Die neue Seichtheit des Glaubens

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Nachfolgend ein Gastbeitrag von Hans-Christian Beese über neue „light“-Varianten des Glaubens:

Ich lese seit einiger Zeit emergente Blogs und kann sagen: Man muss ganz schön umdenken! Aber es lohnt sich, erhält man doch von (fast) allen Eckpunkten des christlichen Glaubens eine attraktive, bekömmliche „light“-Variante:

  1. (Schöpfung) – light: nicht punktuell und vollkommen, sondern unvollkommen und evolutionär.
  2. (Sündenfall) – light: keine ethische Rebellion sondern natürliche Schwäche aufgrund unserer Endlichkeit und (unvollkommenen) Geschöpflichkeit. Dem entsprechend:
  3. (Erlösung) – light: Unsere Erlösung und Vergebung hat Gott bei weitem nicht so viel gekostet, wie wir es gewohnt waren zu denken: Es gab kein stellvertretendes Sühneopfer, weil keines nötig war. Und schließlich:
  4. (Gott selbst) – light: nicht der all-mächtige, souveräne, alles bestimmende, Sünde hassende, auch zornige Gott, der Blutopfer benötigt, um versöhnt zu werden (falsche Konzepte vergangener Generationen), sondern einer, der eigentlich hauptsächlich dafür da ist, uns Gutes zu tun, uns bedingungslos zu vergeben und alle zu erlösen.
  5. (Wort Gottes) – light: Nicht der festgeschriebene, für alle Zeiten verbindliche „Buchstabe“, sondern das Wort Gottes zwischen den Zeilen, das sich im Hörer ereignet, denn der Buchstabe tötet und der Geist macht lebendig, zumal das geschriebene Wort durch vier (!) Fehlerquellen relativiert wird: Es wurde von den Autoren fehlerhaft empfangen, fehlerhaft notiert, wird von den Hörern/Lesern fehlerhaft verstanden und ist zudem in einen willkürlichen bzw. rein zufälligen Kanon zusammengewürfelt.

Und alle, die ihr Christenleben bisher als schmalen Weg mit enger Pforte verstanden hatten, dürfen ebenfalls aufatmen.

Ich schrieb in Klammern das Wort „fast“, weil es eine Ausnahme gibt: Vom Menschen gibt es ab sofort die „strong“-Variante: Er ist bei weitem nicht so ohnmächtig, tot und verloren, wie uns die Calvinisten weismachen wollten. Er kann, wenn er will, (auch ohne an Christus zu glauben) gerecht sein: Er muss nur einfach mal anfangen, gerecht zu handeln!

Wie gesagt, attraktiv – man muss „light“ nur mögen. Schmeckt ja schon irgendwie anders.

http://www.theoblog.de/die-neue-seichtheit-des-glaubens/20622/#comments

Irena Sendlerowa

Erinnerst du dich an diese Frau? Wir auch nicht.

Erinnerst du dich an diese Frau? Haben wir auch nicht.

Irena Sendlerowa

Gestorben: 12. Mai 2008 (im Alter von 98)
in Warschau, Polen

Während des zweiten Weltkrieges hatte Irena Sendler die Erlaubnis erhalten, das Warschauer Ghetto zu betreten, um den dort wütenden Typhus zu bekämpfen.

Irena nutzte eine große Tasche, den sie immer dabei hatte, um jüdische Säuglinge und Kleinkinder aus dem Ghetto zu schmuggeln.

Irena hatte einen Hund, den sie darauf trainiert hatte, zu bellen, wenn sich Deutsche Soldaten näherten. So konnte sie Kontrollen umgehen und die Geräusche der Kinder übertönen.

Im Laufe der Zeit rettete Irena Sendler auf diese Weise und mit Hilfe einer Gruppe von Frauen über 2500 Kindern das Leben. Irena führte eine Liste mit allen Namen aller Kinder, die Sie gerettet hatte. Diese Liste hatte sie in einem Marmeladenglas in einem Hinterhof vergraben.

