Und instinktiv wussten Abel und Kain, wussten die Menschen, dass das nicht so einfach geht. Weiterlesen

Es wird selten der Versuch gemacht, wirklich zu verstehen, wie es kam, dass Christi Leben mit dem Kreuzestod endete

„Es wird selten der Versuch gemacht, wirklich zu verstehen, wie es kam, dass Christi Leben mit dem Kreuzestod endete. (…) Dass Christus willig war, sein Leben zu opfern, bedeutet nicht, dass er den Tod suchte oder die Juden zwang, ihn totzuschlagen. Christi Bereitschaft enthält nur eine Auffassung der Welt: DIE WELT WAR SO BÖSE, DASS DER HEILIGE UNBEDINGT STERBEN MUSSTE. Nur wenn er danach gestrebt hätte, ein Sünder oder eine mittelmäßige Person zu werden, dann wäre er erfolgreich in der Welt gewesen.
Es ist unglaublich, wie wenig Menschen eine Vorstellung von einer wesentlichen Anschauung des Daseins haben. Ihr Leben ist ein Narrenstreich. Sie gehen hinaus und sagen: ‚Vielleicht werde ich etwas Grosses, vielleicht werde ich nichts, vielleicht werde ich auch verfolgt.‘ Welche Dummheit! BEHAGE NUR ZU WÄHLEN, SO BRAUCHST DU NICHT ZU RATEN! DIE SPEZIFISCHEN VERHÄLTNISSE DES DASEINS LASSEN SICH AUSGEZEICHNET BERECHNEN. WILLST DU UNBEDINGT ALLES FÜR DAS GUTE WAGEN – SO WIRST DU VERFOLGT, TERTIUM NON DATUR. Willst Du feilschen, ja dann kannst Du wirklich im Ungewissen eines Narrenstreiches leben, denn es kann sein, dass Du etwas Grosses wirst; das Gegenteil ist aber auch möglich.
Ihr klugen Priester solltet deshalb lieber gleich sagen: ‚Die wichtigste Betrachtung des Daseins haben wir ausgelassen und abgeschafft. Das, was wir predigen, ist Lebensweisheit, das EVANGELIUM DER SPIESSBÜRGER und besonders geeignet für Lotteriespieler.‘
Christi Tod ist das Produkt von zwei Faktoren. Die Schuld der Juden, item die Bosheit der Welt überhaupt, wird dadurch festgestellt. Da Christus der Gottmensch ist, kann sein Kreuzestod nicht bedeuten, dass die Juden zufällig damals demoralisiert waren und dass Christus, wenn ich so sagen darf, in einem unglücklichen Augenblick kam. CHRISTI SCHICKSAL IST EIN EWIGES; AN IHM IST DAS SPEZIFISCHE GEWICHT DES MENSCHENGESCHLECHTES ABLESBAR. CHRISTUS WÜRDE ES ZU JEDER ZEIT SO GEHEN.“ Sören Kierkegaard: Tagebücher

Papst Franziskus

Mit der Entscheidung für einen Nichteuropäer hat die Katholische Kirche unmissverständlich akzeptiert und deutlich gemacht, dass der Schwerpunkt der Weltchristenheit in den Globalen Süden gewandert ist. Waren ein Papst aus Polen und Deutschland immerhin ein Schritt weg von Italien, so geht es nun von Europa dorthin, wo die Masse der Christen lebt.
Erstaunlich ist, dass ein Bischof der Armen gewählt wurde, der als Jesuit eher ein Geheimtip des liberalen Flügels gewesen sein soll und mit seinem Papstnamen sein Armutsgelübde zum Programm macht. Ich habe ihn auf der Synode als sehr bescheidenen, demütigen und freundlichen Mann kennengelernt, der öffentliche Verkehrsmittel benutzt und in seiner Heimat weder Chauffeur, noch Palast hatte. Das sind schlechte Zeiten für alle in der Kurie, die unsaubere Finanzgeschäfte duldeten.
Es wird damit zu rechnen sein, dass sich der neue Papst – beispielsweise zusammen mit Kardinal Turkson aus Ghana an der Spitze des Päpstlichen Rates ‘Justitia et Pax’ – viel stärker in soziale Fragen einmischen wird. Die Wahl eines recht alten Mannes, der nur wenig jünger als Kardinal Ratzinger bei seiner Wahl zum Papst ist, macht ihn vermutlich wieder zu einem Mann des Übergangs. Allerdings ist er wesentlich gesünder, als Benedikt XVI. bei seiner Wahl.
Es wurde wohl bewusst ein Papst gewählt, der nie im Vatikan gelebt hat. Das macht ihm die Lösung der anstehenden Probleme der Kurie sowohl leichter, als auch schwerer. Man darf gespannt sein, wen er zum Kardinalstaatssekretär ernennt.
Für die Evangelikalen wird ein Papst aus dem Globalen Süden mehr Verständnis haben, kommen sie doch selbst überwiegend dort her. Andererseits ist das Verhältnis der Evangelikalen und der Katholischen Kirche in Südamerika mancherorts gespannt. Der neue Papst ist hier aber in Argentienien nie als einer in Erscheinung getreten, der über die notwendige theologische Diskussion hinaus Evangelikale bekämpft oder etwa als Sektierer bezeichnete. Das macht Hoffnung auf eine Fortsetzung eines fairen theologischen Gesprächs über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher
http://www.thomasschirrmacher.info/archives/2715#respond

