„Jesus ist die Antwort – aber was war die Frage?“

„Die Juden fordern ein Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus“ schreibt Paulus (1.Korinther 1,22f). Die Fragen lauten: „Ist Jesus wirklich durch Wunder autorisiert?“ oder „Kann dieser Jesus die philosophischen Rätsel lösen, die uns bewegen?“. Es lohnt sich, diese Fragen zu bedenken und zu zeigen, was Jesus dazu zu sagen hat. Und Wunder hat er genug getan! Aber hier ist der Moment, an dem zu sagen ist: Gott gibt in Jesus eine andere Antwort, eine Antwort auf die entscheidende Frage, nämlich wie Sünder Frieden mit Gott finden. Wie? Durch Jesus Christus, der für die Sünder gestorben ist. Egal, ob danach jemand fragt. Das ist es, was Gott zu sagen hat.
Luther hat gefragt: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ Obwohl Gott gnädig ist, konnte Luther ihn nicht als solchen erkennen. Deswegen fragte er danach. Die Frage leitete ihn in die richtige Richtung, so dass er in der Bibel selbst auf die Botschaft von der Gnade Gottes in Jesus Christus stieß. Es mag sein, dass keiner nach einem „gnädigen Gott“ fragt. Das ändert aber nichts an der bedeutungsvollen Antwort, dass in Christus die heilsame Gnade Gottes erschienen ist (Titus 2,11).
Die Jünger fragten Jesus, wann das Reich für Israel wieder aufgerichtet würde. Jesus beantwortete die Frage nicht, weil es niemandem gegeben sei, Zeit und Stunde zu wissen. Er sagte ihnen stattdessen die Antwort, die ihm wichtig war: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und meine Zeugen sein, überall! Jesus gibt den Text vor.
Gott hat Antworten. Sie überraschen und passen nicht immer zu unseren Fragen, Bedürfnissen und Meinungen – und sind doch alleine gut.

Der Nikolaus ist seit Jahrhunderten einer der beliebtesten christlichen Volksheiligen.

Wahrscheinlich wurde Nikolaus zwischen 280 und 286 in Patara (in der Nähe von Antalya) geboren. Angeblich unterschied er sich schon früh von anderen Kindern und trennte sich von den Freuden der anderen jungen Menschen, um in Kirchen Andachten zu halten. Später soll er einem Nachbarn, der seine drei Töchter der Prostitution hingeben wollte, um in seiner Armut leben zu können, einen Klumpen Gold durchs Fenster geworfen haben, so dass die drei Töchter „normal“ heiraten konnten. Nach der Priesterweihe soll Nikolaus sein ererbtes Vermögen an die Armen verteilt haben. Auch soll er unter einem Kaiser eingekerkert und schwer misshandelt worden sein. Der offenbar beliebte Bischof soll am 6. Dezember 345 gestorben sein und wurde sehr bald zu einer Kultfigur und erhielt den „Heiligen-Status“.
Wie so oft – wenn man bei einer so genannten „heiligen“ Person nicht viel zu berichten weiß, ranken sich sehr schnell Legenden empor. Angeblich waren zum Beispiel in Konstantinopel drei Offiziere unschuldig des Hochverrats angeklagt. Als sie im Kerker auf ihren Henker warteten, riefen sie zu Gott, Er möge ihnen den Heiligen Nikolaus zu Hilfe senden. Dieser erschien dann dem Kaiser sofort im Traum und drohte mit dem Gericht Gottes, falls dieser das Urteil an den drei Offizieren vollstrecken lasse. Daraufhin ließ der Kaiser angeblich die drei Unschuldigen frei. Seither gilt der Heilige Nikolaus als Helfer gegen irrige Urteile.
Aus dieser Legende – und mancher Abwandlung davon – entwickelte sich in den kirchlichen Schulen schon im 13. Jahrhundert der heutige „Nikolaus“-Brauch. Ein bärtiger Nikolaus kehrt am Vorabend des 6. Dezember bei den Kindern ein und hält mit ihnen eine Gewissenserforschung. Zunächst war der Nikolaus im für viele „christlichen“ Sinn wohltätig, später verbanden sich mit dem Brauch germanische Mythen: Der kettenrasselnde Krampus (eine Teufelsgestalt) kam dazu, der so genannte Knecht Ruprecht. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann in Norddeutschland eine neue Gestalt in die Nikolausgeschichte eingeführt: der Weihnachtsmann – so, wie wir ihn heute „kennen“. Mit der eigentlichen geschichtlichen Gestalt hat er so ziemlich gar nichts mehr zu tun!
Für jeden gläubigen Christen sollte klar sein, dass er keine sogenannten „Heiligen“ verehren kann. Jede solche Verehrung eines Menschen anstelle des Herrn Jesus ist im Grunde Götzendienst. Zu diesen sogenannten „Heiligen“ gehört auch der Nikolaus. Sollte ich dann einem Brauch folgen, der einen dieser „Heiligen“ ehrt, und mich so einreihen unter solchen, die Götzendienst üben?
Christen dürfen mit Freude und Spaß Spiele mit Kindern machen. Und sie kennen einen Gott, der „alles reichlich darreicht zum Genuss“ (1. Tim 6,17) – auch Schokolade. Mit „süßen“ und pfiffigen Ideen kann ein Kinderfest oder ein Familiennachmittag zu einem ganz fröhlichen Miteinander werden – Spuk-, Gespenster- oder „Heiligen“-Geschichten werden dann von keinem mehr vermisst. Wer den Kindern Gutes gibt, wird in aller Regel auch Gutes ernten. Viel Freude bei der nächsten Kinder-Aktion! https://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1073

