Die Kraft, die im Evangelium liegt, kommt nicht aus der Beredsamkeit des Predigers

Das Evangelium wird in alle Ohren gepredigt, aber nur an manche dringt es mit Kraft. Die Kraft, die im Evangelium liegt, kommt nicht aus der Beredsamkeit des Predigers, sonst wären es Menschen, die die Seelen bekehren. Sie kommt auch nicht aus der Gelehrsamkeit des Predigers, sonst würde sie in Menschenweisheit bestehen. Wir können predigen, bis uns die Zunge verfault, bis unsere Lunge erlahmt und wir sterben, und doch würde nie eine Seele bekehrt, es sei denn, sie ist getragen von einer geheimnisvollen Kraft – dem Heiligen Geist, der den Willen des Menschen verändert. Oh, meine Herren! Wir könnten statt zu den Menschen genauso gut zu Steinmauern predigen, wenn nicht der Heilige Geist mit dem Wort ist und ihm Kraft gibt, die Seele zu bekehren.
C.H. Spurgeon

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Christlicher Fundamentalismus in Deutschland

Auch das renommierte Goethe-Institut schließt auf und polemisiert undifferenziert gegen den Evangelikalismus. Roland Detsch schreibt für das Institut:
Die Bedeutung christlich-fundamentalistischer Strömungen in der Gesellschaft wird von der deutschen Öffentlichkeit vielfach unterschätzt. Dabei trägt vor allem der missionarische Eifer der Evangelikalen längst auch hierzulande Früchte.
Wer bei religiösem »Fundamentalismus« nur an eifernde Mullahs oder islamistische »Gotteskrieger« denkt, befindet sich auf dem Holzweg. Desgleichen wer angesichts von Piusbruderschaft, Opus Dei oder Opus Angelorum christlichen Konservativismus allein im Umfeld der katholischen Kirche vermutet.
Auch wenn die Geistlichen zivil erscheinen, heiraten dürfen, Frauen in Amt und Würden kommen, Gotteshäuser und Ritus profan wirken: Die wahre Heimat christlicher Fundamentalisten ist der uneinheitliche Protestantismus. Allen voran der Evangelikalen, die sich vielfach in Freikirchen finden, aber auch in evangelischen Landeskirchen, denen sich fast jeder zweite der geschätzten 1,4 Millionen Evangelikalen zugehörig fühlt.
Hier der vollständige Beitrag und eine eMail-Adresse für konstruktive Kritik: http://www.goethe.de.

Christlicher Fundamentalismus in Deutschland

Offenbarung 11,13 Und zu derselben Stunde geschah ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt stürzte ein; und es wurden getötet in dem Erdbeben siebentausend Menschen, und die andern erschraken und gaben dem Gott des Himmels die Ehre. Luther 1984

Kurz Einleitung zur Offenbarung des Johannes
Das Johannesevangelium, die Johannesbriefe und die Offenbarung sind in ihrem Schreibstil alle ähnlich. Z.B. nennt Johannes Jesus das LOGOS, das Wort Gottes. Wir finden diesen Ausdruck in Johannes 1,1.14, sowie auch in Offenbarung 19,13. Oder: Jesus lädt ein, von ihm das Wasser des Lebens zu nehmen. Wir finden das in Joh. 7,37 als auch in Offb 21,6; 22,17. Oder: In Joh 1,29 nennt Johannes Jesus das Lamm – denselben Ausdruck finden wir ständig in der Offenbarung (z.B. Kap 5,6-22,1). Das Lamm ist auch im AT das Bild des Opfertieres. Johannes legt sein Gewicht darauf, dass die entscheidende Tat im ganzen Erdenleben Jesu, durch die die große Wende zum Guten für die Menschheit, ja den ganzen Kosmos herbeigeführt wurde, in seinem Sterben geschieht. Jesus hat durch seinen Opfertod Frieden geschaffen.
Ort und Zeit der Abfassung
Offb. 1,9: Johannes schreibt, dass er um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen von Jesus auf der Insel Patmos verbannt wurde. Patmos galt damals allgemein als Verbannungsinsel,
Die Empfänger des Buches und sein Inhalt
Das Buch ist ein verhältnismäßig langer Rundbrief an sieben kleinasiatische Gemeinden mit einem persönlich gehaltenen Anschreiben an jede der einzelnen Gemeinden.
Was will die Offenbarung?
Die Offenbarung will gewiss machen, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus zum Heiland und Herrn dieser Welt bestimmt hat. ER spricht das letzte Wort. auch wenn oft alles anders aussieht.
Der Inhalt von Kapitel 10 und 11
Die Ereignisse in Kapitel 10 und 11 bis zu diesem Vers gehören demnach zu einer Parenthese oder Einschaltung. Die grammatische Form weist nämlich darauf hin, daß der ganze Bericht bis zu Vers 14 ein eingeschobener Abschnitt ist. Daher beschreibt der Apostel Johannes alle Visionen, die er gesehen, und alle Stimmen, die er gehört hat, in der Vergangenheitsform, z. B.: Und ich sah, daß das Lamm eines der sieben Siegel auftat … (Offb. 6, 1). Und der erste Engel posaunte … (Offb. 8, 7). Von dieser starren Regel weicht Johannes nur dann ab, wenn er manchmal zwischendurch gewisse Zukunftsereignisse schildert, die zeitlich vorgezogen sind. Ein gutes Beispiel dafür ist in der Vorankündigung der siebten Posaune zu finden, wo die Zukunftsform gleich dreimal gebraucht wird. Dies ist auch so im vorhergehenden Text, wo das Zertreten Jerusalems und der Dienst der beiden Zeugen in der Zukunftsform beschrieben ist.

