Gott regiert

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Mit Gott tritt man nicht auf der Stelle, sondern man beschreitet einen Weg. Es geht voran, oder man ist nicht mit Gott. Gott kennt den ganzen Weg. Wir wissen nur den nächsten Schritt und das nächste Ziel. Wer seinen Fuß auf diesen Weg gesetzt hat, dessen Leben ist eine Wanderschaft geworden. Es geht durch grüne Auen und durch das finstere Tal. Aber der Herr wird immer auf der rechten Straße führen. Dietrich Bonhoeffer

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Gottes Heilshandeln vor dem Zugriff der Natur- und Geschichtswissenschaft retten

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Wer Gottes Heilshandeln vor dem Zugriff der Natur- und Geschichtswissenschaft in einen übergeschichtlichen, symbolischen Raum retten will, beraubt es letzten Endes seiner Bedeutung. Eine nicht-historische „Erlösung“ tröstet niemanden, rettet niemanden und ist in jeder Hinsicht vollkommen nutzlos. Ebenso wie Kant es Gott zubilligte, sich im Geltungsbereich der Praktischen Vernunft nützlich zu machen (solange er sich bitteschön aus demjenigen der Theoretischen Vernunft heraushält), so darf nach der Auffassung Karl Barths und seiner heutigen Epigonen Offenbarung und Heilsgeschehen nicht in der Historie stattfinden, sondern bleibt, vor jeglichem rationalem Zugriff sicher und trocken, auf einen hyper-geschichtlichen, symbolischen Raum beschränkt: Keine historische Schöpfung aus dem Nichts – kein historischer Sündenfall eines Bundeshauptes der Menschen – kein historischer Übergang von Gottes Zorn zur Gnade durch das stellvertretende Sühneopfer des „zweiten Adam“ – das sind die „Paradigmen“ des neuen „Evangeliums“ (das doch kein Evangelium ist). Ausgerechnet Nietzsche kritisierte zu Recht (in seiner zweiten Unzeitgemäßen Betrachtung) diesen „merkwürdigen Gegensatz eines Inneren, dem kein Äußeres, eines Äußeren, dem kein Inneres entspricht, (wir können ergänzen: eines Symbolischen, das keine Entsprechung in der Geschichte hat), ein Gegensatz, den die alten Völker nicht kennen. Das Wissen (..) wirkt jetzt nicht mehr als umgestaltendes, nach außen treibendes Motiv und bleibt in einer gewissen chaotischen Innenwelt verborgen, die jener moderne Mensch mit seltsamem Stolze als die ihm eigentümliche ‚Innerlichkeit‘ bezeichnet.“ Christian Beese

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„Bibel-Autoren erfanden Kamele“