Freiheit. Ein Gedicht

Wenn man mich ins Gefängnis steckt,
dann soll es ein kommunistisches sein.
Wo jemand wie ich Freunde entdeckt
und merkt: Wir stimmen überein.

Dort, wo man ins Gefängnis mich sperrt,
sollte es ein kommunistisches geben.
Dort, wo Freiheit ins Dunkel gezerrt,
und Herzen sind, hungrig nach Leben.

Wenn einst ich ins Gefängnis muss,
in ein kommunistisches soll man mich stecken.
Wo Poesie unter Verschluss
und schlafwandelnder Seelen Kuss
die Schlummernden versucht zu wecken.

Dichter in die Nacht der Zelle zwingen
heißt tausend Freiheitssterne leuchten lassen.
Freiheit in die Dunkelheit verbringen
lässt tausendfach den Mut zur Freiheit fassen.

Ist man einst mit Fesseln zur Stelle,
gewiss: für eine kommunistische Zelle.
Denn ich sehne mich nach Freiheit.
(Nguyen Dac-Kien, Übertragung aus dem Englischen: Josef Bordat)
Es gibt mehrere englische Versionen eines vietnamesischen Gedichts, verfasst von Nguyen Dac-Kien, der kürzlich wegen seiner Kritik am Regime der Kommunistischen Partei als Redakteur entlassen wurde.
http://jobo72.wordpress.com/2013/03/24/freiheit-ein-gedicht/

Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Römer 12,17

Die »Konvention Alvensleben«
In der »Konvention Alvensleben« von 1863 gab Preußen dem Zaren die Zusicherung, diejenigen Polen, die sich gegen die russische Herrschaft erhoben hatten, zu verhaften. Bismarck sicherte sich so das Wohlwollen des Zaren. Seit 1815 gehörte Polen überwiegend zu Russland. Als sich das Volk 1863 gegen die Fremdherrschaft erhob, schlug der Zar gnadenlos zurück. Es gab nicht nur 400 Hinrichtungen, sondern 10.000 Verurteilungen zu Zwangsarbeit, 18.000 Mal Umsiedlungen nach Sibirien und eine allgemeine Russifizierung in Verwaltung und Justiz.
Kein Wunder, dass die Polen noch heute nicht gut auf die Russen zu sprechen sind, denn sie mussten ihre nationale Identität immer gegen die Russen und dann auch wieder gegen die Deutschen verteidigen.
Die eigene Identität zu verteidigen, fängt nicht bei der Nationalität an. Doch die eigenen Überzeugungen gegen allerlei Trends entschieden zu bewahren, dazu gehört manchmal viel Mut. Wichtig ist dabei allerdings, woher man diese Grundsätze bezogen hat. Anarchistische und chaotische Grundsätze führen nur zum Untergang, auch und gerade wenn man sie verbissen verteidigt. Und Rache zieht weitere Racheakte nach sich.
Dieser Vers setzt da eine bessere Überzeugung voraus. Allerdings kann man diese nur praktizieren, wenn man mit Gottes gnädiger Durchhilfe und mit der letztendlichen Vergeltung in der Ewigkeit rechnet.
Oft ist es aber auch schon hier auf der Erde so, dass man durch Gutestun das Feuer des Hasses auslöschen kann. Und was wäre schöner? Dann handelt man, wie Gott es getan hat, als er seinen Sohn zu seinen Mördern schickte und ihnen dadurch erst Frieden brachte.
Woher könnten Sie die Kraft zum Friedenhalten nehmen? Versuchen Sie es mit Gottvertrauen!
1. Petrus 2,13-20

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