Mohammedvideo 1: Mit zweierlei Maß

Das abscheuliche Mohammedvideo will man verbieten, abscheuliche Äußerungen und Darstellungen gegen das Christentum dagegen erwähnt man meist gar nicht. Wo bleibt da die Gleichbehandlung? Entweder ist Verunglimpfung von Religionen grundsätzlich falsch und zu verbieten oder alle Religionen müssen das im Namen der Meinungsfreiheit aushalten. Wer allerdings rechtssicher prüfen will, wodurch und ab wann sich Gläubige in Wallung bringen lassen, hat einen steinigen Weg vor sich, dessen Gefahren wahrscheinlich größer als sein Nutzen sind.
Im vorauseilenden Gehorsam wird die in Jahrhunderten mühsam erkämpfte Meinungs- und Pressefreiheit sausen gelassen, als würde dadurch auch nur ein Islamist oder Terrorist beeindruckt zum friedlichen Mitbürger!
Dass friedliche Menschen sowieso schneller beleidigt werden als gewalttätige, deren Rache man fürchten muss, ist leider so. Dass man aber aus der Not sogar eine Tugend macht, stellt doch alles auf den Kopf und misst mit zweierlei Maß.
Ich könnte verstehen, wenn Politiker wie der französische Außenminister sagen würden: „Ich bin für Meinungs- und Pressefreiheit. Da es aber Menschen gibt, die darauf völlig falsch, ja kriminell reagieren, bitte ich darum, auf die Provokation zu verzichten.“ Aber so zu tun, als wäre Kritik am Islam an sich falsch, dumm, verwerflich, stellt die Sache doch auf den Kopf!
Wie kommt es, dass viele Kommentare und Berichte angesichts der Beleidigung für die gewalttätige Reaktion der Muslime Verständnis zeigen und die Berichterstattung über die Hintermänner des Films abfälligere Worte findet als die über Gewalttäter oder Regierungen, die zu Gewalt aufrufen oder ihr durch arbeitsfreie Tage Vorschub leisten? Und das sind meist dieselben Medien, die fast nie über die tagtägliche Verunglimpfung von Christen oder Hindus oder Bahai in der islamischen Welt berichten, die oft in Mord und Vertreibung endet!
Richard Herzinger schreibt in seinem lesenswerten Artikel treffend: „Der Islamismus strebt nach der Weltherrschaft“ (Die Welt am Sonntag vom 15.9.2012) treffend: „Entweder naiv oder perfide ist jene Reaktion westlicher Kommentatoren, die unverdrossen ‚Provokationen‘ wie den obskuren Filmschnipsel auf YouTube, der den Propheten Mohammed aufs Unvorteilhafteste darstellt, für die jüngste islamistische Gewaltwelle verantwortlich machen. Rechtsgerichtete ‚Provokationen‘ gegen Muslime, wie sie hierzulande Gruppen wie Pro Deutschland praktizieren, mögen unappetitlich bis rassistisch sein. Solange sie verbal bleiben, unterscheiden sie sich jedoch grundsätzlich von der islamistischen Selbstermächtigung zur Gewalt. Umso verlogener ist die Propaganda gegen den ‚muslimfeindlichen‘ Westen angesichts der brutalen Welle von Christenverfolgung in der arabischen Welt. Und dass diese täglich übelste antisemitische Karikaturen und Hassgesänge hervorbringt, ruft kaum internationalen Protest hervor.“ (siehe hier)
Die muslimischen Verbände in Deutschland haben nach einem halben Jahr die Sicherheitspartnerschaft mit der Bundesregierung aufgekündigt. Dieser ungeheuerliche, ja beängstigende Vorgang war den meisten Medien noch nicht mal eine Meldung wert. Man überlege einmal, christliche Kirchen würden dem Staat Ähnliches erklären! Dieselben muslimischen Verbände fordern die Bundesregierung auf, das Zeigen des Films in Deutschland zu verhindern (selbst in geschlossenen Räumen, wo niemand hingehen muss?), andernfalls könnten sie nicht garantieren, dass es nicht zu Unruhen käme! Von jedem anderen würde das als Drohung oder insgeheime Billigung einer solchen Reaktion angesehen, hier aber kamen keine Proteste in den Medien.
ProMundis Blogeintrag 27. September 2012 von Schirrmacher
http://www.thomasschirrmacher.info/archives/2393