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Es waren reißerische Schlagzeilen, die einen bei der Lektüre einiger renommierter Zeitungen geradezu ansprangen. „Bibel-Autoren erfanden Kamele“ schrieb die Süddeutsche Zeitung, und die Zeit fragte: „Die Bibel umschreiben? Wegen Kamelen?“ Auf der ganzen Welt erschienen ähnliche Artikel mit entsprechenden Überschriften, die den Lesern klar machen sollten, wie albern und unwissenschaftlich es ist, an die Bibel zu glauben.
Doch worum geht es eigentlich? Zwei Wissenschaftler der Tel Aviv University erforschten die Knochen einiger Kamele, die in der Aravasenke, südlich vom Toten Meer gefunden wurden. Laut ihren Messungen mit der Radiokarbonmethode wurden in den dortigen Kupferminen keine Kamele vor dem 10. Jahrhundert v.Chr. verwendet. Dies wären rund 1000 Jahre später als die Zeit, in welcher die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob lebten und der Bibel zu Folge auch auf Kamelen ritten. In 1.Mose 24 z.B., zieht Abrahams Knecht Elieser mit 10 Kamelen in das Zweistromland um eine Frau für Isaak zu finden.
Die Journalisten haben nun das getan, was man umgangssprachlich als „aufpeppen“ oder „aufpimpen“ bezeichnen könnte. Da die Wissenschaftler zu dem Schluss kamen, vor dem Ende des 10. Jahrhunderts hätte es keine domestizierten Kamele in Israel gegeben, wird geschrieben, die biblischen Autoren hätten die Berichte über die Stammväter etc. erst tausende Jahre später eingefügt.
Doch es gibt Wissenschaftler, die das anders sehen und damit die einseitige Berichterstattung etwas relativieren. Von dem Fund einer Kupfermine darauf zu schließen, nirgendwo anders in Israel hätte es Kamele gegeben, ist für sie sehr übertrieben. Und dann gibt es noch andere Quellen. Es gibt Abbildungen von Menschen, die Kamele führten, die man auf eine frühere Zeit datiert. Auch andere Hinweise über eine frühere Domestizierung in Mesopotamien existieren.
Kann man also sagen, der biblische Bericht sei frei erfunden oder gar das Machwerk machthungriger Redakteure, die mit einem selbsterschaffenem Mythos naive Gläubige unterdrücken wollten? Das wäre viel zu einfach! In der Altertumsforschung gibt es einen Grundsatz und der besagt: Die Abwesenheit von Indizien ist keinesfalls ein Indiz für Abwesenheit. Nur weil keine älteren Kamelknochen gefunden wurden, kann man nicht darauf schließen, es gebe keine. Das ist so wie bei der kürzlich durchgeführten Razzia in der Wohnung der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle im schönen Ruhpolding. Nur weil dort keine verbotenen Mittel gefunden wurden, heißt das nicht, sie habe nicht doch irgendwo welche.
In der Beurteilung der biblischen Geschichte haben sich schon Viele zu weit aus dem Fenster gelehnt. In Bezug auf die Bibel herrscht oft eine Hermeneutik des Verdachts vor. Zunächst einmal hält man die Inhalte der Bibel nicht für glaubwürdig. Im 19. Jahrhundert meinten viele Gelehrte, das Volk der Hethiter sei eine Erfindung biblischer Autoren, bis man auf die Zeugnisse des hethitischen Reiches in Anatolien stieß.
Es ist also keinesfalls naiv, an der Glaubwürdigkeit der biblischen Berichte festzuhalten. Die Bibel ist anders als die Mythen vieler Religionen und sie erhebt den Anspruch, Tatsachen zu berichten. Ja, sie erzählt auch von Wundern und übernatürlichen Phänomenen und die kann niemand beweisen, sie müssen geglaubt werden. Doch diese Wunder sind nicht der Normalfall, sondern geben Zeugnis von Gottes außergewöhnlichem Wirken. Denn wenn es Gott wirklich gibt, dann kann man auch erwarten, dass er sich hier und da übernatürlich offenbart. Die Wunder sind eingebettet in realistische und glaubwürdige Geschichte und deshalb nachvollziehbar. Von Conrad Heide

