PRAYER AND MEDITATION

We have mentioned prayer as an active way for people to engage in the Cloud connection. The words “prayer and “meditation” are often used in a variety of ways. They are both vital parts of the Christian spiritual life and we must be careful not to be confused by the non-Biblical ways they are used. Perhaps we should start by saying that prayer should not be reduced to meditation, contemplation, thinking, imagining, feeling, action or work, silence, communion with nature, ecstatic or transcendental experience, although it does include some of these things. Nor is prayer union with the “ALL”, ritual or magic.
Prayer cannot be done or understood scientifically (mathematically). Prayer is not natural in the sense that it is not limited to the space and time parts of reality. It is not natural to people in the sense that it cannot be reduced to an evolved function of self-preservation or for the passing on of our genes. It is given by God as part of our full spiritual life. Prayer is personal in that it is a communication between one person and another person. (Personal does not mean a consciousness that is aware of itself. Personal means self-aware consciousness in relationship with other self-aware consciousness.)
Prayer is language – direct, definite and committed. If we read some of the prayers recorded in the Bible (e.g. I Kings 8, Col. 1:9-12, Eph. 1:15-29, Phil. 1:9-11), we find that God’s people speak to Him in ordinary language about both this space and time existence and about the supernatural and eternity – the total reality in which we live our spiritual lives. God speaks to us through His Word (and His creation). We can speak to Him through our words about His Word and how it applies to our lives. We should take courage to pray and have communication with God, confessing our failure to make prayer the pervasive center of our lives. We can be truly centered in God and His reality by going beyond the center of ourselves and into the communicative relationship of prayer.
Ellis H. Poerter

Christi Himmelfahrt

1. Was stehen wir, und sehn hinauf
den Heiland Jesus fahren?
Er wird sich nach der Zeiten Lauf
vom Himmel offenbaren!
Bedenken wir denn nicht einmal,
dass wir auch in des Himmels Saal,
zu Christo wollen kommen?
Es nahet schnell heran die Zeit,
da unser Geist durch harten Streit
vom Leibe wird genommen.
2. Bedenkt denn niemand, dass er ist
ein Fremdling hier auf Erden,
der aus der Welt in kurzer Frist
muss hingerissen werden?
Wie tust du doch, o Menschenkind,
als wärest du taub, stumm und blind?
Von hinnen musst du wallen;
die Welt vergeht mit ihrer Lust,
drum sei dir anders nichts bewusst,
als Gottes Reich vor allen.
3. Seht, wie die Kinder dieser Welt
vom Abend bis zum Morgen
um schnöde Lust und totes Geld
so blind und schmerzlich sorgen!
O armer Tand! O Eitelkeit!
Man suchet das, was mit der Zeit
wie leichter Schnee vergehet.
O trotzet nicht aufs falsche Glück,
das treulos weicht von euch zurück,
und nirgends feste stehet!
4. Wie hell ist doch des Glaubens Bahn!
O sehet, wie die Pforten
für Gottes Kinder aufgetan
an jenen heil´gen Orten!
Seht an die Sieger, welche schon
erlangt die schöne Freudenkron´!
Wer wollte länger warten?
Dort zeiget sich der Engel Chor,
kommt, lasst uns eilen treu empor
zu Gottes ew’gem Garten!
5. Hinweg mit aller Ehr‘ und Pracht,
die uns in diesem Leben
so manche Not und Trübsal macht,
und kann nichts Ewig´s geben!
Was acht‘ ich Klugheit, die allein
hat von der Thorheit ihren Schein?
Sie kann uns nicht gewähren;
wir suchen das was himmlisch heißt,
ein rechter Christ muss allermeist
nur, Jesu Dich begehren.
6. Wann aber Du kommst zum Gericht,
wie Du bist aufgefahren,
so wollst du mir, mein Heiland, nicht
im Zorn Dich offenbaren!
O hilf uns, dass in dieser Zeit
ein jeder stehe wohl bereit’t,
Dir, Herr, sich nachzuschwingen,
damit bei Deinem Hochzeitsmahl
wir in des Himmels Freudensaal
Dir ewiglich lobsingen!
Himmelfahrtslied, Autor: Unbekannt – Aus dem Liederschatz von Albert Knapp

Wenn die Statistiken stimmen, machen die Juden nur ein Prozent der Menschheit aus-

