ein “guter” Mensch am Höllentor

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Die Hölle war total überfüllt, und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich mußte sich der Teufel selbst herausbegeben, um die Leute fortzuschicken. “Bei mir ist nur noch ein einziger Platz frei”, sagte er, “den muß der größte Sünder bekommen.”
Der Teufel hörte sich die Verfehlungen der einzelnen an. Aber was auch immer sie ihm erzählten, nichts schien ihm schrecklich genug, als daß er dafür den letzten Platz in der Hölle hergeben mochte. Doch da stand noch ein Mann ganz für sich allein, den er noch nicht befragt hatte.
“Was haben Sie denn getan?” fragte ihn der Teufel.
“Nichts”, sagte der Mann, “ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier. “
“Aber Sie müssen doch etwas getan haben”, sagte der Teufel, “jeder Mensch stellt etwas an.”
“Ich sah es wohl”, sagte der “gute Mensch”, “aber ich hielt mich davon fern. Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich niemals daran. Sie haben Kinder hungern lassen und in die Sklaverei verkauft; sie haben auf den Schwachen herumgetrampelt. Überall um mich herum haben Menschen Übeltaten jeder Art begangen. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts.”
“Absolut nichts?” fragte der Teufel ungläubig, “sind Sie sich völlig sicher, daß Sie das alles mitangesehen haben?”
“Vor meiner eigenen Tür”, sagt der “gute Mensch”.
“Und nichts haben Sie getan?” wiederholte der Teufel.
“Nein! “
“Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört dir! “
Und als er den “guten Menschen” einließ, drückte sich der Teufel zur Seite, um nicht mit ihm in Berührung zu kommen.
(nach: Pedro Calderon de la Barca, 1600 – 1681 n.Chr.)
http://bikerpfarrer.wordpress.com/2013/11/17/ein-guter-mensch-am-hollentor/

Die Notwendigkeit des Schriftbeweises

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Wir müssen die heilige Schrift erst wieder kennen lernen wie die Reformatoren, wie unsere Väter sie kannten. Wir dürfen die Zeit und die Arbeit dafür nicht scheuen. Wir müssen die Schrift kennen lernen zu allererst um unseres Heiles willen. Aber es gibt daneben genug gewichtige Gründe, um uns diese Forderung ganz dringlich zu machen. Wie sollen wir z. B. in unserm persönlichen und kirchlichen Handeln jemals Gewißheit und Zuversicht erlangen, wenn wir nicht auf festem Schriftgrund stehen? Nicht unser Herz entscheidet über unsern Weg, sondern Gottes Wort. Wer aber weiß heute noch etwa rechtes über die Notwendigkeit des Schriftbeweises? Wie oft hören wir zur Begründung wichtigster Entscheidungen ungezählte Argumente „aus dem Leben“, aus der „Erfahrung“, aber der Schriftbeweis bleibt aus, und gerade er würde vielleicht in genau entgegengesetzte Richtung weisen? Daß freilich der den Schriftbeweis in Mißkredit zu bringen versuchen wird, der selbst die Schrift nicht ernstlich liest, kennt und durchforscht, ist nicht zu verwundern. Wer aber nicht lernen will, selbständig mit der Schrift umzugehen, der ist kein evangelischer Christ.
Dietrich Bonhoeffer (Gemeinsames Leben, 2012, S. 47):

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Das Wirken des Heiligen Geistes

Der Friedensnobelpreis, aktuell verliehen an eine Person, die einen neuen Geist des Dialogs und des Engagements verkörpert, zwar noch keine Leistungen für den Frieden erbracht hat, sondern eine Welt ohne Atomwaffen, die Versöhnung mit dem Islam, den Frieden in Nahost und den Klimaschutz als Hoffnung und Erwartung erreichen möchte, lässt nach der Kraft fragen, die Ursprung der Ziele ist und vor allem nach dem Woher dieser Kraft, die notwendig ist, solche friedensstiftenden Maßnahmen Realität werden zu lassen. Denn ohne eine „äußere“ Kraft, kann der Mensch nur im Rahmen seiner eigenen Grenzen agieren und dadurch oft sehr eng gesteckte Ziele erreichen. Dies aber wird die Welt nicht wesentlich verbessern. Gott allein schafft es, die Menschen über sich hinaus wachsen zu lassen, er ist Ziel, Sinn und zugleich Ursprung. Gott schenkt sich uns mit seiner Kraft, dem Heiligen Geist. Matthias Altmannsberger

