Fußballweltmeisterschaft

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„Wird eine Fußballweltmeisterschaft vom Radio übertragen, deren jeweiligen Stand die gesamte Bevölkerung aus allen Fenstern und durch die dünnen Wände der Neubauten hindurch zur Kenntnis zu nehmen gezwungen ist, so mögen selbst spektakulär verschlampte Gammler und wohlsituierte Bürger in ihren Sakkos einträchtig um Kofferradios auf dem Bürgersteig sich scharen. Für zwei Stunden schweißt der große Anlass die gesteuerte und kommerzialisierte Solidarität der Fußballinteressenten zur Volksgemeinschaft zusammen. Der kaum verdeckte Nationalismus solcher scheinbar unpolitischen Anlässe von Integration verstärkt den Verdacht ihres destruktiven Wesens.“  [Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, Bd. 8, S. 188f]

Tabu: Homosexualität

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Wer heute Homosexualität aus ethischen Gründen kritisch betrachtet, wird als menschenverachtend („Schwulenhasser“) oder als krank („homophob“) diffamiert. Das Thema „sexuelle Identität“ wurde von Homo-Aktivisten dermaßen tabuisiert, dass jedes Gespräch über Homosexualität unmöglich geworden ist. Jedem, der nicht sofort bekennt: „Homosexualität ist super!“, wird Diskriminierung und Dummheit vorgeworfen. Äußert eine Person des öffentlichen Lebens Bedenken an ausgeübter Homosexualität, wird alles daran gesetzt, den Ruf und die soziale Existenz des Betreffenden zu zerstören.
Beklagten Homosexuelle vor zwei Generationen noch mit Recht ihre gesellschaftliche Ächtung, diffamieren heute Schwulen- Aktivisten Andersdenkende. Wurde vor zwei Generationen bei Homosexuellen zu Unrecht eine psychische Erkrankung diagnostiziert, bezeichnen Homosexuelle jetzt Andersdenkende als „psychisch krank“ und „therapiebedürftig“. Erlitt man vor zwei Generationen noch einen ungerechtfertigten Image- Schaden, wenn man sich zu seiner Homosexualität bekannte, ist es heute gesellschaftlicher Selbstmord, Homosexualität auch kritisch zu betrachten.
Vertreter der Homosexuellen- Lobby sind zwischenzeitlich zu selbsternannten Tugendwächtern aufgestiegen, die jede abweichende Meinungsäußerung gnadenlos verurteilen und verfolgen. Das einzige was noch erlaubt ist, ist über Homosexualität zu schweigen.
Zwischenzeitlich ist es sogar so weit gekommen, dass Ärzte, Seelsorger und Therapeuten kriminalisiert werden, wenn sie Menschen helfen wollen, die ihre homosexuellen Gefühle ablehnen („Schwulenheiler“). Einem Mann, der sich als Frau empfindet, soll geholfen werden, seine Orientierung auszuleben. Ein Heterosexueller, der mit seiner sexuellen Orientierung nicht zufrieden ist, soll geholfen werden das zu verändern. Einem Homosexuellen aber, der seine Orientierung verändern will, soll unter Strafandrohung nicht geholfen werden dürfen. Außer bei Homosexuellen wird wohl für keine sexuelle Orientierung ein generelles „Therapie- Verbot“ gefordert. Michael Kotsch

Gott ist nicht einfach die Liebe

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Gott ist nicht einfach die Liebe. Gottes Wesen soll nicht mit einem einzigen Wort ausgesagt werden können. Der Vater geht nicht in den Sohn über, wie das Vorläufige in das Definitive übergeht. Der dunkle Hintergrund hinter der Gestalt des Sohnes darf nicht verschwinden, sonst verfallen wir im Glauben einer falschen Sicherheit. Aus der certitudo wird die securitas. Wir sollen es als das große unergründliche Wollen Gottes und niemals als Selbstverständlichkeit wissen, daß Gott die Liebe ist. Gott liebt wen er lieben will. Von seiner Liebe wissen, heißt sich erwählt wissen. Gott hört auch in der Liebe nicht auf, der freie Herr zu sein. Daß wir hier nicht an die Stelle der Bewegung den Ruhezustand, das platte, selbstverständliche Sosein setzen, das ist das andere entscheidend wichtige Anliegen, das die Trinitätslehre zum Ausdruck bringt. Gott ist der Vater und der Sohn. Wir sollen an Gott als die Liebe glauben, das heißt, wir sollen die Einheit in der Zweiheit, als die im Glauben stets neu zu überwindende Zweiheit haben. Gott ist nicht einfach die Liebe, er bestimmt sich als Liebe. Liebe ist sein Wille, nicht seine Natur, ob auch sein ewiger Wille. Als seine Natur aber müssen wir, auch in Christus, seine majestätische Souveränität und Heiligkeit verehren. Dieses Doppelte muß in der Bewegung bleiben: Gott ist die Liebe; aber auch: Gott ist die Liebe.
Emil Brunner Der Mittler über die Liebe Gottes (Tübingen: Mohr Siebeck, 1927)