1943 wurde sie von der Gestapo verhört. Auch nach schwerer Folter und der Verurteilung zum Tode gab Irena die Namen der Kinder und deren Familien nicht Preis. Ihre Freunde konnten einen Soldaten bestechen und so gelang ihr die Flucht.

In der Zeit nach dem Krieg bis zu ihrem Tod machte sie sich daran, die Eltern der Kinder ausfindig zu machen, deren Kinder sie gerettet hatte, um die Familien wieder zu vereinen. Die meisten von ihnen wurden jedoch vergast. Deren Kinder half sie ein neues Zuhause in Pflegefamilien zu finden oder adoptiert zu werden.

2007 war Irena für den Friedensnobelpreis nominiert.
Sie wurde nicht ausgewählt.
Ausgewählt wurde Al Gore für eine slide show über globale Erwärmung.

Erzähle diese Geschichte deinen Freunden und Freundinnen. Vielleicht erreicht das Beispiel von Irena Sendler jemanden, dem sie die Inspiration und Kraft gibt, für etwas aufzustehen und sich für andere einzusetzen.

www.irenasendler.org/

 

2.Petrus 1,15 Ich will mich aber bemühen, dass ihr dies allezeit auch nach meinem Hinscheiden im Gedächtnis behalten könnt.

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Und auch für sich selbst betont Petrus: „Ich will mich aber bemühen“ (spoudaso; vgl. V. 10, „bemüht euch“ und 2. Petr 3,14, „seid bemüht“). Der Begriff Hinscheiden (exodon), den der Apostel hier benutzt, ist zwar nicht das übliche Wort für „Tod“, läßt aber trotzdem keinen Zweifel. Auf dem Berg der Verklärung sprachen Jesus, Mose und Elia von Jesu „Ende“ (exodon, Lk 9,31). Das Wort „exodus“ (wörtlich „Auszug“, in diesem Fall aus dem Körper) steht im Gegensatz zum „Eingang“ (eisodos) des Gläubigen in das Reich Gottes (2. Petr 1,11).
Wie Paulus (Apg 20,24) war es auch Petrus nicht wichtig, dass sich seine Zuhörer an ihn oder seinen Tod erinnerten, sondern dass sie an die von ihm gelehrte Wahrheit dachten. Dass Petrus die Dringlichkeit, Güte, Treue und Kürze des Dienstes wirklich verstanden hatte, verdeutlicht sein Brief, besonders zusammengefasst in der Darlegung seines Vermächtnisses in diesem Abschnitt.

2.Petrus 1,14 denn ich weiß, dass ich meine Hütte bald verlassen muss, wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat.

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Petrus spricht in diesem Abschnitt von seinem bevorstehenden Tod. Er nennt seinen Körper eine Hütte, wie es auch Paulus tut 2. Kor. 5, 4.
Das Bild vom irdischen Leib als „Hütte“ passt zum Thema der Pilgerschaft, das eine wichtige Rolle im 1. Petrusbrief spielt (1. Petr 1,1.17; 1. Petr 2,11).
Das Wort „bald“ hat eine doppelte Bedeutung, und zwar im Sinne von „nahe bevorstehend“ bzw. von „schnell“.
Der „Herr“ hatte Petrus schon die Tatsache offenbart, dass er sterben würde, und auch die Art seines Todes (Joh 21,18.19). Viele Jahre waren seitdem vergangen. Der alternde Apostel wusste, dass, wenn alles normal liefe, sein Tod bald bevorstand. Dieses Wissen gab ihm neue Entschlossenheit, für das geistliche Wohlergehen des Volkes Gottes zu sorgen, ganz gleich, wie viel Zeit ihm noch blieb.
Das Wort „verlassen (des Zeltes oder Hütte )“ ist im Griechischen vieldeutig und umschreibt nicht nur den „Abbau des Zeltes“, sondern auch das „Einrenken“ eines verrenkten oder zerbrochenen Gliedes. In diesem Wort schwingt der Gedanke vom Christen als Glied am Leibe Jesu mit (Röm. 12,4f.; 1. Kor 12,12-27; Eph 5,30). Jesus aber überlässt seine Glieder nicht dem Tod (Röm 8,38f.). So bekommt der bevorstehende Tod für Petrus bei allem Schrecklichen auch etwas Tröstliches.