Vom Umgang mit der „richtigen“ Lehre

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„Ich bin ein Freund des Friedens, und es entspricht meiner tiefsten Überzeugung, dass niemand die großen Wahrheiten und die Lehren des Evangeliums gewinnbringend verstehen kann, wenn er nicht von Gott gelehrt wird. Ich habe nicht den Wunsch, anderen meine Lehrsätze mithilfe einer Auseinandersetzung aufzudrängen; aber ich meine auch nicht, sie verstecken zu müssen.“
John Newton, ehemaliger Sklavenhändler und Dichter von „Amazing Grace“
Offensichtlich braucht es Weisheit, richtig mit erkannter Wahrheit umzugehen. Falsch ist es, andere Menschen massiv zu bedrängen und dadurch gelegentlich zu verärgern und zu verhärten. Ebenso falsch ist es aber, Wahrheit lediglich für sich zu behalten und zu schweigen, weil das einfacher ist und kaum zu Konfrontationen führt. Wahrheit muss andere nicht unterdrücken oder schlechter machen als sie sind, sie muss aber auch nicht schweigen und jeden Anspruch auf Gültigkeit aufgeben. Michael Kotsch

 

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Endlich beantwortet!

Die drei großen Fragen der Philosophie – wer bin ich, woher komme ich und wohin gehe ich – waren jahrhundertelang der Anstoß zu tiefen Überlegungen. Doch wenn diese Überlegungen auch zu großen Erkenntnissen führten, wurden die Fragen niemals abschließend beantwortet. Mehr noch, es kristallisierte sich immer weiter heraus, dass sie nicht zu beantworten sind. Es schien lange Zeit, als seien es weiniger Fragen, als Beschreibungen des Mysteriums menschlicher Existenz. Ein Irrtum, wie sich nun herausstellte.
Im Gegensatz zu früher wird heute ein anderer Lösungsansatz gewählt. Nicht einzelne Denker oder Gruppen von ihnen suchen die Antwort, sondern alle. Die „Schwarmintelligenz“, diese lange gesuchte intellektuelle Rechtfertigung des Zeitgeistes, fand heraus, dass die Antworten nicht in der Tiefe des Denkens liegen, sondern im Gegenteil ganz banal erscheinen. Der vereinigte Intellekt unserer Gesellschaft war in der Lage, sie herauszukristallisieren.
Und so lauten die klaren Antworten:
    Wer bin ich? – Such’s dir selbst aus!
    Woher komme ich? – Wen interessiert das?!
    Wohin gehe ich? – Das weiß kein Mensch, aber wenn du keine Lust mehr hast, mach halt Schluss.
Danke, Schwarmintelligenz!
[Von Bastian Volkamer ] http://echoromeo.blogspot.de/2013/11/endlich-beantwortet.html

Merkmale der postmodernen Erkenntnistheorie

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Carson sieht den Wandel von der Moderne zur Postmoderne wesentlich in der Erkenntnistheorie begründet.
Wenn wir verstehen wollen, dass sich die Zeit im Anschluss an die Moderne organisch aus ihr entwickelt hat, ist meiner Ansicht nach »Spätmoderne« der bessere Begriff, während in Bezug auf das Verständnis der Veränderungen in der Erkenntnistheorie der heutigen Kultur »Postmoderne« vorzuziehen ist. Und natürlich kann man beiden Bezeichnungen vorwerfen, dass sie in verwirrendem Maße auf einzelne Aspekte ausgerichtet sind, wie wir sehen werden. (Emerging Church, CVL: Bielefeld 2008, S. 33)
Seine Analyse der postmodernen Erkenntnistheorie ist sehr hilfreich (siehe ebd. S. 127-161).
Merkmale der modernen Erkenntnistheorie Weiterlesen