Historiker sagen, dass das jüdische Volk längst verschwunden sein müsste, doch obwohl es über die ganze Erde verstreut war, hat es als deutlich erkennbares Volk überlebt. Und Mark Twain schreibt im Jahr 1899 dazu:
„Wenn die Statistiken stimmen, machen die Juden nur ein Prozent der Menschheit aus – ein unbedeutender Funke im Glanz der Milchstrasse. Normalerweise sollte man vom Juden kaum etwas gehört haben, und doch hörten und hören wir immer wieder von ihm. An Berühmtheit kann er es mit jedem anderen Volk der Erde aufnehmen, und seine Bedeutung in Wirtschaft und Handel steht in keinerlei Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl. Sein Beitrag zur Liste großer Namen in Literatur, Naturwissenschaft, Kunst, Musik, Finanzwesen, Medizin und tiefer Gelehrsamkeit ist genauso erstaunlich. Er hat sich in all den Jahrhunderten großartig geschlagen in dieser Welt – und das mit auf den Rücken gebundenen Händen. Er könnte mit Recht hochmütig und stolz auf sich sein. Die Ägypter, Babylonier und Perser kamen an die Macht, erfüllten die Erde mit ihrem Glanz und ihren Klängen und gingen unter. Die Griechen und Römer folgten, machten viel Lärm und verschwanden. Andere Völker standen auf, ihre Fackel brannte eine Zeitlang, dann erlosch sie, und heute sitzen sie im Zwielicht oder sind ganz verschwunden. Der Jude sah sie alle, schlug sie alle und ist heute, was er immer war, zeigt keinen Verfall, keine Alterserscheinungen, keine Schwächen, kein Nachlassen der Energie, kein Abstumpfen seines wachen, dynamischen Geistes. Alle Dinge sind sterblich außer dem Juden-, alle anderen Kräfte vergehen, er bleibt. Was ist das Geheimnis seiner Unsterblichkeit?“ (zitiert: Lance Lambert „Israel, Zentrum der Weltgeschichte“ )
https://ahuvaisrael.wordpress.com/tag/mark-twain/