Gibt es einen Gott?

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“Es ist eigentlich eine geistige Erkrankung, wenn der Mensch fragt: Gibt es einen Gott? Fast möchte man sagen: es ist die Frage eines Verrückten, d.h. eines Menschen, der nicht mehr einfach und nüchtern und klar die Dinge sehen kann, wie sie sind.” (Emil Brunner, Unser Glaube)

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Kinder sind kein Mittel zum Zweck

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Kinder sind kein Mittel zum Zweck, deren Anschaffung von ihrem Nutzwert abhängt, wie ein Auto oder eine Spülmaschine. Wenn der Satz „Kinder sind Zukunft“ vor allem ihren Nutzen meint, dann finde ich ihn falsch. Menschen zu verzwecklichen verletzt ihre Würde – und ihre Gottesebenbildlichkeit. Gott schenkt das Leben nicht, weil es nützt, sondern weil er Freude hat an seinen Geschöpfen.Das gilt für alle Menschen … „Kinder sind Gegenwart.“ Kinder sind Leben, darum auch Zukunft – nicht wegen der Rente. Olaf Droste

Altes Leben unter neuen Vorzeichen weiterführen? Nein, danke!

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Die ganze Theologie kann auf zwei Prinzipien reduziert werden: Gesetz und Evangelium. Das Gesetz sagt uns, was wir tun sollen; das Evangelium sagt uns, was Gott getan hat und tun wird. Beim Gesetz geht es um unser Tun, beim Evangelium um Gottes Taten. Das Gesetz sagt uns, was wir tun sollen, doch können wir dies tun? Für Luther war der grösste Teil der damaligen Theologie Gesetz. 95 % der Kanzeln, ob liberal und konservativ, sagen dem Menschen, was er zu tun hat. Die Aussagen sind zwar unterschiedlich: Die einen sprechen vom vorehelichen Sex, die anderen predigen die Rettung des Regenwaldes. Was ist die Funktion des Gesetzes? Es sollte klar machen, dass alles, was du tust, verdorben ist und damit nutzlos.
Wie viele Christen haben sich an einem bestimmten Punkt ihres Lebens gesagt: In dieser Welt verhungere ich. Nun gehe ich zu meinem himmlischen Vater und beginne ein neues Leben. Ich halte jetzt seine Regeln ein. Darauf stütze ich meine Beziehung zu Gott ab. Und so setzt sich das alte Leben unter neuen Vorzeichen fort. Für Luther gab es jedoch keinen neutralen Boden. Jeder Versuch, uns selbst einen Verdienst zuzuschreiben, teilte er der Kategorie „Gesetz“ zu. Dieses Gesetz aber führt zum Tod.
Wir müssen zugeben: Unser Herz ist immer noch voll von Gesetz. Das Evangelium handelt jedoch davon, was Gott für uns getan hat und tut. Gott erklärt nämlich die Schuldigen für unschuldig (Röm 4,5). Gott rechtfertigt Böse und Feinde. Dies ist das Evangelium. Es ist die Herrlichkeit Gottes, dass er die Unwürdigen liebt. Er erklärt sie im Gerichtssaal für gerecht. So soll unser Vertrauen in das gesetzt werden, was Christus getan hat. Gott sieht Christus und nicht mehr uns. Glaube ist ein Geschenk und kein Werk.
Weil dieses Werk so skandalös ist, versucht die Kirche seit 2000 Jahren dieses Konzept auszulöschen. Was ist Rechtfertigung?

