Alle Christen haben: denselben Gott:

Alle Christen haben:
denselben Gott: Ich fahre auf zu meinem Gott und zu eurem Gott. (Joh. 20,17)
denselben Vater: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater (Joh. 20,17)
dieselbe Natur: Daß ihr teilhaftig werdet der göttlichen Natur (2. Pet. 1,4)
dieselbe Heiligung: Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit (Joh. 17,19)
dieselbe Auferstehung: Er hat uns samt ihm auferweckt (Eph. 2,5)
dasselbe Leben: Denn ich lebe und ihr sollt auch leben (Joh. 14). Gott hat uns samt Christo lebendig gemacht (Eph. 2,5)
dieselbe Umwandlung: Er hat uns samt ihm ins himmlische Wesen versetzt (Eph. 2,6)
dieselbe Erbschaft: Erben Gottes und Miterben Christi (Röm. 8)
dasselbe Leiden: Wenn wir anders mit ihm leiden (Röm. 8,17)
dieselbe Stellung außerhalb der Welt: Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin (Joh. 16,16)
dieselbe Verfolgung von der Welt: Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen.
dieselbe Freude: Auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen (Joh. 17,13)
denselben Frieden: Meinen Frieden gebe ich euch (Joh. 14,27)
dieselbe Liebe: Auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen (Joh. 17,26)
dieselben Worte: Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben (Joh. 17,8)
dieselbe Belehrung vom Vater: Denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan (Joh. 15,15)
dieselbe Macht im Gebet: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird ers euch geben (Joh. 16,23)
denselben Geist: Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein (Röm. 8,9)
dieselbe Sendung an die Welt: Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch (Joh. 20,21)
dasselbe Grab: So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod. (Röm. 6,4)
dieselbe Heimat: Auf daß ihr seid, wo ich bin (Joh. 14,3)
dieselbe Herrlichkeit: Ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast (Joh. 17,22). Auf daß auch wir mit zur Herrlichkeit erhoben werden (Röm. 8,17)
denselben neuen Namen: Ich will auf ihn schreiben meinen Namen, den neuen (Off. 3,12)
denselben Familienzug: Wie wir getragen haben das Bild des irdischen, also werden wir auch tragen das Bild des himmlischen (1. Kor. 15,49). Wir wissen aber, wenn er erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden (1. Joh. 3,2)
dieselbe Ruhe: Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruhet auch von seinen Werken, gleichwie Gott von seinen. So lasset uns Fleiß tun, einzukommen zu dieser Ruhe. (Heb. 4,10)
Der Gärtner 23.08.1925 Dr. Schmidt – Das Gemeingut aller Christen 18.06.10 (Schmidt) Laut Christenbote hat Pfarrer Dr. Schmidt, gest. 1892 in Untertürkheim, in einem seiner katechetischen Hilfsbücher 25 Punkte aufgestellt, die Gemeingut aller Christen sein müssen. http://www.lebensquellen.de/archives/97

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Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?

Kein hoch wissenschaftliches Werk, aber eine gelungener Blick auf ein gesellschaftliches Problem, dass uns in den nächsten Jahren alle beschäftigen wird. Auch wenn das Buch an sich sehr witzig und kurzweilig ist, ist es das Thema leider nicht.
Kurzbeschreibung
Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol. Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag. Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Der Staatsanwalt von nebenan erzieht seine Kinder mit der Spielkonsole. Germanistikstudenten sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung. Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht. Geschrieben haben es zwei Autoren, die mit der Generation Doof per Du sind. Denn es ist ihre eigene.
Stefan Bonner und Anne Weiss beleuchten die Generation Doof aus verschiedenen Blickwinkeln und beschreiben unser heutiges Leben sehr anschaulich mit vielen geeigneten Episoden, die oft lustig, manchmal auch traurig oder sogar erschreckend sind. Mit viel Ironie und ohne Überheblichkeit wird man bei dieser Lektüre gut unterhalten. Vielleicht regt sie den einen oder anderen ja auch an, über das eigene Leben nachzudenken. Letzten Endes bleibt es dem Leser selbst überlassen, ob er die Meinung der Autoren über die Generation Doof teilt oder nicht.
Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1. Aufl. (Februar 2008) ISBN-10: 3404605969 # ISBN-13: 978-3404605965 Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? Anne Weiss (Autor), Stefan Bonner

Drewermann als Zweidrittelbuddhist

Eugen Drewermann
Am 20. Juni feiert er seinen 70. Geburtstag.
Priester, Psychotherapeut und Kirchenrebell: Eugen Drewermann ist vor fünf Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten. Seither predigt er als freischaffender Lebensberater Vegetarismus und Tierschutz.
Hier ein Artikel zum Thema Drewermann und der Buddhismus
http://bibelkreis-muenchen.de/?p=166