Anti- CDU Video

Mit seinem viel beachteten Video macht der YouTuber Rezo kurz vor der Europawahl 2019 leicht durchschaubare Wahlwerbung für die Partei der Grünen. Das pauschalisierende Fazit seiner einstündigen Polemik gegen die Politik der Bundesregierung lautet: die CDU zerstöre „unser Leben und unsere Zukunft“. Deshalb könne man keinesfalls die CDU / CSU, aber auch nicht die SPD oder die AfD wählen. Wenn man dann noch die Linken mit ihrer historischen Hypothek der DDR- Diktatur abzieht, bleiben demnach nur noch die Grünen.
Bei einem Wahlvideo zur Europawahl würde man aber erwarten, dass auch Themen der Europapolitik aufgegriffen werden, denn um diese politische Entscheidung geht es doch momentan. Davon spricht der YouTuber Rezo aber kaum. Stattdessen lässt er sich beispielsweise über die deutsche Bildungspolitik aus, wobei diese nicht einmal Bundes- sondern Landesangelegenheit ist und dabei gerade die CDU / CSU- geführten Länder außergewöhnlich gut abschneiden. Überhaupt geht Rezo mit Fakten und Statistiken sehr eigenwillig um. Häufig lässt er wichtige Informationen einfach weg, fälscht ganz offensichtlich oder verschweigt absolut notwenige Bezugspunkte, wie beispielsweise der Bevölkerungsanteil junger Menschen im Vergleich zu den jeweiligen Bildungsausgaben. Offensichtlich geht es ihm nicht darum Fakten darzustellen, sondern Stimmungen zu wecken. Dazu passt auch sein beharrliches Verschweigen offensichtlicher Regierungserfolge: Die niedrige Arbeitslosenrate, das vergleichsweise gute Gesundheitssystem, die große politische Stabilität, den stetig steigenden Anteil regenerativer Energien oder die Spitzenposition deutscher Umwelttechnik, die massiv mit Steuergelder gefördert wird, die Abschaffung der Kernkraftwerke usw.
Rezos Video macht vor allem eines, es schürt Angst und Unzufriedenheit bei den Zuschauern. Bei einer seit längerem regierenden Partei ist so etwas natürlich leicht und entspricht durchaus den üblichen Methoden des Wahlkampfs. Schließlich macht jeder Fehler, der in Verantwortung steht und Entscheidungen treffen muss. Die Opposition muss nur die Fehler der Regierenden benennen und kann dann vollkommen utopische Alternativen einfordern. Diese Ideen wirklich umsetzen oder auch nur deren reale Umsetzbarkeit nachweisen muss sie nicht. Fast nie macht eine daraufhin neu gewählte Regierungspartei wirklich das, was sie vorher angekündigt hatte. Ganz plötzlich ist sie dann in der Realität angekommen und wird mit all den Sachzwänge, Kosten und demokratisch zu erringenden Kompromissen konfrontiert.
Rezos YouTube- Video erzeugt gerade bei vielen jungen Menschen Angst, bei einigen sogar Panik: Die Welt steht demnach kurz vor dem absoluten Kollaps. Deshalb müssen unverzüglich radikale Maßnahmen ergriffen werden. Mit seiner Ansprache verstärkt Rezo lediglich die durch führende Medien seit Jahren geschürten Emotionen. Allerdings sind solch radikalen Veränderungen auf demokratischem Weg kaum machbar, selbst wenn man sie wirklich wollte, weil dem eben nicht alle Bürger so zustimmen. Wirbt Rezo also indirekt für eine Art Diktatur, die ihre Interessen durchsetzt, weil sie sie heute eben für die einzig möglichen hält. Wer aus welchen Gründen nicht mitgehen will, oder die Notwendigkeit der geforderten Veränderungen nicht einsieht, muss quasi gezwungen werden, so scheint es.
In der Vergangenheit fuhren die Deutschen durchaus gut damit, nicht jeder gesellschaftlichen Panik gleich mit drastischen Mitteln zu begegnen: In den 1960er Jahren war man auf den Kampf gegen die „böse Macht“ der Sowjetunion eingestimmt, sodass viele schon mit dem Gedanken eines prophylaktischen Atomschlags spielten. In den 70er Jahren war der einhellige Mainstream, Atomkraft löst alle unsere Energieprobleme. In den 1980er Jahren wurden alle möglichen drastischen Eingriffe gegen den unmittelbar bevorstehenden „Tod der Wälder“ gefordert. In den 1990er Jahren grassierte die Angst vor der Gentechnik und dem Zusammenbruch aller Computersysteme zum Jahrtausendwechsel. – Nur gut dass man auch damals erst genau analysiert und nicht gleich jeder Panik nachgegangen ist. Ganz sicher, aktuelle gesellschaftliche Probleme müssen gelöst werden. Bestimmt geschieht das aber nicht mit einer weiter zugespitzten Polemik und politischen Radikalisierung, die sich am Ende nur noch die Daten heraussucht, die dann auch zu der längst festgelegten Meinung passen.
Der eher CDU- kritische und politisch links ausgerichtete SPIEGEL nennt einige Manipulationen Rezos, Beispiele für grobe Falschinformation und Manipulation; offensichtlich nicht mit dem Ziel zu informieren, sondern die CDU- Regierung möglichst schlecht dastehen zu lassen: spiegel.de
Rezo-Video: Die YouTube-Angriffe auf die CDU im SPIEGEL-Faktencheck46
Michael Kotsch FB

Sieben Gründe warum Christen keinen „Zehnt“ geben müssen.

Ein Artikel von Thomas R. Schreiner:

Hinweis des Herausgebers: Dieser Artikel ist eine Hälfte der Serie „TGC Asks“ zur Frage: Müssen Christen heute den Zehnt geben?  Die Verteidigung des Zehnt stellt William Barcley im Artikel : The Bible Commands Christians to Tithe, dar. Bei der Begriffswahl „ZEHNT“ orientiere ich mich am Vorschlag von Wikipedia.

Viele denken, dass gläubige Christen den Zehnten von ihrem Einkommen spenden sollten, so dass auch von einem „Zehntopfer“ (engl. „thithes and offerings“) gesprochen wird. Andere sind gleichermaßen davon überzeugt, dass dieser Brauch für Gläubige nicht notwendig ist.
Welche Sicht ist näher an Gottes Wort?
Sicherlich ist dies keine Frage, an der christliche Gemeinschaft zusammenbrechen sollte. Die Liebe ist viel wichtiger als unsere Meinung über den Zehnt(1. Kor. 13). Dennoch würde ich behaupten, dass die Gläubigen an Jesus Christus  nicht ermutigt oder gar dazu aufgefordert werden, den Zehnt zu geben. Jedoch sollte ich meinen Standpunkt erläutern.