Warum glaubst du nicht, daß er dich liebt?

Zwei Frauen sitzen auf einer Parkbank. Sie sind »beste Freundinnen«. Die eine hat Sorgen: Sie hat Zweifel, ob ihr Freund, der ihr gerade einen Heiratsantrag gemacht hat, sie wirklich liebt. Sie sagt zu ihrer Freundin: »Ich bin ein¬fach nicht sicher, daß er mich liebt.«
»Warum nicht?« fragt die Freundin.
»Also, gestern hat er mir Blumen gekauft.«
»Das ist doch gut.«
»Ja, und heute, als es geregnet hat, ist er mit seinem Auto zur Bushaltestelle gekommen und hat mich mitgenommen.«
»Allerhand.«
»Und jedesmal, wenn er mich sieht, sagt er, daß er mich liebt.«
»Na, das ist doch bestens! Warum glaubst du nicht, daß er dich liebt?«
Pause. Dann: »Ich hätte gerne, daß er mir das beweist.«
Würde es Sie überraschen, wenn der Freund dieser Dame diese Phase der Beziehung frustrierend fände? Sie vertraut ihm nicht.
Mit Gott ist es ganz ähnlich. Die Zeichen, die Gott uns für seine Existenz gibt, existieren nicht im luftleeren Raum, sondern sind eingebunden in eine Beziehung: daß er uns geschaffen hat, uns will und uns liebt. Es sind Zeichen, die sich an das richten, was ein Liebender in der Geliebten am meisten haben möchte: Vertrauen. Wir liegen falsch, wenn wir Beweise von Gott fordern. Wir haben schon alle Beweise, die wir uns je wünschen könnten – wir müssen sie nur glauben.
Josh Moody: Biblische Spiritualität in der neuheidnischen Gesellschaft Seite 72