Tattoos im Alten Testament – sollten Christen sich tätowieren lassen?

Unter Christen gibt es gewisse Streitthemen, die daher rühren, dass die Bibel gewisse Dinge nicht so umfassend und klar behandelt, wie wir es uns oftmals wünschen würden.
In diese Kategorie würde ich auch die Frage eines Lesers einordnen:
Ist es für Christen in Ordnung, Tattoos zu haben?
In meiner Vergangenheit habe ich mir diese Frage oft selber gestellt und es gab Momente, wo ich kurz davor war einen Tätowierer aufzusuchen – als bibeltreuer Sohn eines Pastors wohlgemerkt. Mittlerweile bin ich froh, dass ich es nicht getan habe.
Tattoos im Alten Testament
Meine liebe Mutter hatte immer etwas Sorge um ihren Sohn, da sie von meinem Wunsch eines Tattoos wusste und zitierte mir deshalb bei gegebenen Anlässen folgende Stellen:
Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte [tätowierte] Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR. Levitikus 19,28
Sie [die Priester] sollen keine Glatze auf ihrem Kopf scheren, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen sie keine Einschnitte machen. Levitikus 21,5
Ihr seid Kinder für den HERRN, euren Gott. Ihr dürft euch nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen und euch nicht zwischen euren Augen kahl scheren. Denn ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinen Gott. Und dich hat der HERR erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Deuteronomium 14,1
Diese Stellen werden von vielen Christen herangezogen um aufzuzeigen, dass die Bibel gegen Tattoos ist.
Das Problem hierbei ist allerdings der Kontext. Denn die oben genannten Stellen machen deutlich, dass es sich bei diesen Einschnitten oder Ritzungen um religiöse Rituale handelte, etwa die Trauer um einen Toten. Solche heidnischen Bräuche sollten für das heilige Gottesvolk tabu sein.
Das die Nachbarvölker Israels solche Riten durchführten zeigt das Beispiel der Baals Propheten in 1.Könige 18,28:
Da riefen sie mit lauter Stimme und ritzten sich, wie es bei ihnen Brauch war, mit Messern und Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloss.
Ein weiteres Problem, um hier ein Tattoo Verbot für Christen zu sehen ist dieses, dass unsere moderne Praxis des Tätowierens sich erheblich von der Art der Einritzungen des Alten Testamentes unterscheidet. Diese alten Rituale dürften sehr wenig mit der Tätowierkunst von heute gemeinsam haben. Die Ansicht, dass Gott den Israeliten den Gang zum Tätowierer im modernen Sinne verboten habe, finde ich schwierig anhand der oben genannten Stellen zu begründen.
Wenn jemand sich heute ein Tattoo machen lässt, dann steckt der Gedanke des Schmucks, der Körperkunst und nicht eine religiöse Praxis des alten vorderen Orients dahinter.

