Der Scopes-Prozess

1926 fand der berühmte Scopes-Prozess in Tennessee gegen John T. Scopes statt, weil er Evolution unterrichtet hatte. Doch nur wenige erinnern sich daran, dass sein verwendetes Lehrbuch (Civic Biology von George Hunter) nicht nur Evolution lehrte, sondern sich auch dafür aussprach, solche Schichten von Menschen zu sterilisieren oder gar zu töten, die den Genpool schwächen würden, indem sie „Krankheit, Unmoral und Verbrechen über das ganze Land ausbreiten“.14 Das war üblich für damalige Lehrbücher.
Keller, Timothy. Glauben wozu?: Religion im Zeitalter der Skepsis (German Edition) . Brunnen Verlag Gießen. Kindle-Version.

Göttlicher Segen führt nicht unbedingt zu einem sorgenfreieren Leben

Jakob lernt, dass der . Von einigen seiner Söhne, aus denen die Stämme Israels hervorgehen, wird er schwer enttäuscht. Als Jakob im Herbst seines Lebens zur Audienz beim ägyptischen Pharao eingeladen wird, referiert er keine Litanei göttlicher Segnungen, die er empfangen hat. Nüchtern und demütig sagt er: «Kurz und schlimm war mein Leben. » Jedenfalls kein Rosengarten und kein Ponyhof. Markus Spieker (Jesus. Eine Weltgeschichte.) 

Der Anspruch auf die Wahrheit ist selbst schon politisch unkorrekt

Der Anspruch auf die Wahrheit ist selbst schon politisch unkorrekt, weil man ihm unterstellt, die Gleichberechtigung des anderen nicht anzuerkennen. Damit wird aber auch die Toleranz bedeutungslos, denn sie muss einen Grund haben, der nur in der Achtung der Würde des anderen bestehen kann. Dazu gehört, ihm die Wahrheitsfähigkeit zuzusprechen. Nichteinmischung im Meinungsstreit ist keine Toleranz – Gleichgültigkeit vor der Meinung des anderen bedeutet, ihn nicht ernst zu nehmen. Robert Spaemann  
Quelle: In einem Interview des Hamburger Magazins „Spiegel“

Amen

“Amen” is a Hebrew word meaning “yes” or “agreed”. When we pray with others we say “Amen” when we agree with a prayer and don’t say “Amen” if we disagree or are not sure. When we pray alone “Amen” is like a signature at the end of a letter. When others pray or make statements, saying “Amen” is like signing their letter. Saying “Amen” should not be automatic or thoughtless. Amen does not mean “uh-huh” or “whatever”. It means “yes”. We are responsible before God to listen carefully to what people say or pray and agree or not agree.
Amen, Amen′′
Amen ′′ ist ein hebräisches Wort, das ′′ ja ′′ oder ′′ einverstanden ′′ bedeutet. Wenn wir mit anderen beten, sagen wir ′′ Amen „. wenn wir mit einem Gebet einverstanden sind und nicht ′′ Amen ′′ sagen, wenn wir anderer Meinung sind oder nicht sicher sind. Wenn wir alleine beten ′′ Amen ′′ ist wie eine Unterschrift am Ende eines Briefes. Wenn andere beten oder Aussagen machen, ′′ Amen ′′ zu sagen, ist es wie ihren Brief zu unterschreiben. ′′ Amen ′′ zu sagen, sollte nicht automatisch oder gedankenlos sein. Amen bedeutet nicht ′′ uh-huh ′′ oder ′′ was auch immer „. Es bedeutet ′′ ja „. Wir sind vor Gott verantwortlich, sorgfältig darauf zu hören, was die Leute sagen oder beten und einverstanden sind oder nicht einverstanden sind.
Ellis H.Potter

