Der alles durchdringende Einfluss des Kreuzes

Als Christen leben wir zwei Jahrtausende später immer noch unter den Wirkungen des Kreuzes Jesu. Mir scheint es aber, dass es im gegenwärtigen Leben vieler Menschen immer mehr verblasst, meist, so glaube ich, weil wir die „Kraft“ bzw. die „Wirkung“ des Kreuzes nicht mehr wirklich verstehen. Das Thema „Kreuz“ ist sicherlich ein Mysterium, das auszuloten uns die ganze Ewigkeit hindurch beschäftigen wird. Doch ob es uns gefällt oder nicht: Wir sind beteiligt. Unsere Sünden haben ihn dorthin gebracht. Haben wir diese Stellvertretung wirklich erfasst? Da das Kreuz einen alles durchdringenden Einfluss hat, wollen wir einige Punkte dazu näher betrachten: Weiterlesen

Hundeherz

Michail Bulgakow Werk hat ein sehr modernes Thema – die Organtransplantation. Professor Preobrashenskij setzt einem Straßenköter die Samen- und Hirnanhangsdrüsen eines Menschen ein, der übrigens ein Dieb und Säufer zu Lebzeiten war. Nun beginnt ein geheimnisvoller Umwandlungsprozeß, aus dem Hund wird ein Mensch, zumindest hat er die äußere Gestalt eines homo sapiens. Vernunft fehlt ihm allerdings – der ehemalige Hund stellt das Leben des Professors zunehmend auf den Kopf. Zwar kann er lesen und sprechen, doch trinkt er, belästigt die Damen in seiner Umgebung, flucht und stiehlt. Als er den Assistenten erschießen will, kann dieser ihn überwältigen, und die Operation wird rückgängig gemacht. Aus dem Scheusal wird wieder ein friedlicher Hund. Ein reizender Hund ist nach Ansicht des Professors besser als ein Erzhalunke in der Gesellschaft.
Bulgakows bittere Satire ist eine brillante Parabel auf die sowjetische Gesellschaft und ihren „neuen Menschen“. Eine Groteske, die den Gedanken, alles sei machbar, konsequent bis zum bösen Ende denkt.
Der durch „Der Meister und Margarita“ im Westen bekannte russische Schriftsteller Michail Bulgakow, welcher Medizin studierte und eine Zeit lang als Arzt gearbeitet hat, stellt sich in seiner Erzählung „Hundeherz“ die Frage, die schon die antiken Philosophen beschäftigte: die Frage nach dem Wesen des Menschen. Lässt man den politischen Hintergrund dieser Erzählung beiseite, so kristallisiert sich am Ende die Essenz heraus, die auch heute noch enorm aktuell ist und uns weiterhin vor neue Herausforderungen stellt. Wodurch unterscheiden sich Mensch und Tier? Was macht eigentlich den Menschen aus?
Hätten Hoden und Hypophyse nicht einem balalaikaspielenden Trunkenbold gehört, sondern z. B. einem berühmten Philosophen, welche Konsequenzen würde diese Tatsache für das Resultat der Operation haben? Der russische Schriftsteller beantwortet diese Frage wie folgt: „Sagen Sie mir bitte, wozu soll man Spinozas künstlich fabrizieren, wenn jedes beliebige Weib sie jederzeit gebären kann?[…] Die Menschheit sorgt selbst dafür und bringt jedes Jahr neben einer Masse Dreck Dutzende von Genies hervor, die eine Zierde der Welt sind.“ Wozu sollte man also komplizierte Operationen durchführen, wenn ein Genie auch jederzeit auf ganz natürliche Weise geboren werden kann? Die Natur selbst sorgt für die Vielfalt der Menschen in der Gesellschaft. Genies muss es geben, genau wie einfache Arbeiter, meint Bulgakow. Damit übt er unverhohlen Kritik an der Gleichmacherei der Sowjets. Indem Bulgakow das Experiment rückgängig macht, deutet er darauf hin, dass allen erzieherischen Maßnahmen zum Trotz der Mensch letztlich nicht veränderbar ist. Mit dieser These blickt der russische Satiriker fast prophetisch auf die Entwicklung der Sowjetunion viele Jahrzehnte voraus.
In diesem Zusammenhang muss man sich fragen: Was zeichnet eigentlich einen hoch entwickelten Menschen aus? Der aufrechte Gang? Während die Evolutionsbiologen dies bejahen würden, ist es für jeden von uns sofort plausibel, dass diese Tatsache nicht das einzige Kriterium für das Mensch-Sein darstellt. Ist es die Fähigkeit zu sprechen, wie schon Aristoteles in seinem Werk bemerkte? Auch hier lässt sich ein Gegenargument finden, nämlich die stummen Menschen. Keiner von uns würde auf die Idee kommen, sie nicht als Menschen zu bezeichnen. Manche Schimpansen können die Zeichensprache der Taubstummen erlernen, sie sind dementsprechend auch in der Lage, eine Sprache zu erlernen. Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich durch die Selbstreflexion auszeichnet, sich also im Spiegel erkennt und ein Selbstbewusstsein hat.
Natürlich war Bulgakow in der russischen Literatur der 20er Jahre, als die Satire eine bevorzugte Stellung einnahm, mit seinen stichelnden Werken nicht allein. Auch Michail Zoschenko, Ilja Ilf und Evgenij Petrov verspotteten in ihren Erzählungen und Stücken die „toten Seelen“ Gogolscher und neuerer Herkunft. Doch Bulgakows Satiren gingen über das Verspotten hinaus. Sie zeichneten sich durch eine direkte Polemik mit dem Sowjetsystem aus. Und sein „Hundeherz“ ging dabei am weitesten: Es traktierte den Triumph des Banalen im Gebaren der siegreichen Klasse. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Novelle weder zur Stalinzeit, noch zu Chruschtschows, Breschnews, Andropows veröffentlicht wurde. Erst nach dem Beginn der Perestrojka ist das Buch 1987 publik geworden. Ein kleines Wunder ist dennoch, dass es im putinschen Russland nicht wieder verboten wurde.
Benutzte Quellen:
(Aus der Berliner Morgenpost vom 27. Juli 2007)
http://www.marinaneubert.de/rezensionen/autorenabise/michailbulgakow/index.html
http://www.grin.com/de/e-book/55494/das-tier-im-menschen-und-der-mensch-im-tier-anhand-von-michail-bulgakows
http://www.amazon.de/review/R1DMA6UJF85BRQ/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R1DMA6UJF85BRQ