Auslegung von Vers 13
“Und zu derselben Stunde geschah“ Während die Zeugen, und die wahre Gemeinde Jesu überhaupt (Offb 19,7), mit ihrem Herrn vereinigt werden, geht die Welt durch eine schwere Erschütterung und Katastrophe hindurch. Sie ist Vorbote, Anfang und Auftakt dessen, wovon in Offb 16,18 gesagt wird; das Ganze bildet dann den Abschluss der antichristlichen Zeit und der Weltgeschichte überhaupt.
“und der zehnte Teil der Stadt stürzte ein“ Welche Bedeutung mag diese Angabe in der Reihe der Sinnzahlen haben? Die Israeliten gaben Gott den Zehnten, um seinen Anspruch auf das Ganze anzuerkennen. Sie bestätigten seine Oberhoheit und ihre Tributpflichtigkeit. Diese „Stadt“ aber hatte diesen Anspruch verweigert. Nun macht Gott ihn richterlich geltend. Er schlägt ein Zehntel, um durch diese Zeichen die Unterwerfung des Ganzen vorzunehmen.
Siebentausend ist nicht unbedingt die Anzahl im wörtlichen Sinn, es ist vielmehr eine vollkommene Anzahl, die von Gott bestimmt ist und vielleicht die gefürchtetsten Feinde Gottes meint. „… die übrigen wurden voll Furcht und gaben dem Gott des Himmels Ehre“ (Vers 13b). Sie erkennen in diesen Ereignissen die Hand Gottes. Das heißt noch nicht, daß sie die Rechte des Herrn Jesus anerkennen. Wenn das tatsächlich nicht der Fall ist, hat die Ehre, die sie dem Gott des Himmels erweisen, für Ihn keinen Wert.
“ und die andern erschraken“, emphobos, ist der Ausdruck, der die Furcht und das erschrecken der Frauen am leeren Grab (Luk.24,5) und dann der Jünger beim Anblick des auferstandenen Herrn (Luk.24,37) bezeichnet. Wenn Gott in Macht handelt, werden die Menschen in dieser Weise berührt (Apg.10,4; 22,9; 24,25).
“und gaben dem Gott des Himmels die Ehre“ Der hier und in 16,11 verwendete Gottestitel mag in einem gewissen Gegensatz stehen zur Vergötterung der Erde durch die „Bewohner der Erde“ siehe (3,10), die jetzt zusammenbricht. Alle Erdenherrlichkeit wurde ja durch das Weltenbeben so sichtlich entherrlicht, daß die Anerkennung der Gottesherrlichkeit nicht mehr zu umgehen ist. Unwiderstehbar hat sie sich Bahn gebrochen (14,6-7; 15,4).
Der sehr allgemeine Ausdruck „gaben dem Gott des Himmels die Ehre“ spricht nicht ohne weiteres von einer Heilsbekehrung. Das AT bringt zahlreich Unterwerfungen unter Gott, die nicht von Herzen geschahen. Israel gab Gott auf dem Karmel unter dem Druck des Gotteszeichens die Ehre. Nach 1.Könige 18,39 fiel „alles Volk“ auf sein Angesicht vor Gott, aber schon im nächsten Kapitel 19,18 sind es nur siebentausend, die Jahwe nachfolgen. Neben diesem Beispiel aus der Mosezeit nahe liegen. Pharao unterwarf sich immer nur gezwungen: Nach 2.Mose 14,18 erkennt er, daß Jahwe Gott ist, und fährt gerade daran ins Verderben.