Der „Zehnt“ im Alten Testament

Was sagt das Alte Testament darüber? Abraham gab den Zehnten seiner Kriegsbeute an Melchisedek (1. Mo. 14,20) und der Hebräerbrief erwähnt diese Begebenheit um die Überlegenheit des Priesteramtes Melchisedeks über das Levis zu beweisen (Heb. 7,4-10). Gott traf Jakob in Bethel und versprach ihm die Bundessegnungen, der Patriarch versprach Gott den Zehnten von allem was er bekommen sollte (1. Mo. 28,22).
Der Zehnt von Israels Saaternte, der Früchte und der Herde wurde dem Herrn gegeben ( 3. Mo. 27,30-32; 5. Mo. 14,22-24, auch 2. Chr. 31,5-6 und Neh. 13,5.12). Die Menschen gaben einen Zehnten den Leviten um sie zu unterstützen (4. Mo. 18,21-24, auch Neh. 10,38 und 12,44). Und die Leviten wiederum mussten einen Zehnten Teil an die Priester abgeben (4. Mo. 18,25-28). Jene, die nicht den Zehnt gaben, unterlagen einem Fluch, während den Gehorsamen ein Segen zugesagt wurde (Mal. 3,8-10)

Obwohl wir annehmen könnten, dass Israel insgesamt 10% abgab, ist es in der Tat schwierig die genaue Menge der Abgaben zu ermitteln. Wir können nicht auf Details in einem solch kurzen Artikel eingehen, doch einige denken, dass die Israeliten 14 mal in sieben Jahren verzehnten, andere glauben, dass dies 12 mal geschah. Unabhängig davon, wird schnell deutlich, dass ein Zusammenzählen der Abgaben zehn Prozent deutlich übersteigt. Tatsächlich war die Zahl offensichtlich bei etwa 20% pro Jahr.

Warum der Zehnt heute nicht mehr gefordert ist

Es gibt sieben ausschlaggebende Gründe, warum der Zehnt heute nicht mehr von den Christen gefordert wird:

1. Die Gläubigen sind nicht mehr unter dem mosaischen Bund (Röm. 6,14-15; 7.5-6; Gal. 3,15-4,7; 2. Kor. 3,4-18).

Die im mosaischen Bund festgelegten Gebote sind für den Gläubigen nicht mehr in Kraft. Manche wenden hier eine Teilung zwischen bürgerlichen, zeremoniellen und moralischen Gesetzen an, um den Zehnt zu verteidigen. Ich würde jedoch einwenden, dass diese Unterteilung nicht die grundlegende Argumentation von Paulus um  das Gesetzt für uns heute anzuwenden. Und selbst wenn wir diese Unterteilung annähmen, so wird deutlich, dass der Zehnt nicht Teil des moralischen Gesetzes ist. Es ist zwar wahr, dass die moralischen Normen des Alten Testament auch heute in Kraft sind und wir nehmen sie vom Gesetz Christi im Neuen Testament wahr, doch der Zehnt ist nicht unter diesen Geboten.

2. Das Verhalten von Abraham und Jakob stellt kein normatives Muster dar.

Manche denken, dass der Zehnt gefordert ist, weil sowohl Abraham wie Jakob ihr Einkommen verzehnten, und beide vor dem mosaischen Bund lebten. Doch solche Beispiele beweisen kaum, dass damit der Zehnt für alle Zeit festgelegt wurde. Abrahams Geschenk an Mechisedek war ein einmaliges Ereignis. Es gibt keine Beweise dafür, dass er Gott regelmäßig den zehnten Teil abgab.

3. Der Zehnt wurde den Priestern und Leviten gegeben, doch im neuen Bund gibt es keine Priester und Leviten.

Leviten und Priester sind  mit dem Opfersystem des alten Bundes verknüpft. Nun sind alle gläubigen Priester (1. Pet. 2,9; Offb. 1,6; 5,10; 20.6), mit Jesus unserem melchisedekischen Hohepriester (Heb. 7).

4. Der Zehnt ist mit dem Land verknüpft, das Israel unter dem alten Bund geerbt hat.

Israel sollte alle drei Jahre in Jerusalem zu einer „Zehntfeier“ zusammenkommen. Doch dies kann heute nicht für Christen angewandt werden. Dieser Brauch bezog sich auf die Juden als eine Nation – Juden, die im Land der Verheißung lebten. Mit dem Kommen Christi, ist die jüdische Nation nicht mehr der Locus des Volkes Gottes, obwohl einzelne Juden durch den Glauben an Jesus Teil der Gemeinde sind.