Die Königin des Feminismus

Die Königin des Feminismus

Ein alter Beitrag aus dem Jahr 1999, geschrieben für das litauische Journal „Prizmė“.
Eine Vorkämpferin der modernen Frauenbewegung, des Feminismus, war sie nicht. Die Frauenfrage war nicht ihr Hauptthema. Aber seid ihrer Jugend haßte Simone de Beauvoir die bürgerlich-patriarchalische Gesellschaft und lebte jahrzehntelang in einer ‘modernen’ offenen Beziehung, die beispielgebend für viele Feministinnen wurde. Zur Königin des Feminismus machte sie schließlich ihr gewaltiges Werk Das andere Geschlecht aus dem Jahr 1949 [dt; Orig: Le deuxième Sexe; wörtlich: Das zweite Geschlecht] – bis heute wohl die umfangreichste und intelligenteste Total-Analyse der Situation der Frau.
Simone de Beauvoir wurde 1908 in Paris als Tochter eines Juristen geboren. Von ihrer Mutter wurden sie und ihre jüngere Schwester streng katholisch erzogen und auf eine konfessionelle Schule geschickt, doch Simone trat eher in die Fußtapfen des agnostischen Vaters. Schon als Heranwachsende lehnte sie bald jeden Gottesglauben ab – und behielt diese Auffassung bis zum Lebensende: „Es war mir leichter, eine Welt ohne Schöpfer zu denken, als einen Schöpfer, der mit allen Widersprüchen der Welt beladen war.“ (Christiane Zehl Romero, Simone de Beauvoir, 1998, S. 18) Mit dem Gottesglauben verwarf sie auch praktisch alle anderen bürgerlichen Werte. Was blieb war ihr beeindruckender Fleiß, ein einfaches, strenges Leben und – nicht zuletzt – ihre Sucht (so muß man es wohl schon nennen) nach Literatur.
Aus den gesellschaftlichen Zwängen brach man damals noch nicht so leicht aus – die Eltern de Beauvoir bestimmten die Studienfächer der Tochter: erst Philologie, dann Philosophie, was natürlich die Interessen Simones genau traf. Mit dem Studium gelang dann endlich der Ausbruch aus der Welt der Mutter. Allerdings gründete die junge Intellektuelle keinen eigenen Haushalt, im Gegenteil. Sie lehnte sich nicht nur gegen den Glauben der Mutter, sondern gegen deren ganze Daseinsform auf. In ihrer Autobiographie schreibt de Beauvoir: „Eines Tages half ich Mama beim Geschirrspülen; sie wusch die Teller, ich trocknete ab; durchs Fenster sah ich die Feuerwehrkaserne und andere Küchen, in denen Frauen Kochtöpfe scheuerten oder Gemüse putzten. Jeden Tag Mittagessen, Abendessen, jeden Tag schmutziges Geschirr! Unaufhörlich neu begonnene Stunden, die zu gar nichts führen – würde das auch mein Leben sein?… Nein, sagte ich mir, während ich einen Tellerstapel in den Wandschrank schob, mein eigenes Leben wird zu etwas führen.“ (Zehl Romero, S. 22)
Nur nicht in das Mühlrad der Hausfrau gelangen, so lautete de Beauvoirs Devise – ihr Leben lang. Im „anderen Geschlecht“ spiegelt sich dieser Haß auf die Hausarbeit gleich mehrfach wider: „Nur wenige Tätigkeiten haben so sehr den Charakter einer Sisyphusarbeit wie die der Hausfrau. Tag für Tag wird Geschirr gespült, Staub gewischt, Wäsche geflickt, um die Dinge am nächsten Tag wieder schmutzig, staubig und zerrissen vorzufinden. Die Hausfrau verschleißt ihre Kräfte, indem sie auf der Stelle tritt. Sie macht nichts: sie verewigt lediglich die Gegenwart. Sie hat nicht den Eindruck, etwas Gutes zu erobern, sondern endlos gegen das Böse anzukämpfen… Waschen, bügeln, fegen, Wollmäuse unter den Schränken aufstöbern heißt den Tod aufhalten, das Leben jedoch verweigern… Die Frau ist nicht berufen, eine bessere Welt zu errichten… Es ist ein trauriges Los, immerfort einen Feind aus dem Feld schlagen zu müssen, statt positive Ziele zu verfolgen.“ (Das andere Geschlecht, S. 555–557)