Der Täter

John Katzenbachs Roman “Der Täter“
Im Jahre 1943 versucht die Gestapo in Berlin, im Untergrund lebende Juden auszuforschen, festzunehmen und in die Vernichtungslager zu deportieren. Sie bedient sich dazu jüdischer Greifer, die ihre Volks- und Glaubensgenossen denunzieren und ausliefern. Der talentierteste dieser Nazi-Greifer war der Schattenmann, dessen Identität unbekannt blieb.
Das Buch beginnt damit, dass sich der pensionierten Detective Simon Winter eine Kugel durch den Kopf schießen will, weil er sich einsam und nutzlos fühlt. Dabei wird er von seiner Nachbarin Sophie Millstein gestört. Die alte Jüdin hat den Holocaust in Europa überlebt, und ist jetzt völlig hysterisch, weil sie beim Einkaufen einen ehemaligen Nazi-Schergen gesehen haben will, den sie den „Schattenmann“ nennt. Winter begreift nicht, was seine Nachbarin von ihm will, folgt ihr dennoch in ihre Wohnung, um sie zu beruhigen. Dort ist alles in Ordnung – so scheint es. Stunden später wird Millstein erdrosselt in ihrem Bett aufgefunden, Nachbarn haben Geräusche gehört und einen jungen Schwarzen davonlaufen sehen. Für den ermittelnden Detective scheint der Fall klar. Aber Simon Winter, der zufällig am Tatort vorbeikommt, gibt seine Bedenken zu Protokoll und erzählt den Polizisten auch vom Schattenmann. Und spätestens an diesem Punkt beginnt Katzenbach den Leser meisterhaft zu fesseln. Nicht mit knisternder Spannung, sondern einfach mit der Geschichte selbst. Man beginnt sich zu fragen – so wie auch Simon Winter nachzudenken beginnt – was es mit diesem Schattenmann denn nun auf sich haben könnte? In der Folge pendelt der Autor geschickt zwischen den Routine-Ermittlungen der Polizei und den privaten Nachforschungen von Winter hin und her. Eindrucksvoll lesen sich vor allem die Gespräche des Ex-Detective mit den Freunden und Verwandten von Sophie. Er findet heraus, dass sich ein Mann aus der jüdischen Gemeinde vor Wochen angeblich das Leben genommen hat – weil er den Schattenmann gesehen haben will. Doch auch in diesem Fall tauchen mehr als ernsthafte Zweifel am Suizid auf. Das Eintauchen in die Welt der Überlebenden des Holocaust bringt Simon Winter völlig neue Erfahrungen – vom Autor hervorragend recherchiert und geschildert.
Die Geschichte, die hinter dem Buch steckt, erscheint dabei durchaus glaubwürdig. Mitte der 90er Jahre, als Katzenbach das Buch schrieb, gab es noch jede viele ehemaliger Nazis oder willfähriger Helfer, die in den 40er Jahren als Greifer in Deutschland unterwegs waren, um versteckte und flüchtige Juden aufzuspüren und sie an die SS auszuliefern. Die Rolle der Greifer ging über die eines Kollaborateurs weit hinaus, wegen ihrer jüdischen Vorfahren blieb ihnen der gesellschaftliche Aufstieg verwehrt, was oft zu einem stärkeren Juden-Hass führte. Und es gab in den USA zahlreiche Kolonien von Überlebenden des Holocaust. Da muss das Auftauchen eines früheren Nazi-Kollaborateurs tiefgreifende Panik ausgelöst haben. Als ein weiterer Holocaustüberlebender verschwindet, und vermutlich ebenfalls ermordet wurde, wird allen Beteiligten – und damit auch dem Leser – endgültig deutlich, welche Dimension das Geschehen hat. Denn niemand weiß, wie lange der Schattenmann schon sein Unwesen treibt, wie viele Holocaust-Überlebende, die ihn erkannten, durch seine Hand bereits starben? Die Ungeheuerlichkeit dieses Kriminalfalles bringt die Ermittler und die alten Menschen, die vor dem ehemaligen Greifer Angst haben, an den Rand ihrer psychischen Möglichkeiten. Meisterhaft versteht es Katzenbach dabei, die Spannung nicht nur konstant zu halten, sondern subtil zu steigern. Ab einem bestimmten Punkt identifiziert sich der Leser mit den Ermittlern und fragt sich ebenfalls: Wie ist dieser Killer bloß zu fassen? Ist der Holocaust noch immer nicht vorbei?
Das Zusammenwirken des aktiven Polizisten Walter Robinson und seines alternden Ex-Kollegen Simon Winter wird von anfänglicher Skepsis über zunehmendes Vertrauen bis zu kollegialem Verständnis langsam enger. Alles in allem entwickeln sich während der spannenden Handlung interessante Charaktere, der Leser lernt viel über ebenso schwierige wie faszinierende Lebensläufe. Und er lernt viel über die Verhältnisse in Miami – jenseits der Fernsehwelt von CSI. Nach wie vor vorhandene Rassenschranken, politischer Einfluss in Justiz und Polizei, das Leben der europäischen Immigranten – Katzenbach reißt einige Themen an, ohne sie allerdings zu vertiefen. Ein überaus spannender Krimi mit zwei charismatischen Ermittlern. Insbesondere Simon Winter, der über die Suche wieder eine Aufgabe findet, ist perfekt dargestellt.
John Katzenbachs Roman der Täter ist erschienen als Taschenbuch
ISBN-10: 3-426-50534-7, ISBN-13: 978-3-426-50534-2. Broschiert: 589 Seiten Verlag: Droemer/Knaur (11. Januar 2010)