Ist Gott tätowiert?
An einer Stelle im Alten Testament benutzt Gott selber ein Bild, welches an eine Tätowierung erinnert. In Jesaja 49,16 sagt Gott:
Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet. Deine Mauern sind beständig vor mir.
Das hebräische Wort, welches hier mit eingezeichnet wiedergegeben wird, meint eingraben, einritzen, schreiben. Klingt doch verdächtig nach einem Tattoo, oder?
Natürlich ist diese Aussage nur ein Bild, durch welches Gott Seine ewige Treue zu Seinem Volk ausdrücken möchte. Dennoch wird hier das Einzeichnen und Einritzen in einem positiven Sinn gebraucht. Allein diesen Vers als positive Begründung für ein Tattoo zu nehmen ist allerdings auch sehr fraglich.
Meines Erachtens verbietet die Bibel moderne Tattoos nicht ausdrücklich – aber sie befürwortet sie auch nicht unbedingt.
Ein Tattoo gefährdet nicht mein Heil
Konservative Christen mögen das Heil an Äußerlichkeiten festmachen, wie etwa der Haarlänge, dem Gebrauch von Schmuck und eben Tattoos. Das wiederum ist eine falsche und gefährlich verdrehte Sicht vom Evangelium! Denn wir werden gerettet alleine aus Gnade und ein Tattoo wird diese Gnade nicht rückgängig machen (vgl. Römer 8).
Eine Frage der Weisheit und Reife im Glauben
Ob ein Christ sich ein Tattoo stechen lassen soll oder nicht, ist für mich viel mehr eine Frage der Weisheit und Reife im Glauben. Denn Paulus sagt uns Christen:
Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes! Seid unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen als auch für die Gemeinde Gottes! 1.Korinther 10,31.32
In allen Entscheidungen – und ein Tattoo sollte gut überlegt werden – sollen wir uns die Frage stellen:
Ehre ich Gott mit dem, was ich tue?
Repräsentiere ich meinen Herrn in einer guten Art und Weise?
Als Christen sollen wir durch unser Aussehen und durch unser Verhalten keinen Anstoß bei anderen Menschen erregen. Wie sollen wir auch Menschen für Jesus gewinnen, wenn wir uns so benehmen, dass sie von uns abgestoßen werden?
Ich persönlich verurteile keine Christen für ihre Tattoos. Da die Bibel Tattoos nicht ganz eindeutig als Sünde deklariert, muss das jeder mit seinem Gewissen vereinbaren. Aber ich würde andererseits auch niemanden ermutigen, sich tätowieren zu lassen.
Der Heiligkeitscharakter des Bundesvolkes
Als Christen gehören wir zu Gottes erwähltem Bundesvolk und sollen damit die Heiligkeit unseres Gottes reflektieren.
Ihr seid Kinder für den HERRN, euren Gott. Ihr dürft euch nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen und euch nicht zwischen euren Augen kahl scheren. Denn ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinen Gott. Und dich hat der HERR erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Deuteronomium 14,1
Das Prinzip der Unterscheidung von allen anderen Menschen gilt für uns gleichermaßen. Paulus sagt im Neuen Testament, dass wir als Christen dieser Welt nicht gleichförmig sein sollen (vgl. Römer 12,2). Tattoos werden immer beliebter und werden von der Gesellschaft immer mehr akzeptiert und damit normal.
Wäre es dann nicht eine super Gelegenheit sich nicht tätowieren zu lassen um noch deutlicher zu signalisieren, dass wir nicht nach den Maßstäben und Prinzipien dieser Welt leben und als Christen nicht jedem Trend hinterherlaufen, den die Welt gerade bejubelt?
John Piper sagte einmal: In 20 Jahren werden Tattoos kein Zeichen von persönlicher Freiheit, sondern von sozialer Anpassung sein!
Ich bin heute froh, dass ich mich nie habe tätowieren lassen. Denn Gott hat mich zum Dienst an Seinem Wort berufen und ein oder mehrere Tattoos sind dabei eher hinderlich als förderlich.
Falls jetzt der Einwand kommt, dass ein christliches Tattoo der Einstieg zu einem evangelistischen Gespräch sein kann, möchte ich folgendes anmerken:
Jesus sagte:
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35
Unsere Liebe soll uns als Nachfolger Jesu kennzeichnen – nicht unsere Tattoos!
http://schriftgelehrt.de/tattoos-im-alten-testament/#comments

2.Petrus 1,13 Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern;