Das irdische Jerusalem ist nicht mehr zentral für Gottes Zweck (Gal. 4,25). Die Gläubigen sind Teil des himmlischen Jerusalems (Gal. 4,26) und erwarten die Stadt, die kommen soll (Heb. 11,10), und einen neuen Himmel und eine neue Erde (Offb. 21,1-22.5). Abraham ist nicht Erbe von Israel sondern der ganzen Welt (Röm. 4,13)

5. Wenn der zehnt heute verpflichtend ist, wie viel muss man dann geben?

Wie bereits oben ausgeführt, lag der Anteil der Abgaben bei deutlich mehr als zehn Prozent, eher bei zwanzig Prozent. Die, die am Zehnt bestehen, sollten diesen wahrscheinlich bei zwanzig Prozent ansetzen.

6. Als Jesus den Zehnt bestätigte, war es vor der Morgendämmerung des neuen Bundes.

Manche verteidigen den Zehnt, indem sie ausführen, dass Jesus diesen bestätigte, obwohl er sagte, dass er weniger wichtig sei als andere Dinge (Matth. 23,23; Luk. 11,42). Dieses Argument wirkt starkt ist aber nicht überzeugend. Jesus erwähnte auch die Opfer im Tempel (Matth. 5,23-24), doch Christen denken nicht – selbst wenn der Tempel wieder aufgebaut würde-, dass wir das tun sollten. Die Worte unseres Herrn werden verständlicher, wenn wir über seinen Platz in der Heilsgeschichte nachdenken.

Jesus sprach über die Opfer und den Zent vor dem Kreuz und der Auferstehung, vor der Morgendämmerung des neuen Bundes. Er verwendete den Zehnt und die Opfer als Illustrationen, als er sich an seine Zeitgenossen richtete. Er hielt das Gesetz, denn er war „unter dem Gesetz geboren“ (Gal. 4,4). Wir aber sehen seine Worte über den Zehnt genauso wenig als Gebot an, wie seine Rede über die Opfer.

7. Nirgendwo wird der Zehnt erwähnt, wenn das Neue Testament zum großzügigen Geben aufruft.

Wenn Christen gelehrt werden, den Armen zu geben, heißt es nie, sie sollen den „Armen den Zehnt geben“. Stattdessen werden sie zur Großzügiger Hilfe gegenüber Hilfsbedürftigen aufgerufen (Apg. 2,43-47; 4,32-37; 11,27-30; Gal. 2,10; 1. Kor. 16,1-4; 2 Kor. 8,1-9,15). Auch 1. Kor, 16-14 – Eine Stelle die oft zur Verteidigung des Zehnt zitiert wird – erwähnt diesen nicht. Es bezieht sich auf eine einmalige Gabe an die armen Heiligen in Jerusalem.

Gebe Großzügig

Auch wenn der Zehnt heute nicht gefordert wird, heißt das nicht, dass die Gläubigen ihre Besitztümer horten sollen.

Wir werden aufgefordert die zu unterstützen, die das Evangelium predigen (Matt. 10,10; Luk 10,7; 1 Kor. 9,6-14, 1. Tim. 5,17-18). Und während wir die guten Gaben genießen sollen, die Gott uns gibt, werden wir auch aufgerufen den Hilfsbedürftigen großzügig zu helfen (1. Tim. 6,17-19; 2. Kor. 8-9). Reichtum kann schnell zum Götzen werden, der uns vom Herrn wegführt. Weil Gott unser Schatz sein sollte, sollen Gläubige großzügig und frei geben. Für viele im Westen bedeutet das, mehr als zehn Prozent zu geben.

Dennoch gebietet die Schrift nicht, dass Christen den Zehnt geben sollen – Und die Schrift – nicht die Tradition –  ist unsere Regel und Autorität


thomas-r-schreiner

Dieser Artikel erschien zuerst am 28. März 2017 auf The Gospel Coalition.  Autor ist Thomas R. Schreiner. Er ist James Buchanan Harrioson Professor für Neues Testament und biblische Theologie, sowie Dekan für Bibelkunde und Hermeneutik am Southern Baptist Theological Seminary in Louisville, Kentucky. Folge ihm auf Twitter.

thegospelcoalition

Übersetzung mit freundlicher Genehmigung des Autors und The Gospel Coalition.
https://glaubend.com/2019/05/07/sieben-gruende-warum-christen-keinen-zehnt-geben-muessen/

Judas Iskariot – Teil 6: Warum wollte der Teufel, dass Judas Jesus verrät?