Glauben und denken damals

In seiner Schrift „Scholia in Epistolam Pauli ad Collossenses“ von 1527 (1) hat sich Melanchthon (2) ausführlich zur Stellung der Vernunft und auch zu ihren Grenzen geäußert. Ausgangspunkt seiner Betrachtung ist die Warnung des Paulus an die Kolosser (2,8), sich nicht „durch Philosophie und leeren Trug“ einfangen zu lassen. Ihm seien Menschen bekannt, die diese Stelle dazu missbrauchen, um grundsätzliche Vorbehalte gegen denkerische Betätigung anzumelden, „als bestünde die christliche Religion in nichts anderem als tiefster Unwissenheit“. Dem stellt Melanchthon die „Ratio“ als „Geschenk Gottes“ gegenüber, die allein deshalb zu gebrauchen und auszubilden, sorgfältig zu verfeinern sei. Er stellt die Nützlichkeit von Redekunst, Rechtswissenschaft und Medizin heraus, verteidigt aber auch ausdrücklich die Naturwissenschaften. Wenn Paulus die Erkenntnis der Natur im Römerbrief als „Wahrheit Gottes“ bezeichnet (3), dann sei es geradezu eine „Verrücktheit“, Christen von der Erforschung der Schöpfung abhalten zu wollen. „Denn was können Menschen edleres besitzen als Wahrheit“? Dass Naturwissenschaft dem Glauben widersprechen könnte hält der Reformator für ebenso „töricht“ wie die Behauptung, „das Schneiderhandwerk widerstreite dem Christentum“. Auch die Philosophie erfährt ihre Würdigung, wobei wahre Philosophie für Melanchthon nur dann vorliegt, wenn Behauptungen auf tragfähigen Schlussfolgerungen beruhen: „Ich bestreite nicht, dass sich in den Erörterungen der Philosophen vieles findet, was nicht nur der Religion fremd, sondern auch falsch ist und der natürlichen Vernunft widerstreitet. Gar manches wurde aus fehlender Einsicht ohne tragfähige Begründung geschrieben. Die meisten hat Gott ihren Spinnereien überlassen, um deutlich zu machen, dass ohne den Hauch seines Geistes und die Leitung durch sein Wort die Wahrheit nicht einmal bei der Erforschung natürlicher und weltlicher Problembereiche in den Blick kommt. Paulus sagt, sie seien, weil sie Gott nicht verherrlicht hätten, verblödet.“ Nicht nur Philosophie, auch Naturwissenschaft wird zur „Spinnerei“, wenn sie sich loslöst von Gottes Geist und Wort. Kann die Vernunft als solche also schon bei natürlichen Sachverhalten ohne göttlichen Beistand wenig ausrichten, so gilt dies erst Recht für die Beurteilung geistlicher Sachverhalte, speziell für die Auslegung der Heiligen Schrift. „Wenn aber die menschliche Vernunft als solche, d. h. die Philosophie über den Willen Gottes urteilt, dann irrt sie in der Regel“. Melanchthon nennt drei Beispiele. Wer regiert die Welt? „Zuerst irrt die Vernunft zur Frage der Weltregierung“. Hier erteilt Melanchthon dem Deismus (etwa nach Leibniz) eine klare Absage. Gott ist kein Uhrmacher, der mit der Welt ein Uhrwerk in Gang setzt, das seitdem von selbst weiterläuft, kein „Handwerker, der nach Vollendung eines Bootes einfach weggeht und es den Fluten überlässt“. Gott ist nicht nur Schöpfer, er „lenkt wie der Steuermann das Schiff“. Dies wird durch „gewisse und deutliche Sätze“ der Schrift belegt. So sagt etwa Jesus (Joh 5,17): „Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch“ und der Apostel Paulus erklärt den Athenern (Apg 17,27f.): „Fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns, denn in ihm leben, weben und sind wir.“ Was aber hat die Vernunft hiergegen einzuwenden? Es ist die Theodizee-Problematik, die „Wie-kann-Gott-das-zulassen?“-Frage (die der Reformator hier durchaus als „vernünftig“ einstuft), nimmt doch die Vernunft „Anstoß daran, dass auf der Welt soviel Ungerechtigkeit geschieht“. Statt eine „vernünftige“ Entgegnung zu suchen, wird diese Schlussfolgerung schlicht und einfach mithilfe der Aussagen der Schrift zurückgewiesen, denn „der irdisch gesonnene Mensch begreift nicht, was Gottes ist“ (1Kor 2,14). Das ist reformatorisch folgerichtig, gilt doch die Heilige Schrift bei Melanchthon als vierte und für Christen entscheidende „Gewissheitsnorm“ (4), in deren zustimmender Aufnahme sich der Glaube vollzieht. Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Die Frage, die Luther so umtrieb, ist nicht von der Vernunft allein zu beantworten. Denn „die Philosophie irrt in der Frage der Rechtfertigung, wenn sie die bürgerliche Gerechtigkeit als vor Gott zureichend feststellt“ (eine „vernünftige“ Begründung dieses Standpunktes liefert Melanchthon nicht, er scheint ihn vielmehr als bekanntermaßen typisch einzuschätzen). Genauso wenig, wie die Bienen aufgrund ihrer natürlichen guten Eigenschaften (die Klugheit, mit der sie ihren Staat bauen, das Recht, aufgrund dessen sie ihrer Königin gehorchen, die Tapferkeit, mit der sie gegen die Drohnen kämpfen sowie ihre Mäßigkeit) als Christen bezeichnet werden können, so wenig verhilft den Menschen ihr sittliches Verhalten zu einem gnädigen Gott. Vielmehr lehrt die Schrift, dass die Gerechtigkeit vor Gott in dem Glauben an Christus besteht, damit sich niemand vor Gott rühmen kann (vgl. etwa Röm 3,28; 1Kor 1,30ff.). Dies bedeutet jedoch nicht, dass weltliche Gerechtigkeit verzichtbar wäre. Auch das Christentum fordert diese und lässt die „Vernunft, die uns in bürgerlichen Sitten unterweist, ebenso gelten, wie es die weltliche Obrigkeit gelten lässt und sich als ihr Urheber bezeugt“. So können sich im Erziehungskonzept Melanchthons Erziehung und Evangelium verstärken. Die Erziehung im Evangelium führt verbunden mit dem Heiligen Geist zur Einsicht in die geistliche Gerechtigkeit, aus der wiederum die Notwendigkeit zur bürgerlichen Gerechtigkeit folgt, die das zweite Hauptziel der Erziehung darstellt. Wie weit kommt man ohne Gott? „Drittens irrt die Philosophie mit der Meinung, die Vernunft habe aus sich selbst zureichende Kräfte gegen die Sünden“. Auch hier haben wir es wieder mit menschlicher Selbstüberschätzung zu tun, die nicht wahrhaben will, dass „das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist von Jugend auf“ (1Mose 8,21). Die Vernunft kann die Notwendigkeit des Heiligen Geistes nicht erkennen, der das Herz reinigt und leitet. „Ohne mich“, sagt Jesus, „könnt ihr nichts tun“ (Joh. 15,5). Dies zu begreifen und anzuerkennen, fällt dem natürlichen Verstand nach wie vor schwer. Melanchthons Schrift kann helfen, zwei ungesunde Extreme zu vermeiden. Weder sollten wir vernünftiges Nachdenken verachten (weil die Vernunft als Gabe Gottes ernst zu nehmen ist), noch sollten wir die Werke dessen mit der Vernunft richten, dessen Gedanken höher sind als unsere (Jes. 55,9) – was für die Gläubigen nach Melanchthon „einen starken Trost“ bedeutet. Die Vernunft findet so ihre Grenzen in der Offenbarung Gottes, von der sie geleitet werden muss, da sie sich sonst sehr leicht verführen lässt („… wie oft Diogenes gegen die Natur verstoßen hat, ist bekannt“). Auf diese Weise sollten wir „in rechter Weise Vernunfteinsicht und Prophetie auseinanderhalten und unterscheiden, wozu uns jede unterweist“.
Anmerkungen
1 Zitate im Folgenden aus R. Stupperich (Hrsg.), Philipp Melanchthon: Werke in Auswahl, Gütersloh, 1951–75, IV, S. 230–243. Die deutsche Übersetzung folgt der Textsammlung Günther R. Schmidt (Hrsg.), Philipp Melanchthon. Glaube und Bildung, Stuttgart, 1989, dort S. 34ff.
2 In diesem Jahr wird der 450. Todestag des Reformators begangen. Wer sich dem häufig wenig bekannten Mitstreiter Luthers nähern möchte, dem stehen zahlreiche Biographien zur Verfügung, etwa von Martin Jung (Philipp Melanchthon und seine Zeit, Vandenhoek & Ruprecht, 2010), von Martin Greschat (Philipp Melanchthon, Gütersloher Verlagshaus, 2010) oder der eher für Fortgeschrittene geeignete Klassiker von Heinz Scheible (Melanchthon, Beck-Verlag, 1997). Einen guten Überblick über die Schriften des Reformators bietet das zweibändige Werk Melanchthon deutsch der Evangelischen Verlagsanstalt.
3 Hier bezieht sich Melanchthon wohl auf Römer 1,25.
4 Griechisch „Kriteria“; die weiteren, der Philosophie zugehörigen Gewissheitskriterien sind die allgemeine Erfahrung, die Kenntnis der Anfangsgründe und die Einsicht in die Ordnung bei der logischen Schlussfolgerung. Melanchthon, Liber de Anima, III, S. 340. Daniel Facius
glauben & denken heute Zeitschrift für Freunde des Martin Bucer Seminars
Ausgabe 2/2010 Nr. 6 3. Jahrgang http://www.bucer.ch/uploads/tx_org/gudh-006.pdf