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Petrus weist in diesem Vers nach, dass es notwendig für ihn ist, die Wahrheit im Licht seines baldigen Abscheidens neu darzulegen. Die Wahrheit überdauert ihren Diener. Da er als anerkannter Führer der Zwölf ein enger Vertrauter Jesu war, lebte der Apostel Petrus wie kaum ein anderer fortwährend in ungemein großer Nähe zur göttlichen Wahrheit. Dennoch verstanden oder erfassten weder er noch seine Mitapostel die Wahrheit vollständig, nicht einmal gegen Ende des irdischen Dienstes Christi, wie die Frage des Herrn an Philippus erkennen lässt: „So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus?“ (Joh 14,9). Wir erkennen sogar Petrus’ ungeheuer großes, kurzzeitiges Versagen hinsichtlich des Treuebruchs gegenüber seinem Meister – obschon Jesus ihn gewarnt hatte (s. Lk 22,31-34.54-62). In der Erwartung, daß er bald beim Herrn sein wird, will Petrus das Gedächtnis seiner Leser erwecken (das Präsens bezeichnet eine fortdauernde Handlung), so lange er noch nach dem Willen des Herrn in dieser Hütte seines Leibes wohnt (vgl. „irdisches Haus“ und „diese Hütte“ in 2. Kor 5,1.4). Denn er wird diese Hütte bald verlassen, wie es ihm der Herr … eröffnet hat. Das könnte eine Anspielung auf Jesu Worte an Petrus über seinen Tod am Kreuz sein (Joh 21,18 – 19).
Der Begriff erwecken umfasst eine zusammengesetzte Verbform (diegeirō) mit der Bedeutung von „völlig wach rütteln“ oder „gründlich erwachen“ und beschreibt den Vorgang, bei dem jemand aus seiner Lethargie, seiner Trägheit oder seinem Schlaf gerissen wird bzw. all dies abschüttelt. Gläubige können träge werden (vgl. Mk 13,35-37; Röm 13,11; 1Thes 5,6; Hebr 6,12), sodass sie ihre Wachsamkeit und ihre klare Sicht in Bezug auf geistliche Dinge oder andere Pflichten verlieren (vgl. Spr 13,4; 24,30-31).
Bei diesem Erinnern fällt den Aposteln eine einzigartige Aufgabe zu. Sie sind die Urzeugen des Retters Jesus Christus und die Träger der ersten Gemeinde gründenden Verkündigung. »durch Erinnerung wach zu halten« (hypomnesis, Erinnerung, lediglich hier, 3,1 und 2 Tim 1,5.
Petrus konnte von Jesus, von seinen Lehren, Handeln, Leiden, Sterben, Auferstehen sprechen wie kaum ein anderer, er der „Felsen“ des großen Bekenntnisses, auf den Jesus seine Gemeinde bauen wollte.

2.Petrus1,12 Darum will ich’s nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr’s wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist.