Gedanken Bonhoeffer`s zum Advent

Adventszeit ist Wartezeit
Jesus steht vor der Tür und klopft an (Offenbarung 3, 20), ganz in Wirklichkeit, er bittet dich in Gestalt des Bettlers, des verkommenen Menschenkindes in den verlumpten Kleidern um Hilfe, er tritt dir gegenüber in jedem Menschen, der dir begegnet. Christus wandelt auf der Erde solange es Menschen gibt, als dein Nächster, als der durch den Gott dich anruft, anspricht, Ansprüche stellt. Das ist der größte Ernst und die größte Seligkeit der Adventsbotschaft. Christus steht vor der Tür, er lebt in Gestalt des Menschen unter uns, willst du ihm die Tür verschließen oder öffnen?
Sonderbar mag es uns vorkommen, in so nahem Antlitz Christus zu sehen, aber er hat’s gesagt, wer sich diesem Wirklichkeitsernst der Adventsbotschaft entzieht, kann auch vom Kommen Christi in sein Herz nicht reden. … Christus klopft an, noch ist nicht Weihnachten, aber noch ist’s auch nicht der große letzte Advent, das letzte Kommen Christi, und durch alle Advente unseres Lebens, die wir feiern, geht die Sehnsucht nach dem letzten Advent, wo es heißt: Siehe ich mache alles neu (Offenbarung 21, 5).
Adventszeit ist Wartezeit, unser ganzes Leben aber ist Advents- das heißt Wartezeit auf’s letzte, auf die Zeit, da ein neuer Himmel und eine neue Erde sein wird. Quelle: Barcelona, Berlin, Amerika 1928-1931, DBW Band 10, Seite 533

Ex-Verfassungsrichter: Einen Staat ohne Religion kann es nicht geben

Würzburg (IDEA) – Einen Staat ohne Religion kann es nicht geben. Davon ist der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof (Heidelberg) überzeugt. „Das beweisen alle kulturgeschichtlichen Einsichten“, sagte der 79-jährige Staatsrechtler gegenüber der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ (Würzburg). Der Mensch denke über seine eigene Existenz hinaus und suche eine Antwort, die er durch Vernunft und Logik allein nicht finden könne.
Kirchhof zufolge beinhaltet der erste Satz des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ eine Idee des Urchristentums: „Wenn der Mensch die Möglichkeit der Gottesbegegnung hat, wenn er sich bemüht, diesem Ideal der Vollkommenheit nahe zu kommen, ist das der radikalste Freiheitssatz der Rechtsgeschichte.“
Wie Kirchhof weiter sagte, hat die Kirche zuletzt an Vertrauen verloren. Sie müsse deshalb beginnen, es wieder aufzubauen. „Mit ihrer Botschaft des Friedens und der Nächstenliebe hat sie positive Nachrichten und Informationen, aber auch Emotionen zu vermitteln.“ Sie müsse jetzt mehr darüber sprechen und zeigen, was sie etwa im karitativen Bereich leisten könne. Zudem müsse die Kirche verdeutlichen, dass sie mehr Formen der menschlichen Begegnung als nur den rationalen Diskurs habe. Kirchhof nannte die Musik, die Malerei und den Ritus. „Es wäre eine grausame Gesellschaft, wenn der Mensch nur ein Vernunftautomat wäre.“ Kirchhof war von 1987 bis 1999 Bundesverfassungsrichter.
https://www.idea.de/artikel/ex-verfassungsrichter-einen-staat-ohne-religion-kann-es-nicht-geben?fbclid=IwAR0bGiuusmr9DsiHCmkSpu34feMjo_s1ZXho2aVqiTuqab18c_Da971DzBI

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.

Dieser Werner Heisenberg, einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler der Menschheitsgeschichte, hat die Wissenschaft mit einem Schiff verglichen, das wir gebaut haben, das sich aber im Kreis dreht, weil es keinen Kompass hat, nach dem es sich richten kann. Der Nobelpreisträger ergänzte: „Wir brauchen Anhaltspunkte außerhalb des Schiffes namens Wissenschaft, um wieder auf Kurs zu kommen. Damit meine er die biblischen Offenbarungen. Der Atomphysiker, Friedensforscher und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker war sein engster Freund, der ihn begleitete bis auf sein Sterbebett. Nach einem fünfstündigen Gespräch mit Weizsäcker, der in derselben Woche meiner Begegnung mit ihm zu den sieben bedeutendsten Persönlichkeiten (u.a. neben Albert Einstein) des 20. Jahrhunderts gewählt wurde, war derselben Meinung wie Heisenberg: „Je mehr ich weiß, umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß.“ Nicht nur am Ende seines Lebens war für ihn die wichigste Entdeckung der Glaube an Gott. Günther Klempnauer

Ist dein Gott tot? Ist er dir unbekannt? Dann lerne den wahren Gott kennen!