Schon als Heranwachsende stand für de Beauvoir fest, daß sie ein anderes Leben führen wollte: „Kinder zu haben, die ihrerseits wieder Kinder bekämen, hieß nur das ewig alte Lied wiederholen; der Gelehrte, der Künstler, der Schriftsteller, der Denker schufen eine andere, leuchtende, frohe Welt, in der alles seine Daseinsberechtigung erhielt. In ihr wollte ich meine Tage verbringen; ich war fest entschlossen, mir darin einen Platz zu verschaffen.“ (Zehl Romero, S. 22) De Beauvoir blieb diese Vorsatz treu und kannte immer nur ein großes Ziel: eine berühmte Schriftstellerin werden. Sie entfloh dem Hausfrauendasein „zwischen animalischem Leben und freier Existenz“, um in der aristokratischen Welt der Intellektuellen der „Wahrheit, Schönheit und der Freiheit“ zu huldigen. Irgendwie schien es de Beauvoir nicht aufgefallen zu sein, daß auch sie sich die Arbeit der ach so niedrigen Frauen in den Wäschereien, Cafés, Restaurants und Hotels gern gefallen ließ (erst 1954 zog sie in eine eigene Wohnung, vorher lebten sie und Sartre in Hotels). Daß es im Haushalt so etwas wie Kreativität und Erfüllung als Mensch wenigstens geben kann, blieb natürlich meilenweits jenseits von de Beauvoirs ideologisch verengten Horizont.
Während des Studiums lernte de Beauvoir Jean-Paul Sartre kennen. Die junge Studentin erkannte in dem zwei Jahre Älteren sogleich ihren „Doppelgänger“ und vertraute ihm rückhaltlos. Beide spekulierten anfangs zwar durchaus einmal mit dem Gedanken an Heirat, einigten sich aber bald auf den Abschluß eines „Paktes“: Man wollte ‘zusammen’ leben und dann nach zwei Jahre neu über eine mögliche Fortsetzung der Beziehung entscheiden. Die totale Offenheit ließ sich natürlich nicht lange durchhalten – das Modell einer dauerhaften, aber offenen Lebengemeinschaft setzte sich schließlich durch. Besonders Sartre wollte nicht auf seine „Zufallslieben“ verzichten. Und de Beauvoir fürchtete die Selbstauflösung in einer Ehe.
Neben der Hausarbeit galt der Ehe de Beauvoirs lebenslanger Kampf. Sie lehnte sie nicht nur persönlich für sich ab, sondern verwarf die Institution als solche, was einige vielsagende Passagen aus dem „anderen Geschlecht“ illustrieren: „Man sagt – oft mit Recht –, daß die Ehe den Mann schrumpfen läßt. Aber fast immer vernichtet sie die Frau.“ (S. 605) „Nicht die Individuen sind verantwortlich für das Scheitern der Ehe. Die Institution selbst ist… zum Scheitern angelegt. Zu erklären, daß ein Mann und eine Frau… einander auf Lebenszeit in jeder Hinsicht genügen müssen, ist eine ungeheuerliche Anmaßung, die zwangsläufig Heuchelei, Lügen, Feindschaft und Unglück erzeugt.“ (S. 608) „Ökonomisch gesehen ist die Situation der Prostituierten mit der einer verheirateten Frau vergleichbar… Für die eine wie für die andere ist der Geschlechtsakt ein Dienst. Die zweite wird auf Lebenszeit von einem einzigen Mann engagiert, die erste hat mehrere Kunden, die sie nach Leistung bezahlen.“ (S. 701) Und über die Ehe am Lebensende: „Erst am Ende ihres Lebens… findet die alte Frau gewöhnlich zu einer heiteren Gelassenheit. Da ihr Mann meist älter ist als sie, wohnt sie seinem Niedergang mit stiller Genugtuung bei. Das ist ihre Rache. Wenn er als erster stirbt, erträgt sie diese Trauer wohlgemut.“ (S. 746)