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Mit starken Worten im Griechischen, die kaum übersetzbar sind, betont Petrus in Vers 12 seinen festen Willen und Vorsatz, von dem er sich nicht abbringen lassen will, die Gemeinden zu erinnern, auch wenn es ihnen gar nicht gefallen sollte.
In dem Bewusstsein, dass seine Tage gezählt sind, legt der Apostel seinen Lesern diesen Brief besonders ans Herz. Dreimal sagt er ihnen: „Darum will ich’s nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern“ (V. 12); „Ich halte es aber für richtig, … euch … zu erinnern“ (V. 13); und „Ich will mich aber bemühen, dass ihr dies allezeit … im Gedächtnis behalten könnt“ (V. 15; vgl. 2. Petr 3,1).
In dieser Bibelstelle schweift Petrus von seinem Thema der Errettung ab und fügt eine Aussage darüber ein, wie wichtig es ist, Menschen an die grundlegende Wahrheit zu erinnern. Jeder gute Lehrer kennt den Wert von Wiederholungen. Forschungsarbeiten haben aufgezeigt, dass Menschen innerhalb einer Stunde, nachdem sie eine gesprochene Mitteilung gehört haben, bis zu 90 Prozent ihres Inhalts vergessen.
Wir mögen vielleicht denken: „Ja, ich habe verstanden, was gemeint ist und stimme dem zu, infolgedessen ist bei mir alles in Ordnung.“ „Keineswegs“, sagt der Apostel, „du musst es dir immer wieder vorhalten!“ Das heißt, die Regeln des christlichen Lebens erfordern, dass kein Tag verstreichen darf, wo ich mir nicht gewisse Dinge ins Gedächtnis rufe. Es genügt nicht zu sagen: „Christus ist mein Erlöser“, nein, von dem Augenblick an, wo mir das klar wird, muss er mir ständig gegenwärtig sein. Das ist der Sinn des Bibellesens und des Darüber-Nachsinnens, das ist der Zweck des Betens. Entweder wir rufen uns die Glaubensgrundsätze täglich in Erinnerung, oder sie ruhen als verschwommene Begriffe auf dem Grunde unseres Gedächtnisses und sind dort zu nichts tauglich.
In der zweiten Hälfte des Satzes entschuldigt sich Petrus beinahe für die Dringlichkeit seiner Mahnung. Er möchte nicht, dass seine Leser seine Absicht missverstehen. Es liegt ihm fern, sie zu kritisieren, und er nimmt auch keinesfalls an, dass sie in ihrem Glauben schwankend geworden sind. Im Gegenteil: Er weiß, dass sie die Wahrheiten, die er ihnen geschrieben hat, kennen (ihr wisst), und er zweifelt nicht daran, dass sie gestärkt … in der Wahrheit sind.
Christus hatte Petrus zum Hirtendienst unter Menschen berufen (Joh 21,15-19), wobei Petrus’ Worte seine Fürsorge als Hirte anhand von vier Punkten verdeutlichen: Dringlichkeit, Güte, Treue und Kürze. Deshalb geht es Petrus darum, die in der Vergangenheit erfassten, heute noch ebenso gültigen Wahrheiten in der Gegenwart zur Wirkung kommen zu lassen.

2.Petrus 1,11 und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus

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Die Gewissheit, in das ewige Reich eingegangen zu sein, entspricht der Erfahrung eines Christen. Für den wahren Christen ist das Sterben nur ein Eingang, der Eingang in ein herrliches Leben. Stephanus hat diese Erfahrung gemacht (Apg 7,56), und auch Paulus hatte eine Vorahnung davon (2. Tim 4,7 – 8.18). Letztlich wird jeder Gläubige in dieser Weise vom Herrn empfangen werden, wenn er in die Gegenwart Gottes eingeht. So wird euch reichlich gewährt (von dem Verb epichoregeo, „gewährt“, in 2. Petr 1,5) werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Das heißt, der Christ, der den Aufruf des Apostels befolgt hat und mit allem Fleiß Christus nachgefolgt ist, stirbt nicht voller Reue über sein Versagen und zu kurz kommen.“ So stirbt der Christ, der weiß, daß er seine Zeit nicht vergeudet hat. Er sagt nicht: „Könnte ich doch noch einmal von vorne anfangen, dann würde ich es besser machen.“ Da gibt es keine bittere Reue, er ist gewiß, daß ihm der Eingang ‚reichlich gewährt werden‘ wird. Die Wendung „ewiges Reich“ taucht sonst im Neuen Testament nicht wieder auf. Petrus stellt in Gedanken das mächtige Reich Cäsars dem ewigen Reich unseres Herrn Jesus Christus gegenüber.

