Die Tiefste Diversität

„Die Wiedergeburt löscht unsere Individualität, Persönlichkeit oder unseren Charakter nicht aus. Sondern sie heiligt sie, und stellt sie im Dienst für Gott. Die Gemeinschaft der Gläubigen ist die neue Menschheit, die in sich selbst ein breites Spektrum an Vielfalt und Unterschiede trägt, und die tiefste Diversität in ihrer Einheit auslebt.“ Herman Bavinck, Reformed Dogmatics Band IV, s. 640.
Wahre Diversität findet sich in der Hingabe an Jesus Christus, der sein Ebenbild in seiner gläubigen Kirche wiederherstellt. Alles andere ist nur eine billige Kopie, ein zum Scheitern verurteilter Versuch das ohne Gott zu schaffen, was nur Gott schafft.
http://mehrerekanonen.blogspot.com/2019/09/die-tiefste-diversitat.html

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Der durchschnittliche so genannte Bibelchrist ist nur eine traurige Parodie auf wahres Heiligsein! .

Wir bekehren Menschen zu einer kraftlosen Form des Christentums, die mit dem Neuen Testament wenig zu tun hat. Der durchschnittliche so genannte Bibelchrist ist nur eine traurige Parodie auf wahres Heiligsein! … Wir müssen bei unseren Bekehrten auf neutestamentlicher Heiligung bestehen, auf nichts weniger; und wir müssen sie in einen Zustand der Herzensreinheit, feuriger Liebe, der Trennung von der Welt und völliger Hingabe an die Person Christi bringen. Nur auf diesem Wege kann der niedrige geistliche Zustand wieder bis auf das Niveau angehoben werden, das er im Licht der Schrift und der ewigen Werte erreichen sollte!

A.W. Tozer

Von Selbstbejahung und Selbstverleugnung

John Stott schreibt in einem Buch Die große Einladung über die Selbstliebe (Brunnen, 2004, S. 81–82):
Was die psychologischen Konsequenzen des menschlichen Paradoxes betrifft [dass wir voller Würde und zugleich Verdorbenheit sind, Anm. RK], so wissen wir alle, wie wichtig ein ausgewogenes Selbstbild für unsere seelische Gesundheit ist. Manche Menschen leiden unter entsetzlichen Minderwertigkeitsgefühlen und einem sehr negativen Bild von sich selbst. Andere fallen in das entgegengesetzte Extrem. Der Amerikaner Carl Rogers zum Beispiel, der Begründer der «klientbezogenen Psychotherapie», kam zu der Überzeugung, dass der tiefste Kern des Menschen, die tiefsten Lagen seiner Persönlichkeit, der Grund seiner «animalischen» Natur, einen positiven Charakter haben. Und deshalb sollten wir, wenn es nach ihm geht, eine «bedingungslos positive Sicht von uns selbst» entwickeln.
Dieses Denken floriert auch in der Selbstverwirklichungsbewegung und hat viele Christen eingeholt. Sie vertreten die Meinung, wir sollten Gott, unseren Nächsten, aber zuallererst uns selbst lieben. Doch in Wirklichkeit lautet das biblische Gebot, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie wir uns selbst bereits lieben, da wir ja selbstsüchtige Menschen sind. Dass das biblische Gebot keine Aufforderung ist, uns selbst zu lieben, wird aus drei Argumenten deutlich. Erstens bestätigt Jesus das alttestamentliche Doppelgebot (Lukas 10,27), Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst. Von einem weiteren Gebot: «Du sollst dich selbst lieben», ist nicht die Rede. Zweitens ist Selbstliebe die Essenz der Sünde (2. Timotheus 3,2). Drittens ist die Liebe, die unser Leben prägen soll, jene göttliche Agape-Liebe, die sowohl Opferbereitschaft als auch Dienstbereitschaft beinhaltet, deren «Gegenstand» wir also nicht selbst sein können. Wie könnten wir uns selbst aufopfern, um uns selbst zu dienen?
Was also ist ein angemessenes Selbstbild? Wenn wir uns selbst weder hassen noch lieben sollen, wie sollen wir dann zu uns selbst stehen? Hier kommt wieder das menschliche Paradox ins Spiel. Wir Menschen sollten daran denken, dass wir sowohl ein Produkt der Schöpfung als auch ein Produkt des Sündenfalls sind. Somit bejahen wir dankbar alles in uns, was unserer Erschaffung nach dem Bild Gottes zuzuschreiben ist, während wir alles in uns entschlossen ablehnen oder verneinen, was dem Sündenfall zuzuschreiben ist. Wir sind also sowohl zur Selbstbejahung als auch zur Selbstverleugnung berufen, und wir brauchen ein gutes Unterscheidungsvermögen, um zu erkennen, was in welcher Situation angemessen ist.