In den 30er Jahren arbeitete de Beauvoir als Lehrerin, in den 40ern machte sie durch erste Veröffentlichung auf sich aufmerksam und wurde auch als Partnerin Sartres als des Kopfes des französischen Existentialismus bekannt. Ihr wichtigstes literarisches Werk wurden Die Mandarins von Paris (Les Mandarins) von 1954, wofür sie den Literaturpreis Prix de Goncourt erhielt. Fünf Jahre zuvor erschien ihr berühmtestes und bis heute bekannteste Buch, Das andere Geschlecht. Auf fast 1000 Seiten entfaltet de Beauvoir darin ein umfangreiches Panorama der Situation der Frau. Geradezu ehrfurchtgebietend ist die ungeheure Materialfülle – es scheint auch wirklich nichts zu geben, wovon die Schriftstellerin nicht Ahnung hätte: gekonnt variiert sie ihr biologisches, physiologisches, historisches, psychologisches, philosophisches und literarisches Wissen, wie einen riesigen unbekannten Kontinent durchfährt sie „die Frau“ (noch ganz unfeministisch gebraucht sie nie die 1. Person Plural „wir“!).
Philosophischer Ausgangspunkt des Werks ist der damals top-moderne Existentialismus ihres Partners Sartre. Er unterschied zwischen dem „An-sich-Sein“ und dem „Für-sich-Sein“. Ersteres ist das in der Gegenwart verhaftete, unbewußte Sein, letzteres meint das durch Bewußtsein bestimmte Sein des Menschen. Dieser ist ein Sein, das sich durch einen Entwurf auf die Zukunft hin überschreitet. Bei de Beauvoir heißt es in einem Essay, daß der Mensch ein „Entwurf des Ichs auf anderes hin, eine Transzendenz“ ist. Noch deutlicher sagt sie es in der Einleitung des „anderen Geschlechts“: „Unsere Perspektive ist die der existentialistischen Ethik. Jedes Subjekt setzt sich durch Entwürfe konkret als eine Transzendenz. Es verwirklicht seine Freiheit nur durch deren ständiges Überschreiten auf andere Freiheiten hin.“ (S. 25) Mit einfacheren Worten: Der Mensch ist nicht in erster Linie definiert durch seine Biologie, er ist das, wozu er sich in seiner Freiheit entwirft, er ist das – noch banaler ausgedrückt –, was er aus sich macht. In Bezug auf die Frau kommt de Beauvoir daher zur ihrer Hauptthese, daß man nicht als Frau zur Welt kommt, sondern zur Frau wird: „Nun sind die angeprangerten Verhaltensweisen der Frau nicht durch Hormone zudiktiert, und sie sind auch nicht in den Speichern ihres Gehirns enthalten: sie sind aufgrund ihrer Situation in ihr angelegt.“ (S. 747)
Der Gegenbegriff zur Transzendenz ist bei de Beauvoir die Immanenz. Die Frau „suhlt sich in der Immanenz“. Gemeint ist damit das Hängen am Gegenwärtig-Irdischen, die ‘unwirkliche’ Arbeit, und konkret wieder das Dasein in Haushalt und als Mutter. So heißt es ganz existentialistisch im „anderen Geschlecht“: „Die Wohnung, die Ernährung sind zwar nützlich für das Leben, verleihen ihm aber keinen Sinn. Die unmittelbaren Zwecke des Hausfrau sind nur Mittel, keine wirklichen Ziele, und in ihnen spiegeln sich nur anonyme Entwürfe.“ (S. 563) Und noch deutlicher: „Was die Frau im Haushalt tut, verlieht ihr also keine Autonomie. Ihre Arbeit ist der Gemeinschaft nicht unmittelbar nützlich, sie weist auf keine Zukunft hin, sie produziert nichts. Sie erhält ihren Sinn und ihre Würde nur, wenn sie in Existenzen eingeht, die sich in einer produktiven Arbeit oder Tätigkeit auf die Gesellschaft hin überschreiten.“ (S. 567)