Die Parabel von den Stachelschweinen

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nahe zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, sodass sie zwischen beiden Leiden hin- und hergeworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.
Der Erfinder dieser Fabel, der Philosoph Arthur Schopenhauer, war ein großer Pessimist und scharfer Kritiker von Kultur und Gesellschaft. Was soll diese Fabel bedeuten? Schopenhauer selbst hat dazu geschrieben: Wie die Stachelschweine, so treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Inneren entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte.
Welch ein Gegensatz dazu der Text in der Apostelgeschichte, in dem das Leben der frühesten Gemeinde beschrieben wird, derjenigen, die nach der Pfingstpredigt des Petrus „das Wort annahmen und sich taufen ließen“ (Apg 2,41a).
Und dieser Text lautet (Apg 2,42-47):
(42) Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
(43) Es kam aber Furcht über ihre Seelen, und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.
(44) Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.
(45) Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.
(46) Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.
(47) und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Zwei Geschichten, zwei Bilder: hier die Gesellschaft, wie sie der kritische Philosoph wahrnimmt, dort die Gemeinde in ihren Anfängen, wie sie in der Apostelgeschichte erzählt wird.
Hier der raue Winter, der die Stachelschweine zusammentreibt: die Menschen auf der Flucht vor sich selbst, vor ihrer inneren Leere und Monotonie, auf der Suche nach etwas, das ihrem Leben Sinn und Richtung gibt – dort die ersten Anhänger Jesu, die sich in der Stadt Jerusalem im Tempel und in Häusern treffen: die erste Gemeinde, die nach den unglaublichen Ereignissen des Todes, der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu zusammenkommt und ein so nie gekanntes, so nie erfahrenes Miteinander erlebt;
hier die spitzen Stacheln, die widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler der anderen, unersättlich in ihrem Egoismus, abstoßend in ihrer Selbstbezogenheit und Eitelkeit – dort jene, die gläubig geworden sind, und zusammen halten und alle Dinge gemeinsam haben, die ihre eigenen Güter und ihre Habe verkaufen und sie so verteilen, wie es für den einzelnen nötig ist; hier schließlich die Sitte und Höflichkeit, um überhaupt miteinander auskommen zu können, der freundlich distanzierte Umgang, um sich nur ja nicht zu nahe zu kommen – dort das gemeinsame Essen und Trinken, die tiefe Freude aneinander, das Glück geteilter Zeit und in allem und über allem: der Lobpreis und Ehre für Gott.

2.Petrus 1,10 Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln

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Die Berufung und Erwählung macht uns nicht zu „Marionetten“ in Gottes Hand, er läßt uns „Person“ bleiben mit eigener Verantwortung.
Die Erwählung ist kein Freibrief zum Sündigen. Gegen eine unberechtigte Selbstsicherheit wendet sich das NT mit seinen Imperativen, den Aufforderungen zum Gehorsam. Darum betont Petrus den Eifer, „Berufung und Erwählung festzumachen“. „Fest“ ist ein Begriff der Rechtssprache und bedeutet „rechtskräftig“ (vgl. Mk 16,20; Hebr 2,2f.; Phil 1,7). Die Heilsgewissheit beruht auf der rechtsgültigen Verheißung und im Wort Gottes (1. Kor 1,6.8; Hebr 6,16.19; 2. Petr 1,10.19).
Wir können unsere „Berufung und Erwählung“ nicht noch fester machen, als sie es schon sind, denn Gottes ewige Pläne können nicht umgestoßen werden. Leben in der Heiligung hält uns vom Straucheln ab. Es geht dabei nicht darum, dass wir in ewige Verdammnis fallen könnten, denn das Werk Christi errettet uns davor.
Hier ein versuch, anhand eines unvollkommenen Beispiels. Angenommen, jemand, der wohlhabend und gütig ist, ermöglicht einem armen Jungen, der von sich aus keine Gelegenheit dazu gehabt hätte, ein Universitätsstudium. Der junge Mann kann jedoch erst dann von ihm zuteil gewordenen Vorrecht Gebrauch machen, wenn er bereit ist, zu arbeiten, zu studieren und keine Mühe zu scheuen. Je härter er arbeitet, desto mehr nützt ihm das Vorrecht. Erst wenn das großzügige Angebot sich mit persönlicher Anstrengung verbindet, kann es voll wirksam werden. So verhält es sich auch mit Gott und uns. Gott hat uns zwar in seiner unverdienten Gnade und Barmherzigkeit berufen, doch wir selbst müssen uns gleichzeitig mit allem Fleiß darum bemühen, voranzukommen auf dem Wege zu ihm.