  1. Die Rechtfertigung ist forensisch. Wir werden für gerecht erklärt. Wir haben den Zunder, der sich leicht entzündet und zur Sünde reizt, noch in uns. Wir sind Heilige und Sünder gleichzeitig.
  2. Die Rechtfertigung ist „factitive“. Wir sind gerecht gemacht. Die Gerechtigkeit Gottes ist uns angerechnet (siehe Röm 4,5). Christus wurde für uns zur Sünde gemacht, er ist mit ihr eingekleidet worden. Christus kleidet uns mit seinem Recht in Gottes Gegenwart zu stehen ein. Er tut es auch dann, wenn wir noch immer den „Zunder“ in uns tragen. Wie sich Noah in der Arche barg, so ist Jesus unsere Arche, in die wir hineingehen und vor dem Gericht geschützt werden. Wenn Gott uns sieht, dann sieht er Christus. Er sieht seine Gerechtigkeit, die für uns erwirkt worden ist.
  3. Die Rechtfertigung ist extrinsisch. Wenn seine Gerechtigkeit nur in uns drin wäre (intrinsisch), dann wäre es zu wenig. Sie kommt von aussen zu uns. Nur Jesus vermag in der Gegenwart Gottes zu stehen. Seine Gerechtigkeit ändert ihren Status nie. Die Gerechtigkeit von Christus ist permanent. Es ist eine fremde Gerechtigkeit, nicht die eigene. Darum ist es Evangelium, weil es nicht um uns geht.
    http://www.hanniel.ch/?p=10774 Überarbeitete Notizen aus der Vorlesung mit Dr. Ashley Null

Fitter Körper, träger Geist

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Buchbesprechung: Fitter Körper, träger Geist
Os Guinness. Fit Bodies, Fat Minds. Why Evangelicals Don’t Think and What to Do About It. Baker: Grand Rapids, 1994. 160 Seiten. Gebraucht ab 2 Euro.
Eine happige Einschätzung
„Gesundheit hat sowohl den Himmel wie auch die Ethik ersetzt. Athletik ist die neue Form der Askese. Positives Denken wird über Reflektion und Meditation geschätzt. Menschliche Erfahrung mit ihrer reichen, tragischen und ironischen Komplexität wird reduziert auf menschliches Wohlbefinden. Selbstkenntnis, Selbstbeherrschung und Selbsterfüllung werden durch Übungen und richtige Ernährung verheissen.“ (10) Dies ist das geistige Klima der Gegenwart, behauptet Guinness. Er schiebt nach: „In seiner Wurzel ist evangelikaler Anti-Intellektualismus sowohl ein Skandal als auch eine Sünde.“ (ebd.) Evangelikale haben sich auf die Rolle des Nachahmers und Adaptoren beschränkt. Sie sind nicht mehr in der Lage originär zu denken (14). Ohne ein klares Bekenntnis zu einer Vision für das gemeinsam zu schützende Gut (und wir reden hier von Inhalten, nicht nur Stil-Elementen), laufen die Evangelikalen Gefahr einfach ein „Stamm“ (tribespeople) unter vielen zu bleiben anstatt ihren Status als wahre „Bürger“ (citizen) wahrzunehmen. (Manch einer würde darauf antworten, dass uns nichts anderes verheissen sei. Doch ist dies eine eigentliche Ausrede für das eben beschriebene Problem.) Guinness will klar gestellt haben: Der Klageruf gilt nicht etwa der Zerstörung einer Elitekultur in der westlichen Welt, sondern ernsthaften Defiziten im Alltag der Nachfolge (19). Er ist sich bewusst, dass Klage auch schnell in eine Haltung der Kritik kippen kann, die das Handeln bremst oder gar stoppt.

Analyse der Ursachen
Guinness ortet acht Einflüsse, die dem Anti-Intellektualismus des (US-amerikanischen) Evangelikalismus Vorschub geleistet haben (22-68):

