Manfred Krug

„Vielleicht bin ich kein Christ geworden, weil es mir von Kindheit an schwer fiel, an den lieben Gott zu glauben. Aber die Bibel habe ich freiwillig gelesen, und sie hat mir geholfen, mich gegen andere über weite Strecken wie ein Christ zu benehmen.“ – Manfred Krug –

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„Wo früher das Kreuz hing, hängt heute das Rauchverbot“

Der Krebs hat den Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann für den Glauben neu sensibilisiert. Die Verweltlichung der Gesellschaft bereitet ihm Sorge. Dem TAGESANZEIGER hat Hürlimann ein beeindruckendes Interview gegeben. Hier ein Auszug:

Für heutige Theologen hat Religion im Kern mit Ethik zu tun.

Damit versuchen sie, uns vom Glauben an Gott zu dispensieren. Nichts gegen eine aufgeklärte Gesellschaft, die von der Selbstbestimmung des Subjekts ausgeht. Aber wir werden ja, trotz aller Bemühungen der Kirchen, nicht zu Agnostikern. Wir glauben weiter. Und da diese Glaubensbereitschaft einen Inhalt haben muss, formiert sich die Gesellschaft in einer Sekte, die sich selbst überwacht und terrorisiert. Der neue Katechismus heisst: Erstes Gebot: Du sollst den Abfall trennen! Zweites Gebot: Du sollst dich vegan ernähren! Drittes Gebot: Du sollst alles durchgendern! Viertes Gebot: Du sollst so tolerant sein wie Globi im neuesten Globi-Buch!

Die Kirchen haben nur noch eine innerweltliche Botschaft?

Genau wie Globi. Zum Reformations jubiläum wollen die Deutschen hauptsächlich Luthers Antisemitismus thematisieren – und aus Quotengründen seine Frau zur eigentlichen Reformatorin deklarieren. Wie lustig das wird, kann man sich vorstellen. Und dann wundern sie sich, dass ihre Kirchen leer sind. Die meisten Predigten heutzutage sind, mit Nietzsche gesprochen, «ein moralisches Grunzen».

Political Correctness als Ersatzreligion?

Ja genau, Pan wurde von der Political Correctness eliminiert. Es geht nur noch um soziale Verhaltensweisen, nicht mehr um Transzendenz. In der Moralschwemme ist das Geheimnis abge soffen. Wo früher das Kreuz hing, hängt heute das Rauchverbot.

Mehr: www.tagesanzeiger.ch.
http://theoblog.de/wo-frueher-das-kreuz-hing-haengt-heute-das-rauchverbot/28769/

Gottesbeweise

„Auch wenn die Gottesbeweise nicht zum Ziel führen, sollten sie nicht pauschal abgetan werden. Sie können als Hinweise auf Gott verstanden werden und zur „Verunsicherung des Atheismus“ beitragen. Gottesbeweise sollen dem Menschen die Ruhe der Fraglosigkeit nehmen und ihn in die Unruhe des Suchens führen. Wie die Raupe, auf dem Wege nach oben an die Spitze des Grashalms gelangt, sich aufrichtet und nach allen Seiten streckt, um eine Möglichkeit der Fortsetzung ihres Weges zu finden, so wird der Mensch durch die Konsequenz der Argumente für die Existenz Gottes aufgestört und nicht auf eine letzte Sinnlosigkeit gewiesen, sondern zur Suche motiviert.“ aus Klaus Bockmühl, Die Argumente für die Existenz Gottes.

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Über die Geltung der Zehn Gebote heute

Eine Ortsbestimmung des Dekalogs
„Mose sprach: Und nun höre, Israel, die Gebote und die Rechte, die ich euch lehre, dass ihr danach tut, damit ihr am Leben bleibt… und in das Land hineinkommt, das euch der Herr, der Gott eurer Väter, geben will. Ihr sollt nichts hinzutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon tun, sondern die Gebote des Herrn, eures Gottes, halten, die ich euch gebe.“ (5 Mose 4,12)
Gelten die Zehn Gebote heute noch für uns? Gelten sie für uns, weil wir Christen sind? Oder gelten sie allen Menschen überhaupt? Weiterlesen

Die Tyrannei der Wissenschaft

Die Institution, die tatsächlich versucht, andere mit Hilfe des Staates zu tyrannisieren, ist die Wissenschaft. Die Institution, die den säkularen Arm tatsächlich bemüht, ist die Wissenschaft. Und das Bekenntnis, das tatsächlich Abgaben einfordert und in die Schulen vordringt, das Bekenntnis, das tatsächlich mit Zwangsgeldern und Gefängnis durchgesetzt wird, das nicht per Predigt, sondern per Vorschrift verkündet und nicht von Pilgern, sondern von Polizisten verbreitet wird – dieses Bekenntnis ist das grosse, aber umstrittene Denksystem, an dessen Anfang die Evolution und an dessen Ende die Eugenik steht. Tatsächlich ist der Materialismus unsere Staatsreligion; denn dessen Häretiker werden tatsächlich von Staats wegen verfolgt. … Wenn der Begriff der Durchsetzung einer weithin umstrittenen, einem endgültigen Beweis nicht zugänglichen Theorie mit Hilfe der Staatsgewalt bezeichnet – dann sind heute nicht unsere Priester, sondern unsere Ärzte Inquisitoren. Dass sie Dogmen solcher Art durchzusetzen vermag, macht eine Staatskirche aus – in einem älteren und umfassenderen Sinn, als man ihn heute irgendeiner religiösen Glaubensgemeinschaft anheften könnte.
G. K. Chesterton. Eugenik und andere Übel. suhrkamp: Berlin, 2014. (142-143) http://hanniel.ch/2016/10/23/zitat-der-woche-die-tyrannei-der-wissenschaft/

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Habt ihr euren Gott je gesehen oder betastet?