Gott hasst die Träumerei

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„Wer seinen Traum von einer christlichen Gemeinschaft mehr liebt als die christliche Gemeinschaft selbst, der wird zum Zerstörer jeder christlichen Gemeinschaft, und ob er es persönlich noch so ehrlich, noch so ernsthaft und hingebend meinte.
Gott haßt die Träumerei; denn sie macht stolz und anspruchsvoll. Wer sich das Bild einer Gemeinschaft erträumt, der fordert von Gott, von dem Andern und von sich selbst die Erfüllung. Er tritt als Fordernder in die Gemeinschaft der Christen, richtet ein eigenes Gesetz auf und richtet danach die Brüder und Gott selbst.“
Dietrich Bonhoeffer (Gemeinsames Leben, 2012, S. 24)

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Gesetzlichkeit

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Gesetzlichkeit ist ein so wichtiger Teil des Christentums geworden, dass die Menschen der Ansicht sind, sie gehört dazu. Ja die Gesetzeslehrer sind immer noch unter uns – wie sollen wir sonst all die Pastoren und Gemeindeleiter nennen, die z.B. lehren, dass Konfirmation oder Taufe oder Gemeindemitgliedschaften notwendig für die Erlösung seien, dass das Gesetz eine Lebensregel für die Gläubigen sei und dass wir durch den Glauben gerettet sind, doch durch die Werke im Glauben gehalten werden müssen. Was anderes ist das, als jüdisches Gedankengut im Christentum, wenn wir aufgefordert werden, eine von Menschen ernannte Priesterschaft zu akzeptieren, die eine besondere Kleidung hat und Gebäude kennt mit ihren steinernen Altären und ihren ausufernden Ritualen nachgebildet sind? Und ein Kirchenjahr, das nach Festen und Fastenzeiten aufgeteilt ist?…möge jedem von Gott die Weisheit gegeben werden, die schlimme Lehre der Gesetzlichkeit in jeder Form aufzudecken in der sie auftreten mag. Mögen wir niemals versuchen, Rechtfertigung – gerecht werden aus Glauben, aus Gnade – oder Heiligung durch Zeremonien oder menschliche Bemühungen zu erlangen, sondern völlig und ausschließlich in allen Angelegenheiten, vom Herrn Jesus Christus abhängig sein. Mögen wir uns immer daran erinnern, dass Gesetzlichkeit Gott beleidigt, weil sie einen Schatten für wichtiger hält als die Realität, indem sie Zeremonien und menschliche Gebote über Christus stellt. William MacDonald