De Beauvoir fordert daher die ökonomische Unabhängigkeit der Frau ohne die die bürgerlichen Freiheiten abstrakt bleiben, denn „solange der Mann die ökonomische Verantwortung für das Paar bewahrt, ist diese Gleichheit Illusion“ (S. 608), „allein die Arbeit kann ihr eine konkrete Freiheit garantieren.“ (S. 841) Den Sozialismus-Marxismus sah sie in diesem Kontext natürlich sehr positiv wegen der Vergesellschaftung der Erziehung und der quasi-Arbeitspflicht der Frauen: „Jeder Sozialismus begünstigt, indem er die Frau aus der Familie herauslöst, ihre [der Frau] Befreiung.“ (S. 155).
Dummerweise bleibt trotz allem Existentialismus die menschliche Biologie. Offensichtlich konnte sich de Beauvoir nie in irgendeiner Weise mit der Mutterschaft anfreunden (sie bekam auch selbst nie ein Kind, adoptierte nur als alte Frau eine erwachsene Tochter): „Der fundamentale Grund, der die Frau seit Urzeiten zur Hausarbeit verurteilt und ihr die Teilnahme an der Gestaltung der Welt verbietet, ist ihr Unterworfensein unter die Gebärfunktion.“ (S. 163) Die verdammte „Gebärfunktion“! Kein Wunder, daß sie für Zeugung, Schwangerschaft und Geburt auch nicht ein einziges positives Wort in ihrem dicken Buch findet und sich vielmehr so ausdrückt: „Eine aus ihrem Fleisch geborene und ihrem Fleisch doch fremde Geschwulst wird Tag für Tag in ihr heranwachsen. Sie ist eine Beute der Spezies, die ihr ihre geheimnisvollen Gesetze aufzwingt…“ (S. 632) Forderungen nach freier Abtreibung, künstlicher Befruchtung und staatlicher Erziehung überraschen da nicht mehr. Nach dem Motto: Leider brauchen wir die nächste Generation – aber bitte nicht zu meinen Lasten!
20 Jahre nach Erscheinen des Buches hatte der Existentialismus viel von seiner Bedeutung verloren, doch Simone de Beauvoir wurde mit der neuen Frauenbewegung erst zu einem Idol. In der ganzen Welt blickten die Frauen nun zu ihr auf. Denn diese Frau hatte es in den Augen der jungen Feministinnen geschafft: ein erfolgreiches, unabhängiges und unbürgerliches Leben in einer ‘funktionierenden’ offenen Beziehung. Und ihre Forderungen nach ökonomischer Unabhängigkeit und Geburtenkontrolle jeder Art fielen Ende der 60er Jahre auf fruchtbaren Boden. Nun erst stellte sich de Beauvoir ganz auf die Seite der Feministinnen und initiierte z.B. mit anderen die Aktion „Ich habe abgetrieben“ („J’ai aborteé“), in der sich prominente Frauen öffentlich zur einer (damals illegalen) Abtreibung bekannten.
Simone de Beauvoir starb sechs Jahre nach ihrem Lebensgefährten Sartre 1986. Ohne Zweifel gilt ihr als wohl intelligenteste Vertreterin der Frauenbewegung auch heute noch hoher Respekt. Ob ihr aristokratisches Leben als Vorbild für die normale Frau von heute gelten kann, ist sicher fraglich. An ihrer Grundthese (Frau ist man nicht, zur Frau wird man) läßt sich sicher auch wahres entdecken, doch die Wissenschaft hat die Schriftstellerin hier eindeutig widerlegt. Ablehnung von Ehe, Mutterschaft und Hausarbeit hat de Beauvoir den nachfolgenden Generation mit auf den Weg gegeben – genausowenig konstruktiv wie ihre einfach nicht vorhandene Selbstkritik. Erst letzteres hätte die so belesene und allwissende zu einer großen Denkerin gemacht. Tags: de Beauvoir, Ehe und Familie, Feminismus, Sartre
Holger Lahayne
http://lahayne.lt/2020/09/18/die-konigin-des-feminismus/