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Luther der Glaubensheld der lutherischen Kirche

Luther ist wahrlich nicht nur der Glaubensheld der lutherischen Kirchen, sondern ebenso für uns Reformierte der Mann unserer Sympathie, der Vertraute auch unseres Herzens, dessen Wort und Werk alle Kirchen der Reformation nicht nur vieles zu danken haben, sondern, was mehr sagt, das beseelende Element ihrer Erneuerung. Wir Reformierten können uns Calvin nicht denken ohne die breiten Schultern Luthers, auf denen sich eine schlanke Gestalt erheb. Abraham Kuyper

bamberg-erfurt-eisenach 299
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Prof. Georg Huntemann (Bremen) ist am 13. Februar im Alter von 84 Jahren gestorben.

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Bremen (idea) – Der deutsche Protestantismus hat einen seiner streitbarsten konservativen Theologen verloren. Prof. Georg Huntemann (Bremen) ist am 13. Februar im Alter von 84 Jahren gestorben. „Der Herr hat seinen Kämpfer für die eine rechtgläubige Kirche zu sich gerufen“, schreibt seine Familie in der Traueranzeige. Der Moraltheologe und Ethiker nannte sich selbst einen Fundamentalisten.
Prof. Dr. Dr. Georg Huntemann ist heimgegangen im Alter von 84 Jahren. Er war ein großartiger Theologe und mein Ethik-Professor an der damaligen FETA. Als ich später in Bremen wohnte wie er, durfte ich ihn besuchen. Er empfing mich in seinem riesigen Arbeitszimmer in Oberneuland. Die Wände waren ringsum bis obenhin voll mit Büchern. Ich fragte ihn, ob er die alle gelesen habe: „Ja,“ war seine schlichte Antwort.
Er war ein messerscharfer Analytiker des Zeitgeistes, dem es überhaupt nichts ausmachte, gegen den Strom zu schwimmen. Als Student konnte ich mir nie vorstellen, daß er so predigen konnte, daß er verstanden wurde. Aber man hat mir versichert, daß er das sehr wohl konnte und auch tat. Wer kann in seine Fußstapfen treten? Sind die nicht für uns alle zu groß?
Detlev H. M. Fleischhammel
In Ihrem langen Kampf für das biblische Ethos, für ein gehorsames Hören auf Gott mussten Sie immer wieder gegen Illusionen kämpfen. So soll es ohne unseren Gott besser gehen.

So glaubt man: Wenn nur dieser patriarchale, herrschaftslegitimierende Gott-Vater des Alten Testaments aus unseren Köpfen zu verbannen wäre! Wir stünden an der Schwelle zu einer besseren mütterlicheren, weicheren, die Natur nicht mehr ausbeutenden sondern achtenden Zeit. Der Himmel auf Erden sei machbar, wenn wir das Utopiepotential der Bibel ausschöpften. Gegen all diese irrigen Hoffnungen einer ihrer Fundamente beraubten Theologie haben Sie gestritten. Die Illusion nannten sie einen Affen der Hoffnung. Damit haben Sie die reale biblische Hoffnung gegen eine Illusion gesetzt, die das Kreuz Jesu verleugnet. Einem Biofetischismus, der nichts von einer gefallenen Schöpfung wissen will, setzten Sie den biblischen Schöpfungsglauben entgegen. Sie warnten davor, aus Angst die Freiheit zu opfern. Wo das Vertrauen in Gottes Vorsehung schwindet und das Gebot des Gebieters verneint wird, droht die Flucht ins Kollektiv einer, wie Sie es ausdrückten, „verplanten Gesellschaft, in der die Eigenverantwortlichkeit gottgewollten Menschseins bedroht oder gar vernichtet wird.
Aus der Laudatio für Prof. Dr. Dr. Georg Huntemann
Anlässlich seiner Abschiedsvorlesung an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel Riehen, am 9. Oktober 2005


Geil auf Jesus

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„Statt den allmächtigen Vater wollen kindisch Gewordene lieber einen ’Daddy‘ in ’einer tollen Session‘ preisen. Sie sind ’geil auf Jesus‘, haben aber keinen ’totalen Bock‘ auf den Sohn unseres Gottes im Himmel. Also wird das Heilige mit Füßen getreten, weil der zu einem Daddy entartete Gott nicht mehr geheiligt wird. Kinder Gottes werden kindisch, die Paulsworte werden vergessen: ’Als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindisch war‘ (1. Korinther 13,11). Weil Gefühle mehr gelten als Gottes Wort, gehen seine Gebote den Bach runter, und das Gewissen säuft ab, weil man ’keinen Bock‘ auf Gehorsam hat.“
Georg Huntemann, Theologieprofessor, in „idea-Spektrum“ vom 11. August 1999

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