1.Petrus 4,6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist.

Hier wird Bezug genommen auf ein Argument von den Gegner der Christen. „Ihr redet von der Wiederkunft Christi und davon, daß ihr jetzt schon das ewige Leben besitzt – warum sterbt ihr dann wie wir andere auch?“ mag das Argument gelautet haben. „Die Sterblichkeit ist unter euch genauso hoch wie unter uns; euch widerfährt dasselbe Gericht wie uns.“ „Nein“, erwidert der Apostel, „jene die gestorben sind (die Toten) mögen zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, indem sie den physischen Tod erleiden, doch weil ihnen das Evangelium verkündigt wurde (als sie noch lebten und darauf eingingen), haben sie nun nach Gottes Weise das Leben im Geist“ V. 5 hatte die Universalität des Gerichts betont: Entweder begegnet der Mensch nach seinem Tod dem Gericht, oder er läßt bereits hier auf Erden das Gericht über seine Sünden durch die Vereinigung mit Christus über sich ergehen. Dann wird der Tod bloß das Tor zu einem erfülltere und freieren Leben im Geist sein; ein späteres Gericht wird er dann nicht mehr zu befürchten haben.
Was wir in diesem Vers lesen, ist nicht dasselbe, was in Kap 3,19 steht. Noah war der Prediger der Gerechtigkeit (2Petr 2,5). Er predigte das Gericht, aber keine frohe Botschaft. Die Schrift verwendet in Kap 3,19 und 4,6 ausdrücklich unterschiedliche Worte.
Die gute Botschaft in diesem Vers ist nicht speziell das christliche Evangelium. Es waren Botschaften Gottes, die den Menschen vergangener Epochen zu verschiedenen Zeiten verkündigt worden sind. Auch den Menschen zur Zeit Noahs wurde eine Botschaft verkündet, die sie gerettet hätte, wenn sie sie angenommen hätten. Von Adam an gab es die Kunde von einem kommenden Retter (1Mo 3,15); auch den Vätern Israels in der Wüste war eine gute Botschaft (Hebr 4,2) von dem verheißenen Land verkündigt worden, aber die meisten haben ihr nicht geglaubt und kamen in der Wüste um. Außerdem hatten alle Menschen das Zeugnis der Schöpfung, in Offb 14,6-7 „das ewige Evangelium“ genannt.

 

Der Heilige Geist „Geistkraft“ oder Person?