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Etwas an die große Glocke hängen

„Wer etwas an die große Glocke hängt“, bringt eine eher persönliche Angelegenheit in die breite Öffentlichkeit. Eine Sache, die eher von geringer Bedeutung ist wird in den Vordergrund gerückt und Menschen zugänglich gemacht, die damit eigentlich Garnichts zu tun haben.
Heute haben Kirchenglocken eine eher nostalgische Bedeutung. Kaum jemand benötigt sie um zu wissen wie spät es ist. In früheren Zeiten, als noch nicht überall Uhren zur Verfügung standen hingegen waren sie als weithin hörbare Zeitansage von großer Bedeutung. Doch nicht nur um die Stunden zu läuten wurden damals die Glocken angeschlagen, sondern auch um wichtige Mitteilungen schnell einer ganzen Stadt mitzuteilen – beispielsweise, wenn es irgendwo brannte, wenn ein feindliches Heer anrückte oder wenn jemand verstarb. Solche Nachrichten sollten sich möglichst schnell verbreiten. Und in einer Zeit ohne Internet, Handy und Radio waren die Kirchenglocken eines der verbreitetsten Mittel der raschen Nachrichtenübertragung. Übrigens wurden auch Gerichtsverhandlungen oder säumige Schuldner „verläutet“. Dann wusste schnell die ganze Stadt was nicht in Ordnung war. Bei weniger wichtigen Angelegenheiten ging der Gemeindediener durch auf den Marktplatz oder durch die Gassen. Er klingelte dabei mit seiner Schelle und rief dann die entsprechende Nachricht aus. Für weniger wichtige Informationen genügte die kleine Glocke des Ausrufers – bedeutendere Angelegenheiten wurden „an die große Glocke gehängt“, das heißt vom Kirchturm aus bekannt gemacht.
Private oder unbedeutende Meinungsverschiedenheiten sollten nach dieser Redewendung eher im kleinen Kreis bleiben und nach Möglichkeit auch da gelöst werden. Wer eine Angelegenheit zu schnell „an die große Glocke hängt“, der macht es den Streitenden schwerer die Angelegenheit noch friedlich beizulegen ohne ihr Gesicht zu verlieren. Wenn erst alle Bescheid wissen und alle auch mitreden wollen, ist die Bewältigung eines Problems viel schwieriger. Deshalb sollte man auch seine eigenen Streitigkeiten nicht schnell an die große Öffentlichkeit tragen, überall herumerzählen, ein großes Geschrei darüber machen oder es gar im Internet auch vielen vollkommen Unbekannten mitteilen. Zuerst und auch mit etwas Geduld sollte man die entsprechenden Probleme mit allen Beteiligten oder vielleicht noch mit einem allgemein akzeptierten Schlichter zu lösen versuchen.
Das gilt natürlich auch, wenn man mit den Problemen anderer Menschen konfrontiert wird. Dann sollte man die Angelegenheit nicht gleich „an die große Glocke hängen“, sondern im kleinen Kreis eine klare und praktikable Lösung finden. So muss auch nicht jeder Fehler eines Menschen in der ganzen Familie oder Gemeinde bekannt gemacht werden. Dadurch werden Beziehungen oft unnötig erschwert und nachhaltig belastet. Auch schon Jesus Christus empfiehlt dieses Vorgehen, mit dem Hinweis: „Wenn Du deinen Bruder sündigen siehst geh zuerst alleine hin und sprich mit ihm. Falls das nichts bringt, nimm noch eine andere, neutrale Person mit dazu. Und erst wenn es garnichtmehr anderes geht, bringe die Angelegenheit vor die ganze Gemeinde. (frei nach Mt 18,15-18)
http://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/155760821230371