Außergewöhnlich – geht nicht!

Es ist noch gar nicht so lange her, da war es etwas Außergewöhnliches, wenn jemand sein “Coming-out” hatte (ich bitte die rein maskuline Ausdrucksweise zu entschuldigen – dies soll weder ab- noch ausgrenzen). Doch die Zeiten ändern sich. Heute ist es eher unspektakulär, wenn er oder sie zu seiner oder ihrer wie auch immer gearteten geschlechtlichen Empfindung steht – von einer Ausnahme abgesehen: Wer die “klassische” Aufteilung in Mann und Frau, gemessen am äußerlich sichtbaren Geschlecht, befürwortet, ist ganz und gar nicht willkommen. Es muss nicht einmal befürwurtet werden, es genügt schon, zu behauten, man dürfe solch eine Haltung haben, um in unserer Zeit außergewöhnlich zu sein.
Doch bei aller Veränderung ist eines gleich geblieben: Außergewöhnlich – geht nicht! Vor Jahren hat man es Menschen, die mit ihrem geschlechtlichen und sexuellen Empfinden von der Masse abwichen, also Homosexuellen, nicht gerade einfach gemacht, dies offen zu sagen. Heute können Homosexuelle das – sie sind nicht mehr Außergewöhnlich. Der Spieß hat sich umgedreht und nun sind es Homosexuelle, die es anderen schwer machen, anders zu sein oder auch nur zu denken. Denn dass man anders denken darf, dafür sprach sich kürzlich Frau Prof. Düsing aus, die nun einen Vortrag anlässlich des 250. Geburtstags von Schiller an der Universität Köln halten sollte (ich habe berichtet):
Düsing sollte attackiert werden, weil sie die Erklärung “Für Freiheit und Selbstbestimmung” zum Marburger Kongreß im Mai dieses Jahres unterzeichnet hatte. Aus der Sicht des “Autonomen Lesben- und Schwulenreferates Köln (LuSK)” war dies eine diskriminierende und homophobe Handlung. Nachdem sich Düsing nicht bereit fand, sich von der Erklärung zu distanzieren und sich deswegen auch nicht an einen “Runden Tisch” in der Universität zitieren ließ, war die Protestaktion beschlossene Sache. Damit war für reichlich Turbulenz gesorgt.
Der Vortrag konnte nach starken Protesten doch stattfinden, jedoch mit 45-minütiger Verspätung – wegen ständiger Unterbrechungen. Bei diesen Protesten geht es offensichtlich nicht mehr um freie Meinungsäußerung und eine freie Lebensgestaltung, sondern vielmehr um die massive und rücksichtslose Durchsetzung einer Überzeugung. Die Lehre, die ich daraus ziehe: Es gibt nichts neues unter der Sonne. Schade eigentlich!
Ein ausführlicher Kommentar, der mir in der Wortwahl nicht immer gefällt, zu den Ereignissen in Köln findet sich hier: http://www.medrum.de Eine Erklärung von Frau Prof. Düsing gibt es hier: http://www.die-tagespost.de
Publiziert von Johannes am 8. Dezember 2009 unter Gesellschaft, Sexualität http://www.nachfolgeblog.de/

Robert Spaemann hat WELT ONLINE ein bemerkenswertes Interview gegeben und dabei das offensichtliche Problem der schwindenden Denk- und Meinungsfreiheit offensiv angesprochen: Hier ein kurzer Auszug von dem Interview.
WELT ONLINE: ….In Köln wurde vom „Autonomen Lesben- und Schwulenreferat“ gerade versucht, eine Ringvorlesung von Professorin Edith Düsing zu sprengen, weil sie im Frühjahr in Marburg eine Erklärung gegen den Druck unterzeichnet hatte, mit dem Homosexuellenverbände den Kongress „Psychotherapie und Seelsorge“ verhindern wollten.
Spaemann: Das ist ungeheuerlich und wird leider immer schlimmer. Generell ist die Meinungsfreiheit jetzt schon auf katastrophale Weise eingeschränkt im Vergleich zu den 50er Jahren. Wir lebten damals in einem viel freieren Land. Heute liegen Tretminen überall. Das ist neu. Das Tolle ist aber jetzt, dass Frau Düsung nicht über Homosexualität sprechen wollte, sondern über Schiller und Nietzsche. Als Person darf sie jetzt also nicht mehr auftreten, weil sie einmal – wie zum Beispiel auch der bekannte sozialdemokratische Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde – Freiheit der Rede auch für Leute verlangte, die Homosexualität für einen Defekt halten.
WELT ONLINE: Wundert sie das?
Spaemann: Es empört mich. Hat Frau Düsing denn gegen Schwule geredet? Nein, sie hat ein Manifest unterschrieben, das verlangt, dass die Leute frei reden dürfen. Der Vorgang ist nicht nur absurd, sondern gefährlich.
WELT ONLINE: Warum?
Spaemann: Unter meinen guten Freunden sind mehrere Homosexuelle. Mit denen bin ich darin einig, dass die Abwesenheit der Anziehungskraft des anderen Geschlechts ein anthropologisches Manko ist.
WELT ONLINE: Wieso?
Spaemann: Weil auf dieser Anziehungskraft die Fortexistenz der menschlichen Gattung beruht. Darum kann man nicht sagen, die Abwesenheit dieser Anziehungskraft sei so normal wie die Existenz dieser Anziehungskraft. Auf dem einen beruht die Fortexistenz der Gattung und auf dem anderen eben nicht. Da fehlt etwas. Das muss jemand doch sogar, wenn es falsch wäre, sagen dürfen, ohne dass ihm Homosexuellenhass angehängt wird. Das ist geradezu lächerlich, wenn ich an meine homosexuellen Freunde denke.
Hier der vollständige Text: http://www.welt.de/kultur/article5500006/Minarette-sind-fuer-den-Islam-nicht-lebenswichtig.html