Nein, eine Frau ist er nicht. Auch wenn mir in neuen Bibelübersetzungen die „Geistkraft“ Gottes entgegenweht oder die Frage ernsthaft gestellt wird, ob „ihr“ in der göttlichen Gemeinschaft die Beziehungsarbeit zukäme… Das hebräische Wort für Geist, ruach, ist feminin flektiert. Aber darum ist die Wirklichkeit, auf die das Wort zeigt, keine Frau. Auch der Berg ist kein Mann, nur weil das Wort im Deutschen maskulines Genus hat. Bei diesem Irrtum wird der Schöpfer, wird Gott, mit der Elle der Schöpfung gemessen. Hier gibt es die Polarität der Geschlechter, hier gibt es Mann und Frau. Der Schöpfer aber ist keines von beiden – er ist Gott! Der Geist Gottes ist auch mehr als eine „Geistkraft“. Der Begriff der Kraft bleibt immer noch in den Niederungen der Natur hängen. Der Geist Gottes trägt schon im Alten Testament deutlich personhafte Züge: Ihn hat das Volk Israel „betrübt“, er hat sie „zur Ruhe geleitet“. Wenn wir wissen wollen, wer der Heilige Geist ist, müssen wir das Zeugnis der Bibel hören, besonders auf die Worte Jesu, dessen erste Amtshandlung als erhöhter Herr in der Sendung des Geistes bestand. Im Heiligen Geist ist Christus, der Herr, selbst gegenwärtig. Welch ein Trost und welche Kostbarkeit! Unser Herr ist nicht weit weg, er ist da und ist uns näher als wir uns sein können. Jetzt gerade, in diesem Moment und in dieser Situation. Der Heilige Geist ist schon da. Seit Pfingsten ist er mit besonderer Mission in diese Welt gesandt: Er stellt uns Jesus in ein helles Licht, so dass wir an ihn glauben können. Er macht uns Jesus immer unentbehrlicher. Er stellt auch uns in sein helles Licht. Erst im Licht werden die Flecken auf der weißen Weste deutlich. Auf diese Flecken weist der Geist Gottes in liebevoller Unbestechlichkeit hin. Ob wir ihm Recht geben, uns beugen und um Vergebung bitten? Nicht wir brauchen „mehr von ihm“. Die Frage ist, ob wir ihm mehr Raum geben und so für ihn brauchbar sind.
Dr. Manfred Dreytza Pastor und Leiter des Krelinger Studienzentrums
http://www.grz-krelingen.de/upload/KB.pdf

1.Petrus 4,5 aber sie werden Rechenschaft geben müssen dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten.

Weil diese Reaktion der Gesellschaft auf das Verhalten der Christen letztlich Gott betrifft, wird er auch Rechenschaft dafür fordern. Die- Christen können und sollen dies nicht tun. Die Gesellschaft fordert zwar von ihnen Rechenschaft (3,15), kann aber ihr Verhalten nicht verstehen. Auf alle Fälle haben sie gleich dem leidenden Christus (2,23 c) das Gericht Gott zu überlassen.
Rechenschaft geben. Dieses Verb bedeutet „zurückzahlen“. (apodosousin logon, wörtlich „eine Rechnung begleichen“; vgl. Mt 12,36; Lk 16,2; Apg 19,40; Hebr 13,17) müssen. Petrus hebt warnend hervor, daß diese Menschen dem, der bereit (d. h. willens) ist, zu richten, gegenübertreten müssen. Keiner wird diesem letzten Gericht seiner irdischen Worte und Taten entgehen, wenn Christus die Lebenden (zontas) und die Toten (nekrous) richten wird (vgl. Apg 10,42; Röm 14,9; 1. Thess 4,15; 2. Tim 4,1).
Mit biblisch gebräuchlicher Formel (Apg 10,42; Rom 14,9; 2 Tim 4,1; ) wird die allumfassende Ausnahmslosigkeit des Gerichtes beschrieben als Gericht über Lebende und Tote. Das gemeinte Gericht ist also das letzte Gericht, bei dem die Überlebenden als Lebende, die Toten gerichtet werden. Übrigens ist auch diese Formulierung in das apostolische Glaubensbekenntnis übergegangen.
Gott ist darauf vorbereitet, ein gerechtes Gericht ohne Ansehen der Person auszuüben (1,17), aber da er das ganze Gericht Jesus Christus übergeben hat (Joh 5,22-27), wird der Vater durch seinen Sohn all jene richten, die den Christen zugesetzt haben: Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden.
Mancher bringt es nur deshalb fertig, ein leichtfertiges Leben zu führen, weil er den letzten Realitäten, Tod und Gericht, ausweicht. Deshalb hat auch die heutige Gemeinde die biblische Botschaft vom Tod und Gericht treu und unverkürzt zu bezeugen.