Warum wollte der Teufel, dass Judas Jesus verrät? Warum trieb Satan Judas Iskariot zum Verrat? Hatte der Teufel nicht versucht Jesus vom Leiden und Sterben abzuhalten?

1. Der Teufel wollte Jesus Leiden und Sterben verhindern

Beim Lesen der Evangelien sieht es zunächst danach aus, dass es die Absicht des Teufels war, Jesus von seinem Weg zum Kreuz abzubringen:

Von Geburt an, wird er verfolgt – er sollte getötet werden. Bei der Versuchung in der Wüste (Matthäus 4,1-11) will der Teufel Jesus vom Weg des Leidens abbringen. Jesus soll seine Macht missbrauchen oder durch Teufelsanbetung diese Welt erhalten.

Hinter all diesen Versuchungen steht der Gedanke: „Geh nicht den Weg des Leidens und der Opfer und des Todes. Nutze deine Macht, dem Leid zu entkommen. Wenn du der Sohn Gottes bist, zeige deinen Herrschaftsanspruch. Und ich kann dir helfen, das zu erlangen. Was immer du tust, gehe nicht ans Kreuz.“

Quelle: Judas Iskariot, der Selbstmord des Teufels und die Erlösung der Welt

Das Volk will ihn mehrfach zum „Brotkönig“ machen, aber Jesus lässt es nicht zu. Auch in Matthäus 16,21-23 wird deutlich, dass es im Sinne des Teufels ist, dass Jesus nicht leidet und stirbt. Jesus kündigt an, dass er durch die Ältesten und die Hohenpriester viel erleiden würde und getötet werde. Als Petrus sich gegen diesen Weg wendet, rügt Jesus ihn:

»Geh weg von mir, Satan! Du willst mich zu Fall bringen. Was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich!«

Matthäus 16,23

Jesus zu hindern ans Kreuz zu gehen, war das Werk Satans. Satan wollte nicht, dass Jesus gekreuzigt wird. Es wäre sein Verhängnis.

2. Die Veränderung der Strategie des Teufels

Doch in Lukas 22,1-4 lesen wir plötzlich:

Es war aber nahe das Fest der Ungesäuerten Brote, das Passa heißt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie ihn töten könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volk. Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten darüber, wie er ihn an sie verraten könnte.

Aus dem Text stellt sich die Frage: Warum wollte der Teufel, dass Judas Jesus verrät? Judas Motive und warum Judas Verrat für die Verhaftung notwendig war, haben wir bereits betrachtet. Aber warum trieb der Teufel Judas Iskariot zum Verrat?

Warum die Kehrtwendung? Warum versucht Satan ihn vorher vom Kreuz abzuhalten und ergreift dann die Initiative, um ihn an eben jenes Kreuz zu bringen?

Satan sah, dass seine Anstrengungen Jesus vom Kreuz abzuhalten fehlschlugen. Jedes Mal behielt Jesus den Kurs. Jesus war fest entschlossen zu sterben (Lk 9,51,53), und Satan zog daraus den Schluss, dass er ihn nicht stoppen konnte. Daher beschloss er: Wenn er ihn schon nicht aufhalten konnte, würde er es zumindest so unangenehm und schmerzhaft und so herzzerreißend wie möglich gestalten. Wenn schon Tod, dann Tod durch Verrat. Tod durch Verlassen. Tod durch Verleugnung (Lk 22,31-34). Tod durch Folter. Wenn er es nicht aufhalten konnte, würde er doch andere hineinziehen und soviel Schaden wie möglich anrichten. Es war eine spektakuläre Abfolge von Sünden, die Jesus ans Kreuz brachten.“

Quelle: Judas Iskariot, der Selbstmord des Teufels und die Erlösung der Welt

3. Welche Taktik verfolgt der Teufel in deinem Leben?

Der Teufel kann sowohl durch Erfolg, Reichtum und Wohlstand, als auch durch Leiden, Rückschläge und Verfolgung zu seinem Ziel kommen. Wenn es den Menschen gut geht, dann können sie Gott leicht vergessen und falsche Wege einschlagen. Genauso können auch die Leiden und Nöte Gründe für die Menschen sein, sich von Gott abzuwenden, um „einfachere“ oder „falsche“ Wege zu gehen.