  1. Polarisierung: Falscher Gegensatz zwischen Kopf und Herz, also zwischen analytischem Denken und warmer Erfahrung. Lieber ein warmes Herz, dafür ein leeres Hirn.
  2. Pietismus: Konzentration auf das Innere, auf die private Errettung – mit der langfristigen Tendenz, sozial irrelevant zu sein und ein Dasein an der „Seitenlinie“ der Welt zu führen
  3. Primitivismus: Wiederherstellung der ursprünglichen Idee der „einfachen“ Ordnung der Schrift; damit einhergehend: Ungeduld mit der Komplexität der modernen Welt sowie Unverständnis für lang andauernde Prozesse
  4. Populismus: Kommunikation auf Augenhöhe des „gemeinen Mannes“; da jeder sein eigener Interpret ist, wird Irrlehren Tür und Tor geöffnet.
  5. Pluralismus: Das Bewusstsein mit Unterschieden zu leben artete in einem Lebensstil aus, der keinen Anstoss erregen will – und damit seine eigenen Überzeugungen preisgibt. Die Betonung liegt auf Taten und Verhalten und nicht auf Worten und Glaube.
  6. Pragmatismus: Religiöse Überzeugungen haben nur bei unmittelbarer Auswirkung auf das Verhalten (Wahrheits-)Wert. Werke, Selbsthilfe, positives Denken – also der menschliche Wille – rücken in den Vordergrund.
  7. Philistinismus: Überlegenheitsdenken durch Spezial-Wissen in einem bestimmten (christlichen) Bereich
  8. Prämillenialismus: Die Überzeugung, dass das heutige Zeitalter in einer 1000-jährigen Herrschaft von Jesus auf dieser Erde mündet, bewirkte eine Rückzugsmentalität, die aber die Hintertür für neu einziehende Weltlichkeit weit offen liess.

Die Idiotenkultur der Medien
Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Einfluss der Massenmedien auf die Gesellschaft und damit auch auf die Evangelikalen unter dem Titel „Idioten-Kultur“. Ein „kulturelles Barbarentum“ hat Einzug gehalten (70). Der Fokus wurde damit auf das Bild und auf den Moment gelegt, Inhalte ihres Kontexts enthoben. Das Bild hat das Wort verdrängt. Inhaltlich ist den Werbebotschaften eine grosse Wirkung zuzuschreiben. Werbung arbeitet über Symbole, Emotionen und Vereinfachungen. Der Stil ist ein Ziel in sich selbst geworden. Unterhaltung geht auf Kosten der Wahrheit. Guinness ist besorgt darüber, dass die Kirchen zu geistlichen Einkaufszentren verkommen und Designer-Religion anbieten.

Let My People Think
Im dritten Teil seines Buches skizziert Guinness mögliche Wege zur Re-Aktivierung des Denkens (132-152).

  • Busse tun: Wir haben Gott nicht mit unserem Verstand geliebt.
  • Definieren, was christliches Denken beinhaltet
  • Den grössten Einwand überwinden, nämlich die vordergründig biblische Behauptung, mit der “Weisheit dieser Welt” nichts am Hut zu haben (1. Korinther 1). Die falsche Auslegung ist eine Überbetonung der Verdorbenheit des Denkens und verwechselt Einfachheit mit Irrationalität.
  • Die Kosten der Jüngerschaft bedenken: Der gläubige Mensch muss damit rechnen, als Verrückter zu gelten – aber um Christi willen, nicht wegen fehlendem Denken!
  • Aktiver Gehorsam: Jede Lebensfrage wird in hartem Ringen durchdacht.
  • Vorsicht Fallen: Es bleibt nicht bei einer Reise im Kopf (Intellektualismus); es ist nicht nur eine Angelegenheit im stillen Kämmerlein (Gemeinschaft und Korrektur der anderen sind wichtig); es ist nicht nur eine menschliche Aktivität des Willens; es werden nicht alle dasselbe denken
  • Einen christlichen Denkstil entwickeln: Das bedeutet beispielsweise, dass Wissen Konsequenzen hat, an die wir gebunden sind.
  • Überzeugende Argumente für aktuelle Fragen entwickeln

Inhalte gefragt
Guinness‘ Buch lässt sich flüssig. Es ist durchsetzt von anschaulichen Beispielen und markigen Sätzen. Man merkt, dass das Buch vor zwei Jahrzehnten erschien und sich vor allem an amerikanische Leser richtet. Das Werk hat sich seinen Platz in der Reihe derer erobert, die einen neuen Zugang zum Denken fordern. Es ist nicht erstaunlich, dass die „Neuen Calvinisten“ in den letzten zehn Jahren vor allem durch Inhalte Aufwind erhielten (siehe diese visuelle Timeline von Tim Challies). http://www.hanniel.ch/?p=10134