Ein Forscher durchquerte einst die Wüste. Jeden Tag dreimal breiteten seine mohammedanischen Begleiter ihre Gebetsteppiche aus zum Gebet. Der Forscher verspottete sie: „Habt ihr euren Gott je gesehen oder betastet?“ – „Nein!“ – „Dann seid ihr Narren, dass ihr an diesen Gott glaubt.“ – Als sie eines Morgens aus ihrem Zelt traten, sagte der Gelehrte beiläufig: „Heute Nacht ist hier ein Kamel vorbeigekommen.“ Da blitzte es in den Augen eines Arabers auf: „Haben Sie dieses Kamel gesehen oder betastet?“ – „Nein!“ – „Dann sind Sie ein Narr, dass Sie an ein Kamel glauben, das Sie weder gesehen noch betastet haben.“ – „O, man sieht doch die Spuren hier im Sande“, sagte der Gelehrte. – In dem Augenblick stieg die Sonne mit herrlichem Glanz empor. Der Araber zeigte auf die überwältigende Pracht: „Und hier sehe ich die Spur des Gottes, den ich anbete.“ Zitatende – aus Wilhelm Busch, Der Herr ist mein Licht und mein Heil, Andacht vom 7. April
Dieselbe Beispiel-Story – in unterschiedlichen Variationen – wurde auch verwandt von Georg v. Viebahn, Von der Landstraße des Lebens, S. 273; Henrich Witt, Der ewig reiche Gott, Beispiele/Altes Testament, Nr. 3; Heinz Schäfer, Hört ein Gleichnis, Nr. 5; Werner Gitt, Und die anderen Religionen, S. 31
Das heißt: Dieses Beispiel wurde über einen Zeitraum von ca. 100 Jahren ohne jedes Problem von bekannten Evangelisten bzw. bibeltreuen Autoren aus den unterschiedlichsten „Richtungen“ verwandt.
HEUTE ruft dieses Beispiel z. T. scharfe Kritik hervor, weil man positiv beispielhaft von der Tatsache Gebrauch macht, dass ein Muslim – wie auch die Bibel – von EINEM Schöpfergott ausgeht.
Sind die Kritiker heute so viel bibeltreuer, so viel geistlicher, so viel klarer als Georg von Viebahn, Wilhelm Busch oder Werner Gitt? – Ich meine NEIN. Vielmehr hat bei einigen Christen, die wir wegen ihrer Liebe zu Christus und zum Wort Gottes durchaus schätzen und lieben, eine unglückliche Radikalisierung in Haltung und Worten stattgefunden. Diese Radikalisierung ist vor allem deshalb zu bedauern, weil sie sich im Gespräch mit Muslimen als sehr störend erweist – ein echtes Hindernis, wenn man Menschen zu Christus führen will.
Danke, Michael Kotsch, für Deine sehr klare und zugleich sehr ausgewogene Stellungnahme zum Islam.
An die Kritiker von Michael Kotsch: Bedenkt bitte, dass Bruder Kotsch im Thread vom 17.10. u. a. Folgendes schrieb:
„Dass Muslime und Christen nicht an denselben Gott glauben wird bei einem Vergleich schnell deutlich.“
Und: „Um das hier noch einmal deutlich zu sagen, ich befürworte keine irgendwie geartete Vermischung zwischen christlichem und islamischem Glauben. Für mich ist klar, dass jemand, der Christus ALS SOHN GOTTES verwirft oder ablehnt, auch DEN VATER nicht hat und das Heil nicht erlangt. (Apg 4,10-12; 1Joh 2,23; 4,2.3; 5,6-12).“
Von einem „Weichspülevangelium“ kann also nicht im Geringsten die Rede sein.
Günter Vogel https://www.facebook.com/michael.kotsch.9?fref=ts

Ein wichtiger Diskussionsbeitrag

Wie immer wichtiger Diskussionsbeitrag des christlichen Gesinnungskonservativen Reinhard Jarka, den man einfach herausheben muß:
„Ich glaube, daß es vielen Geschwistern so geht wie mir: Sie können diese Trennung anhand der bekannten Fakten nicht wirklich verstehen. Man hat das Gefühl innerhalb der evangelikalen Community findet aktuell mehrere tektonische Plattenverschiebung parallel zu der politischen Radikalisierung auf der linken und rechten Seite statt. Wohin man schaut einerseits immer mehr Öffnung in Richtung einer radikalen Genderideologie und Gesellschaftstransformation und auf der anderen Seite in Richtung nationaler Radikalität, Verschwörung, unversöhnlicher Endkampf … Die nüchterne evangelikale Mitte zu der für mich auch Michael Kotsch gehört wird zwischen den Fronten aufgerieben. Wahrscheinlich können wir diese Trennungen in ein paar Jahren historisch im nachhinein viel besser einordnen … im Moment ist es eben halt nur eine Art Bauchgefühl, daß irgendwas gerade passiert bei uns Evangelikalen …“  Gottfried Sommer   https://www.facebook.com/gottfried.sommer