Muss man an die Jungfraugeburt glauben, um Christ zu sein?

′′ Muss man an die Jungfraugeburt glauben, um Christ zu sein? Das ist keine schwierige Frage zu beantworten. Es ist denkbar, dass jemand zu Christus kommt und Christus als Erlöser vertraut, ohne zu erfahren, dass die Bibel lehrt, dass Jesus aus einer Jungfrau geboren wurde. Ein neuer Gläubiger ist sich noch nicht der vollen Struktur der christlichen Wahrheit bewusst. Die eigentliche Frage ist: Kann ein Christ, der sich der Bibel bewusst ist, die Jungfraugeburt ablehnen? Die Antwort muss nein sein.“Albert Mohler (FB)

Die Natur als Schattengötze

Ja, heute trägt die Erde viele wüste Geister, die sich nicht scheuen, den ganzen Samen der Gottheit, der in die menschliche Natur gestreut worden ist, zur Vertilgung des Namens Gottes zu benutzen. […] Durch große Lob­preisungen der Natur unterdrücken sie dann, soviel sie vermögen, den Namen Gottes. […] Es ist nichts anderes, als daß man sich einen Schattengötzen macht, um nur ja den wahren Gott, den wir fürchten und dem wir dienen sollen, möglichst gründlich loszuwerden. Johannes Calvin (Institutio, I,5,4–I,5,5)

Fünf Minuten nach dem Tod

Wo befindet sich der Mensch, fünf Minuten nachdem das Herz aufgehört hat zu schlagen? Hiob sagt: „Ein Mann stirb und liegt da; ein Mensch verscheidet, und wo ist er dann?“ (14,10) Wo immer er ist, er wird dort für immer und ewig sein. Haben Sie darüber schon einmal gründlich nachgedacht? Sie sollten es tun, denn auch wir sind sterblich. Der Tod trifft jeden Menschen. Am Tag des Todes ist der Mensch machtlos. Gegen den Tod gibt es keine Schutzmaßnahme.Die ganze Bibel weist auf die Ungewissheit unserer Tage hin. Sie betont, dass das Leben zerbrechlich ist und dass der Tod oft unerwartet und ohne Vorwarnung kommt. Es sterben Kinder, die noch zu klein zum Laufen sind, und auch alte Menschen, die zu schwach zum Laufen sind. Es liegt nicht in unserer Macht, Zeit und Ort des Todes zu bestimmen.Eugene Christian schrieb ein Buch mit dem Titel „Wie man leben muss, um hundert Jahre alt zu werden“ – er selbst starb mit 69 Jahren. Tagtäglich fahren Hunderte von Menschen in ihren Autos weg und kehren nie wieder nach Hause zurück. Lesen Sie die Zeitung und Sie werden sehen, wie plötzlich und unerwartet Menschen in die Ewigkeit eintreten.Der Prophet Amos mahnt: „… mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen …“ (4,12) Ohne Christus zu sterben ist das Schlimmste, was einem Menschen widerfahren kann! „Ein Mann stirbt“, sagt Hiob, und fragt weiter: „und wo ist er dann?“ In diesem Punkt wirft die Bibel viel Licht auf den Tod. Der Körper kehrt zur Erde zurück und der Geist geht zu Gott, der ihn gegeben hat. Die Seele überlebt den Tod und ist in den Händen Gottes zum Gericht.Die meisten Menschen fürchten sich vor dem Tod. Und es ist auch ganz folgerichtig, dass sie dies tun. Im Augenblick des Todes sterben auch ihre Hoffnungen. Es gibt für einen Sünder, der in seinen Sünden stirbt, keinen Weg mehr, um in den Himmel zu kommen. Jesus selbst hat dies deutlich gesagt: „… wenn ihr nicht glauben werdet, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“ (Johannes 8,24)Wahre Umkehr zu Jesus Christus schenkt uns eine lebendige Hoffnung. Alle Zeiten hindurch haben Christen bezeugt, dass dies stimmt. Der Missionar Adoniram Judson sagte kurz vor seinem Ende: „Ich scheide mit der Freude eines Jungen, der von der Schule nach Hause rennt.“Wenn ein Mensch gestorben ist, wo ist er dann? Dies hängt davon ab, ob er in Christus stirbt oder in seinen Sünden. Menschen sind entweder gerettet oder verloren. Sie enden entweder im Himmel oder in der Hölle. Jesus sagt: „Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.“ (Markus 16,16)Gott hat einen Weg für verlorene Menschen bereitet, aber die Sache muss vor dem Tod geklärt werden. Das ewige Leben hier zu gewinnen, bedeutet, es für immer zu gewinnen. Es gibt keine Chance jenseits des Grabes. Mit der Sünde müssen wir uns jetzt auseinandersetzen. Der einzige Weg, um richtig zu sterben, ist, richtig zu leben. Ein Mensch hat wahres Leben, wenn er Christus, der das Leben ist, kennt und sein Vertrauen auf ihn setzt. Wo werden Sie sich befinden, fünf Minuten nachdem Ihr Herz aufgehört hat zu schlagen?(Quelle: Herold seines Kommens)
https://www.herold-mission.com/de/die-frage-aller-fragen.html