Eine Maus bringt die Erleuchtung

Einer der Reichen, die ich interviewt habe, hatte eine Maus in seinem Haus. Früher hätte er einen Eimer genommen, sie gefangen und in den Garten gebracht. Jetzt arbeitete viel Personal für ihn. Also schrieb er seinem Hausmanager eine E-Mail vom Blackberry, der rief einen Kammerjäger an, der mit einem Kollegen die Maus fing. Der Butler rief dann die beiden Gärtner an, damit sie die Maus aussetzen konnten, und informierte den Hausherrn. Es brauchte zwei E-Mails, drei Telefonate und sechs Leute, um das Tier aus dem Haus zu bekommen. Der Mann sagte: Eine Maus hat mir gezeigt, wie absurd mein Leben geworden war. Robert Frank,

Expertin kritisiert einseitige Islam-Berichterstattung

Kritik an einer häufig einseitigen Berichterstattung über den Islam hat die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (Bonn) geübt. Wie sie in einem Vortrag zum Thema „Herausforderung Islam für Gesellschaft, Politik und Gemeinde“ Ende November in Chemnitz sagte, werde der Islam in den Medien meist nur mit Themen wie Terrorismus, Integration oder der Rolle der Frau in Verbindung gebracht.
Auch in vielen christlichen Gemeinden zähle „reißerische Angstmacher-Literatur über den Islam“ zu den Bestsellern. Tatsächliche Begegnung mit Muslimen gebe es hingegen kaum. Dabei gebe es keine Alternative zu einem Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland. „Das Ja zu einem Miteinander zu finden, scheint mir die größte Herausforderung der Gegenwart zu sein“, so die wissenschaftliche Leiterin des „Instituts für Islamfragen“ der Deutschen Evangelischen Allianz. Sowohl Christen als auch Muslime müssten lernen, aufeinander zuzugehen, anstatt passiv zu bleiben. Christen warnte Frau Schirrmacher davor, alle Muslime „über einen Kamm zu scheren“. Man müsse unterscheiden zwischen der großen Mehrheit der friedlichen und unpolitischen Muslime und einer Minderheit des radikalen und weltweit vernetzten politischen Islam. Das Problem des radikalen Islam würde allerdings nicht dadurch gelöst, „dass wir die Minarette fünf Meter kürzer machen“.
Muslime nicht Schuld für Lage in Herkunftsländern geben
Die Herausforderung für Christen bestehe vor allem darin, Auskunft über ihren eigenen Glauben geben zu können: „Die Unsicherheit des Christentums und seine missionarische Schwäche ist nicht die Schuld des Islam.“ Auch beobachte sie, dass Debatten um den Islam sehr emotional geführt würden, so Schirrmacher. Sie rief zu mehr Sachlichkeit auf: „Beim Thema Christenverfolgung etwa dürfen wir hier lebende Muslime nicht für die Situation in ihren Herkunftsländern verantwortlich machen, weil sie daran sowieso nichts ändern können. Andererseits darf die Thematik der Verfolgung von Christen auch nicht ausgeblendet werden.

Hier der ganze Artikel http://www.idea.de/nachrichten/nachrichten-des-tages-detailartikel/artikel/expertin-kritisiert-einseitige-islam-berichterstattung.html