Um zweierlei bitte ich dich; schenke es mir, solange ich am Leben bin: Falschheit und Lügenwort halte mir fern! Armut und Reichtum gib mir bitte nicht! Lass mich das Brot, das ich brauche, genießen, damit ich nicht satt dich verleugne und sage: „Wer ist denn Jahwe?“ und auch nicht verarmt anfange zu stehlen und mich vergreife am Namen Jahwes.

Sprüche 30,7-9 (NEÜ)

Dem Teufel ist es gleich, warum Menschen sich von Gott abwenden und Jesus nicht (mehr) vertrauen.

Spannend wird es, wenn wir uns fragen, wie der Teufel uns momentan versucht, uns von unserer hingegebenen Liebe zu Jesus abzubringen. Oder hat er schon geschafft? Frage dich selbst: Welche Prüfung erlebst du zur Zeit? Ist dein Leben gerade gesegnet und schön oder sehr herausfordernd und schwierig? Halte dir Jesus vor Augen! Richte deine Liebe auf ihn aus und setz deine Hoffnung allein auf ihn!
Von Viktor Janke Veröffentlicht 3. Mai 2019 Aktualisiert 1. Mai 2019
https://viktorjanke.de/warum-wollte-der-teufel-dass-judas-jesus-verraet/

Tiere töten nie aus Spaß!?

Einigen Meinungsführern liegt besonders daran, den Menschen und seine Zivilisation schlechtzureden, um stattdessen die Natur zu idealisieren. Dieser Megatrend beeinflusst zwischenzeitlich alles, von der Erziehung bis zur Ernährung.
Wer für die prinzipielle Überlegenheit natürlicher Ernährung plädiert sollte dabei aber nicht vergessen, dass selbst seine als „natürlich“ angepriesenen Kulturpflanzen schon durch einen jahrhundertelagen von Menschen vorangetriebenen Züchtungsprozess geformt wurden. Darüber hinaus kann man sich bekanntlich auch mit rein natürlichen Produkten äußerst schnell vergiften oder grundfalsch ernähren. Die Natur enthält eben nicht nur Gesundes, sondern ebenso auch absolut Tödliches.
Die dem Menschen moralisch überlegene Natur wird gelegentlich auch mit dem Hinweis auf das vorgeblich hemmungslose Töten des Menschen veranschaulicht. Tiere dagegen seien deutlich friedlicher und würden ihre Artgenossen generell verschonen, ist dann zu hören. In der Realität entpuppt sich diese These schnell als Illusion. Viele Hauskatzen lieben es beispielsweise Mäuse und kleine Vögel zu quälen und zu töten; auch wenn sie keinerlei Absicht haben diese hinterher zu verspeisen. Ganz ähnlich wie die Tiere töten die Menschen Artgenossen nur äußerst selten vollkommen grundlos. Beide morden zumeist weil sie sich bedroht fühlen, unter Einfluss von Stress, aus Konkurrenz oder Revierschutz.
Ein weiteres, sorgsam gepflegtes Vorurteil lautet: Wenn die Welt durch Kinder regiert würde, wäre alles friedlich und schön. Fast könnte man vermuten, eine solch idealistische Aussage müsse von vor allem von kinderlosen Akademikern kommen. Wer einige Zeit im Kindergarten oder der Schule gearbeitet hat, merkt schnell, dass Kinder lieb und mitfühlend sein können aber auch rücksichtslos und grausam. Natürlich spielen dabei die Umwelt und die Erziehung immer eine gewisse Rolle. Andererseits ist die Tendenz zum Bösen immer schon in jedem Kind angelegt.
Christen idealisieren die Natur nicht, weil sie wissen, dass sich die ganze Welt nicht mehr in dem von Gott kreierten Idealzustand befindet, sondern von einer systematischen Gottlosigkeit und Destruktion betroffen ist. Dazu zählen auch die zerstörerischen und gewalttätigen Aspekte der Natur. Allein der Mensch aber ist von Gott in die Lage versetzt worden, zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können und sich dann für die gute Ordnung Gottes zu entscheiden.
Paulus: „Ich bin nämlich überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: 21 Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.“ (Römer 8, 18-22) Michael Kotsch FB