What is Love?

Love is not an emotion, attachment or appetite. Love is not centered on the self but on the other. The center of Jesus is not Jesus but the Father and the Holy Spirit. The center of the Father and the Holy spirit is the other two Persons of God. Each Person of God empties himself into the other two to supply and sustain them. This means that each Person is emptied once and filled twice so there is a constant increase. Love is a series of responsible choices and actions by which we encourage and enable the loved one to be who God made them to be.Was ist Liebe?
Liebe ist keine Emotion, Verbindung oder Appetit. Liebe konzentriert sich nicht auf das Selbst, sondern auf das andere. Das Zentrum Jesu ist nicht Jesus, sondern der Vater und der Heilige Geist. Der Mittelpunkt des Vaters und des Heiligen Geistes sind die anderen beiden Personen Gottes. Jede Person Gottes entleert sich in die anderen beiden, um sie zu versorgen und zu erhalten. Das bedeutet, dass jede Person einmal entleert und zweimal gefüllt wird, so dass es einen konstanten Anstieg gibt. Liebe ist eine Reihe verantwortungsbewusster Entscheidungen und Handlungen, mit denen wir den geliebten Menschen ermutigen und es ermöglichen, zu sein, der Gott sie gemacht hat. Ellis H.Potter

Öffentliche Religion als Religionsfreiheit

Religion findet in der Öffentlichkeit statt, das religiöse Denken der Menschen beeinflusst ihr öffentliches Handeln, und erhebliche Teile der Strukturen unserer Gesellschaft und Kultur gehen auf religiöse Überzeugungen und Grundlagen zurück. Unter all den Menschenrechten, die es so gibt, gehört das Recht der Religionsfreiheit zu denen, die am schwierigsten zu konkretisieren und in konkrete Gesetze und Kompromisse zu giessen ist. Warum?
Weil man Religion nicht auf einen bestimmten Bereich eingrenzen kann, sondern sie über die ihr anhängenden Menschen in alle Bereiche des öffentlichen Lebens wie Familie und Sexualität, Medien, Schule oder Kunst hineinreicht. Schon die Frage, was Religion eigentlich ist, beantwortet jede Religion und Kultur anders, wofür im Leben sie zuständig ist, erst recht.
Aus: Friedemann Burkhardt. Thomas Schirrmacher (Hg.) Glaube nur im Kämmerlein? VKW: Bonn 2009.