Eiferer für den Herrn

Die Zeloten (wörtl. „Eiferer“) bildeten eine einflussreiche Gruppe im Judentum zur Zeit Jesu. Es handelte sich um eine Befreiungsbewegung, die sich speziell gegen die römische Verwaltung in Judäa richtete. Judas, der Galiläer (Apg. 5,37), zum Beispiel hielt es für frevelhaft, außer Gott auch noch einem Sterblichen als Herrscher zu huldigen. Darum weigerte er sich, die römische Kopfsteuer zu entrichten. Zeloten sind, kurz gesagt, „Eiferer, die die Ehre Gottes ohne Rücksicht auf Freunde, Verwandte und das eigene Leben notfalls mit dem Schwert verteidigen“ (Otto Betz). Im Laufe der Zeit richtete sich ihr Kampf in Terroranschlägen auch gegen die jüdische Landbevölkerung, soweit sie den Römern Getreide liefern musste. Während des jüdischen Krieges 66-70 n.Chr. waren die Zeloten in verschiedene Gruppen zersplittert, deren Anführer sich in Jerusalem während der Belagerung verlustreich bekämpften. Jesus hatte einen in seinen Jüngerkreis berufen, der aus dem Umfeld der Zeloten kam: Simon, den Kanaanäer (Mk 3,18 = Lk 6,15). Simon, der Zelot und Matthäus, der Zolleinnehmer – und beide hören auf die Worte Jesu?! Subjektiv meinte es jeder Zelot völlig ehrlich: Es ging ihm um Gottes Ehre und die Gültigkeit seines Gesetzes. Und doch lässt der Zelot Gott nicht Gott sein: Er selbst will hier und heute schon das Böse und die Bösen ausrotten. Er selbst will entscheiden, wer dazu gehört und wer nicht. Und jeder Zelot hat vor einem Überfall fleißig gebetet. Jesu Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen bürstet jeden falschen Eifer gegen den Strich, indem er uns daran erinnert, dass nur einer in der Lage und auch bevollmächtigt ist, letztgültig zu urteilen. Dass in jeder Art von Zelotismus „die Anderen“ die Bösen sind, weist auf einen zweiten blinden Fleck hin. Der Zelot sieht nicht den „Balken im eigenen Auge“. Er bekämpft das Böse nicht im eigenen Herzen. An dieser Gespaltenheit geht er zugrunde. Dieses Muster ist zu allen Zeiten wiedergekehrt: im Judentum, im Islam und auch in der christlichen Geschichte.
Dr. Manfred Dreytza Pastor und Leiter des Krelinger Studienzentrums Stichwort
http://www.grz-krelingen.de/upload/KB.pdf

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Meine Frau …“

War Jesus verheiratet? Am ersten Tag eines Koptologen-Kongresses in Rom wurde ein koptischer Papyrusteil vorgestellt, in dem Jesus von „meiner Ehefrau“ spricht. Die Harvard-Professorin Karen L. King stellte das Fragment vor. DER SPIEGEL schreibt:

Der Fund eines Papyrus-Fragments aus dem 4. Jahrhundert heizt Spekulationen über Jesus’ Verhältnis zu Frauen an. Analysiert wurde der Text von Karen L. King, einer 58-jährigen Historikerin der Universität Harvard, die Expertin für koptische Literatur ist. Ein privater Sammler, der um jeden Preis anonym bleiben will, soll ihn ihr zur Verfügung gestellt und um eine Übersetzung gebeten haben. Über den Fundort ist nichts bekannt, laut King könnte er aus Ägypten stammen.