Dann fing Paulus an, von Jesus zu reden. Apostelgeschichte 17:22-31 beschreiben seine Predigt. Paulus belehrte die Anbeter des „unbekannten Gottes“,

… dass unser Gott der Schöpfer der Welt ist (24)
… dass Er der Herr des Himmels ist und der Erde (24)
… dass Er nicht in von Menschen erbauten Tempeln wohnt (24)
… dass Er keinen Bedarf hat an irgendetwas (25)
… dass Er es ist, der allem Leben Odem gibt (25)
… dass Er die Völker aus einem Menschen hat hervorgehen lassen (26)
… dass Er dem Bestehen und Lebensraum der Völker Grenzen setzt (26)
… dass Er keinem Menschen ferne ist (27)
… dass wir Menschen Ihm alles verdanken, was wir sind (28)
… dass Er nicht durch Götzen darstellbar ist (29)
… dass Er die Zeiten der Unwissenheit übersieht (30)
… dass Er jetzt allen Menschen gebietet, Buße zu tun (30)
… dass Er die Erde richten wird durch Jesus (31)
… dass der Beweis dafür die Auferstehung Jesu von den Toten ist (31)
So machte Paulus den Griechen ihren „unbekannten Gott“ bekannt. Nicht, dass sie nun alles wussten, was sie wissen mussten. Aber durch diese schlichte Predigt wurden etliche Männer und Frauen gläubig und der „unbekannte Gott“ wurde ihnen bekannt und zum Retter und Erlöser.
Wir müssen nicht alles wissen und kennen, nicht auf alles eine Antwort haben. Wenn nur der „unbekannte Gott“ uns kennt und wir Ihn, dann ist unser größtes Problem gelöst. (Lothar Jung)

Wir leben in einer Zeit ungeheurer Verwirrung

Wir leben in einer Zeit ungeheurer Verwirrung. Es gibt nichts, was nicht in der Kirche gelehrt würde. Aber nicht jeder, der in der Kirche spricht oder schreibt, sagt die Wahrheit. Nicht jeder Talarträger ist ein Pastor. Nicht jeder, der von Gott redet, ist von Gott gesandt. Unter Schafskleidern kann ein Wolf stecken. Wer jedem glaubtm weil der bei ´Kirchens´ angestellt ist und fromme Worte macht, ist naiv. Diese Naivität können wir uns nicht leisten. Es geht ja um unser zeitliches und ewiges Heil. Theo Lehmann 

Durchkreuzt

Das Kreuz durchkreuzt |
Was keiner wagt,
das sollt ihr wagen |
Was keiner sagt,
das sagt heraus |
Was keiner denkt, das wagt zu denken | Was keiner anfängt, das führt aus
Wenn keiner Ja sagt, sagt doch Ja | Wenn keiner Nein sagt, sagt doch Nein
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben | Wenn alle mittun, steht allein
Wo alle loben,
habt Bedenken |
Wo alle spotten,
spottet nicht |
Wo alle geizen,
wagt zu schenken |
Wo alles dunkel ist,
macht Licht |
Das Kreuz des Jesus Christus
durchkreuzt was ist
und macht alles neu
(Lothar Zenetti)
Erstveröffentlichung des Textes in: Lothar Zenetti, Texte der Zuversicht, Verlag J. Pfeiffer München 1972, S. 253, hier mit dem Rahmenvers: „Das Kreuz des Jesus Christus / durchkreuzt was ist / und macht alles neu“