Vom Wandel der Menschenwürde (Prof. Dr. Eibach)

“Immer häufiger wird der Inhalt der Menschenwürde im GG primär und gar ausschließlich in der Selbstbestimmung, der Autonomie des Menschen gesehen und wird diese als eine empirisch feststellbare Fähigkeit verstanden, die sich im Laufe der Entwicklung des Lebens entweder herausbildet oder aufgrund hirnorganischer Fehlentwicklungen sich überhaupt nicht entwickeln und am Ende des Lebens durch Krankheiten und Gebrechen (z.B. Demenzen) in Verlust geraten kann. Der Mensch soll sich demnach in einem Prozess erst zum Menschen und nicht von allem Anfang an als Mensch entwickeln. Und mit der Entwicklung des Lebens entwickelt sich auch die in der Menschenwürde gründende Schutzwürdigkeit des Lebens, die durch den Abbau des Lebens folgerichtig auch wieder abnehmen und zuletzt in Verlust geraten kann. Solches Menschenleben wäre dann allenfalls um seines „gewesenen“ Menschseins willen als Mensch mit Würde zu achten und zu behandeln. Weiterlesen

Brief an Albert Einstein

Im Januar 1936 schrieb die 8-Jährige Phyllis folgenden Brief an Albert Einstein:

19. Januar, 1936:

Lieber Herr Einstein,

Wir haben uns hier in unserer Sonntagsschule die Frage gestellt: Beten Wissenschaftler eigentlich? Diese Frage kam ins uns hoch, als wir uns dem Thema widmeten: Kann man an Wissenschaft und Bibel glauben? Jetzt schreiben wir einigen Wissenschaftlern und anderen wichtigen Menschen und versuchen, die Frage dadurch zu beantworten. 

Wir würden uns sehr geehrt fühlen, wenn Sie uns eine Antwort schicken könnten. Beten Wissenschaftler, und wenn ja, wofür beten Sie?

Wir sind in der sechsten Klasse, von Frau Ellie.

Mit freundlichen Grüßen,

Phillis

Albert Einstein beantwortete die Frage mit folgenden Worten:

24. Januar 1936:

Liebe Phyllis,

Ich werde versuchen die Frage so einfach wie möglich zu beantworten. Dies ist meine Antwort:

Wissenschaftler glauben, dass sämtliche Dinge, die auf dieser Erde passieren, sogar diejenigen, die Menschen betreffen, von natürlichen Gesetzen abgeleitet werden können. Deswegen müssen sie eigentlich dazu neigen, dass man diese Dinge nicht durch übernatürliche Wünsche beeinflussen kann.

Dennoch müssen wir uns eingestehen, dass unser Wissen darüber, wie Dinge funktionieren, sehr mangelhaft ist, sodass immer ein gewisser Glaube bleibt, dass etwas hinter diesen Dinge steht, wie zum Beispiel ein unendlicher Geist oder so ähnlich. Wir können noch so viel erreichen in der Wissenschaft, es bleibt immer ein Restglaube, weil wir nicht völlig diese Welt verstehen können.

Doch das ist lediglich der Anfang der Wissenschaft. Wenn man Wissenschaft wirklich betreibt und der wissenschaftlichen Erkenntnis nachjagt, dann bekommt man den Eindruck nicht los, dass irgendein Gott oder Geist sich in den natürlichen Gesetzen manifestiert hat, der sehr viel höher ist als der Mensch. Jeder, der ernsthaft Wissenschaftler ist, bekommt es irgendwann mit einem religiösen Gefühl zu tun, dass sich ganz klar von dem religiösen Gefühl von irgendeinem naiven Menschen unterscheidet. 

Mit ganz lieben Grüßen

Dein A. Einstein

Viele Menschen sind verfangen in der Frage, ob sich Wissenschaft nicht mit Bibel beißt. Doch der Gottesglaube ist die natürliche Folge von Wissenschaft, wie Albert Einstein es hier benennt. Wer ernsthaft Wissenschaft betreibt wird das Gefühl nicht los, dass es einen Gott geben muss, der sich in den Naturgesetzen manifestiert.

Der Briefwechsel ist hier nachzulesen: www.lettersofnote.com/201…n-do-scientists-pray.html

Von: Simon