Der Jona von Albert Camus

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Albert Camus hat sich intensiv mit dem „Nehmt mich und werft mich ins Meer“ befasst. Er stellt sich die Situation vor, wo er nicht mehr brauchbar ist. Zum Beispiel als Künstler, der sich nur noch um sein Publikum kümmert, der darum nicht mehr kreativ sein kann. Camus hat eine Novelle darüber geschrieben: „Jonas oder der Künstler bei der Arbeit“. Als Motto zitierte Camus den biblischen Text:„Nehmt mich und werft mich ins Meer…“
Bei Albert Camus wird Jona durch einen Maler verkörpert, der berühmt geworden ist durch die ersten Werke, die er schuf. Sein Erfolg bewirkt, dass er nicht mehr bei sich selber sein kann. Er hat keine Ruhe mehr. Er ist nicht mehr souverän. Er kann nicht mehr kreativ sein. Er müsste sich verweigern. Aber, kann er das? Darf er das gegenüber seinem Publikum? Nur schon die Briefe, die er erhält, überfordern ihn. Sie einfach liegen zu lassen, verbietet ihm seine Höflichkeit.
Albert Camus: „Als sein Name immer häufiger in den Gazetten auftauchte, wurde Jonas wie jeder andere aufgefordert, sich einzusetzen, um besonders empörendes Unrecht anzuprangern. Jonas antwortete, schrieb über die Kunst, gab Ratschläge, gewährte hier und dort eine Unterstützung, setzte seinen Namen unter gerechte Protestschreiben. ‚Treibst du jetzt Politik? Überlass das den Politikern, die etwas davon verstehen‘. ‚ Nein, nein. Ein Künstler muss sich engagieren, sonst gilt er nichts mehr‘.
Jonas beantwortet Briefe, unterschreibt Manifeste, gibt Interviews, fühlt sich immer verspätet, er fühlt sich immer schuldig. Er hat sich selber verloren. Seine Seele. Er ist nicht mehr bei sich. Er ist die Marionette seines Publikums. Sein Auftrag? Er ist ihm abhanden gekommen. ‚Nehmt mich und werft mich ins Meer‘. Jonas ist unbrauchbar geworden. Er gleicht dem Jona aus der Bibel.
Der Künstler Jonas im Buch von Albert Camus zieht sich ins hinterste Gemach seiner Wohnung zurück, um sich dort zu vergraben, dass ihn niemand mehr erreicht. Auch seine Frau und seine Kinder nicht. Gefragt, was er denn tue, sagt Jonas, er arbeite, aber in Wirklichkeit wartet er darauf, arbeiten zu können, um den Klang seiner ursprünglichen Berufung wieder zu hören. Aber er ist verstummt.
Die Novelle von Albert Camus endet damit, dass man den Künstler Jonas tot auffindet. Er hat noch ein Wort aufgeschrieben, das man aber kaum entziffern kann. Heisst es nun solitaire oder solidaire, einsam oder gemeinsam? Wollte Jonas solitaire oder solidaire schreiben?
Bedeutet Einsamkeit Identität – ist Engagement Selbstverrat? Oder umgekehrt? Bedeutet das Für-sich-Schauen, das Sich-Abgrenzen, dass man flieht vor der Aufgabe, vor sich selber – vor Gott? Albert Camus lässt es offen.
Jedenfalls kritisiert er in seiner Novelle die Existenzweise, da man sich sozusagen den Menschen ausliefert und total abhängig wird, sich selber entfremdet, seinem Auftrag untreu wird, nicht mehr brauchbar ist – in der Einsamkeit nicht, und auch in der Gemeinschaft nicht:
http://www.blogreminger.ch/der_jona_von_albert_camus.html
Merkmal des Buches Jona ist, dass Jona selbst die eigentliche Prophetie ist.
    Der Zeuge, der sich von Gott entfernt hat.
    Der stolze Prophet.
    Das schuldige Volk
    Die reumütigen Übriggebliebenen, die sich am Aufenthaltsort der Nationen befinden.
Wegen der Reue Ninives (Hauptstadt des assyrischen Reiches) wurde die Prophetie Jonas nicht erfüllt.

Zum 50. Todestag des irischen Schriftstellers und Apologeten

Was ich C. S. Lewis verdanke
C. S. Lewis hat mich während meines Studiums mit seinen Büchern über die Logik des Glaubens ermutigt, nicht nur aus Tradition, sondern aus gutem Grund dem Evangelium von Jesus Christus zu vertrauen. In ungezählten Gesprächen mit skeptischen Freunden habe ich inzwischen auf die hilfreichen Argumente und Bilder aus “Mere Christianity” mit dem unglücklichen deutschen (“Pardon, ich bin Christ”) zurückgegriffen.
Und dann ist da natürlich noch der Geschichtenerzähler Lewis mit dem “Grossen Tanz“ in Perelandra (für mich ein so überwältigender Lobpreis, dass ich mir wünschte, manche heutige Lobpreiszeit in Gemeinden wäre wenigstens halb so intensiv); mit seinen Narnia-Geschichten, die das Vorhandensein einer unsichtbaren Welt auch für Nichtchristen vorstellbar machen und damit eine Art Vorschule des Glaubens für Kinder und Erwachsene darstellen; und die Dienstanweisung mit den Gedanken des Oberteufels Screwtape, die mir auf hintersinnige Weise Gott, den Schöpfer und Erhalter des Lebens, bei jedem Lesen lieber gemacht haben.
Die vielen Liedtexte, die ich als Echo auf die Gedanken von C. S. Lewis geschrieben habe, kann ich kaum aufzählen. Als ich z. B. meinem Verleger Friedrich Hänssler einen musikalischen Wunsch zu seinem 60. Geburtstag formulieren wollte, fiel mir ein Satz wieder ein, mit dem Lewis sich von seinen Freunden und Studenten verabschiedete: “Go under the mercy”. Dieser Satz stand Pate dafür, dass ich heute am Ende meiner Konzerte oft mit den Zuhörern zusammen “Geh unter der Gnade” singe.
Der Autor, Manfred Siebald (Mainz), ist Liedermacher und Professor für amerikanische Literatur und Kultur.
Quelle Mehr zu C.S. Lewis C.S. Lewis Homepage Siebald / idea