Die Wissenschaftlerin stellte den vergilbten Papyrus-Fetzen, der nicht viel größer ist als eine Visitenkarte, am Dienstag auf einem Kongress von Koptologen in Rom vor. Die schwarze Schrift ist nur mit einem Vergrößerungsglas zu entziffern. Zuvor hatten einige ausgesuchte Papyrologen und Linguisten einen Blick auf den Text werfen können. Laut “New York Times” gehen sie davon aus, dass das Dokument nicht gefälscht ist.

In dem in koptischer Sprache verfassten Text heißt es in einem Dialog: “Jesus sagte zu ihnen: ‘meine Frau’.” Dabei soll es sich King zufolge um “Maria” gehandelt haben. In den darauffolgenden Zeilen soll Jesus seinen Getreuen versichern, auch Maria sei würdig, Jünger zu sein.

Hier der vollständige Artikel: www.spiegel.de. Den Vortrag von Karen L. King gibt es hier: King_JesusSaidToThem_draft_0917.pdf.

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Meine Frau …“

„Innocence of Muslims“

Seit Tagen werden Christen in islamischen Ländern getötet weil ein Mann im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen will. Im Sommer 2012 veröffentlichte der Ägypter Sam Bacile (Pseudonym für Nakoula Basseley Nakoula) seinen 13-minütigen, antiislamischen Video im Internet. Auf Umwegen gelangte der Film „Innocence of Muslims“ („Die Unschuld der Muslime“) an einen ägyptischen Fernsehsender, der Teile davon ausstrahlte. Seitdem nutzen gewaltbereite Muslime das Video als Vorwand um gegen westliche Diplomaten und einheimische Christen vorzugehen. In Ägypten, Tunesien, Libyen, Afghanistan, Pakistan, dem Jemen, Sudan und Indonesien wurden seitdem rund 20 Menschen ermordet.
Für die amerikanischen Behörden ist Nakoula kein Unbekannter. Wegen Bankbetrugs und Steuervergehen wurde der 55-jährige vor drei Jahren zu 21 Monaten Haft und einer Geldstrafe in Höhe von knapp 800.000 Dollar verurteilt.
Auch der anti-islamische Pastor Terry Jones aus Florida, der durch seine angedrohte Verbrennung eines Koran zu einem gewalttätigen Protest in arabischen Ländern beigetragen hatte, steht in Kontakt mit Sam Bacile alias Nakoula.
Nakoula gibt an, er habe den Film aus Ärger über die Gewalt von radikalen Muslimen gedreht. Doch genau diese Gewalt facht er durch seine Aktion an. Offensichtlich wird kein gewaltbereiter Muslim durch einen solchen Film eines Besseren belehrt. Unentschiedene Muslime hingegen fühlen sich angegriffen und geben islamischen Scharfmachern recht, die in ihrer Propaganda behaupten, der Westen wolle den Islam verspotten und Muslime vernichten. Die Situation der Christen in islamischen Ländern verschärft sich durch solche Aktionen noch einmal.
Es besteht kaum eine Aussicht, dass durch „Die Unschuld der Muslime“ irgendetwas Positives bewirkt wird: Säkulare Europäer ärgern sich über „gläubige“ Christen, die vorgeblich den religiösen Frieden stören, gewaltbereite Muslime haben einen weiteren Grund, um gegen ihre christlichen Landsleute vorzugehen, friedlichere Muslime werden fanatisiert und der christliche Glaube wird erneut mit Negativschlagzeilen in Verbindung gebracht. Es ist wohl eine Illusion zu meinen, dass durch solch ein Video ein einziger gewaltbereiter Muslim von seinem Weg abgebracht wird. Aber Christen müssen leiden und sterben, weil jemand meint, seinen Ärger über gewaltbereite Muslime am besten durch polemischen Spott gegenüber Mohammed und dem Islam zum Ausdruck zu bringen.
Das religiös begründete Gewalt in vielen islamischen Ländern ein echtes Problem ist, hat mit solcher bewussten Provokation nur wenig zu tun. Hier wird offensichtlich kein Problem behoben, sondern nur noch verschärft. Michael Kotsch

„Innocence of Muslims“ oder Ideen haben Konsequenzen

Der im Internet auszugsweise kursierende Film „Innocence of Muslims“ (Die Unschuld der Muslime) hat zu gewalttätigen Demonstrationen auf US-Vertretungen in Libyen, Ägypten und anderswo geführt. In Libyen und im Jemen wurden dabei Mitarbeiter der US-amerikanische Botschaft verletzt oder sogar ermordet. Inzwischen gab es auch in Berlin einen Zwischenfall, der zur teilweisen Räumung des US-Konsulats geführt hat.
Ich halte grundsätzlich nichts von Propaganda. Der Film „Innocence of Muslims“ scheint einzig und allein dafür produziert worden zu sein, Desinformationen über den Islam zu streuen sowie Furcht und Hass gegenüber Muslimen anzuheizen. So ein primitives Machwerk verdient unsere Verachtung. Die Produzenten haben sich feige zurückgezogen und verfügen wahrscheinlich nicht über das nötige Abstraktionsvermögen, um sich auszumalen, wie viele unschuldige Menschen sie in den islamischen Ländern in Gefahr bringen.
Das alles rechtfertigt jedoch nicht den wütenden Mob, der bei den blutigen Protesten viel Schuld auf sich geladen hat. Inzwischen wird vermutet, dass islamistische Terrororganisationen sich die Wut zu nutze machen und die Bevölkerung gegen die Vertreter „des Westens“ aufhetzen. Sollte sich das bestätigen, tragen sie für die Verbrechen eine erhebliche Mitverantwortung.
Es gibt aber noch eine dritte Gruppe, die solche gewaltsamen Ausschreitungen der muslimischen Bevölkerung mitverschuldet. Nur durch ihre nachhaltige Saat ist zu erklären, dass ein Cartoon oder Film derartige Gewaltorgien herbeiführt. Seit vielen Jahren sind es islamische Geistliche, die bevorzugt über Moscheen, Fernsehen oder Internet zur Gewalt aufrufen und damit die böse Saat ausstreuen, die bei den einfachen Menschen auf den Straßen aufgeht und die Gewalt gegenüber Nicht-Muslime anfeuert.
Das „Middle East Media Research Institute“ (MEMRI) ist eine Organisation, die islamische Medien des Nahen Ostens beobachtet und entsprechende Sendungen aufzeichnet und analysiert. Ich verweise hier auf eine Produktion des ägyptischen Al-Rahme TV. Sechs einflussreiche Geistliche unterhalten sich dort beharrlich über den Unwert der Juden (Übersetzung und Mitschrift gibt es leider nur in englischer Sprache). Unfassbar, was dort zu hören ist. Ein Geistlicher sagt: „Wenn ein Kind ein Spielzeug will, gebe ich ihm ein Gewehr und keinen Fußball. Ich gebe ihm ein Gewehr und sage ihm: ‚Schieße nicht auf deine Brüder, sondern schieße auf Juden.‘“ Die so genannte antisemitische „The Franklin Prophecy“, die dort verlesen wird, ist übrigens ein populärer Internet Hoax. Die böse Saat geht auf.
http://www.theoblog.de/innocence-of-muslims-oder-ideen-haben-konsequenzen/18369

Was ist Glaube? Teil 2

a) Das wichtigste hebräische Wort für glauben heißt aman. Von daher stammt unser Amen: „das soll gelten, dass soll wahr und gewiss sein“. Der Wortstamm aman meint also etwas, das fest, zuverlässig, sicher ist; dasjenige, was eine Sache oder einen Menschen zu dem macht, was er ist und in diesem Sinn das Verlässliche, das nicht trügt. So gebraucht man das Wort von einem verlässlichen Diener, einem treuen Zeugen oder einem treuen Propheten. Und so meint das Wort auch die unbedingte Treue und Verlässlichkeit Gottes (hebr. ämät) als das, was ihm entspricht. Weiterlesen