Luther und der biblische Schöpfungsbericht

„Wenn Mose schreibt, dass Gott die Himmel und die Erde samt allem, was auf ihr ist, in sechs Tagen geschaffen hat, dann lass diese Zeit weiterhin sechs Tage sein und wage nicht irgendeinen Kommentar anzugeben, dass sechs Tage nur ein Tag gewesen seien. Doch wenn Du nicht verstehen kannst, wie dies in sechs Tagen geschehen konnte, dann gewähre dem Heiligen Geiste die Ehre, gelehrter zu sein, als du es bist. Denn mit der Schrift musst du so umgehen, dass du stets bedenkst, dass Gott selbst sagt, was geschrieben steht. Da aber Gott spricht, geziemt es sich nicht für dich, sein Wort schamlos in jene Richtung zu wenden, in die du es gerne hättest“ Martin Luther

Eine richtige Gottesvorstellung ist nicht nur die Grundlage für die systematische Theologie, sondern auch für das praktische Glaubensleben

„Eine richtige Gottesvorstellung ist nicht nur die Grundlage für die systematische Theologie, sondern auch für das praktische Glaubensleben. Sie ist das Fundament des Gottesdienstes. Ist es zu klein oder falsch gebaut, so muß das ganze Gebäude früher oder später zusammenstürzen. Ich glaube kaum, daß es irgendwelche Irrtümer in der Lehre oder Versagen im praktischen Christenleben gibt, die nicht letzten Endes alle auf unvollkommene und niedrige Gottesvorstellungen zurückgeführt werden können.
Meiner Meinung nach ist die Auffassung der heutigen Christen von Gott so dekadent, daß sie in keiner Weise der Würde Gottes, des Allerhöchsten, entspricht. Daß dies auch bei ernsthaften Gläubigen so ist, ist beinahe so etwas wie eine moralische Katastrophe.“
(Tozer, A.W. Das Wesen Gottes, 1996, Seite 11-12)

Es gibt Christen, die es für zu fromm halten, auf eine bessere irdische Zukunft zu hoffen.

„Es gibt Christen, die es für zu fromm halten, auf eine bessere irdische Zukunft zu hoffen. Sie glauben an das Chaos, die Unordnung, die Katastrophe als den Sinn des gegenwärtigen Geschehens und entziehen sie in Resignation oder frommer Weltflucht der Verantwortung für das Weiterleben, für den neuen Aufbau, für die kommenden Geschlechter. Mag sein, dass der jüngste Tag morgen anbricht. Dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.“ Dietrich Bonhoeffer in; „Widerstand und Ergebung“

Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, weil in ihrer Region kein Zug und kein Bus mehr fährt, taugen nicht zum Feindbild.

„Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, weil in ihrer Region kein Zug und kein Bus mehr fährt, taugen nicht zum Feindbild. Nicht jeder kann sich eine Wohnung in hippen Großstadtbezirken leisten, wo man gut mit dem Fahrrad zum Job kommt. (…) Viele Leute können sich den Bioladen nicht leisten. Deshalb ist es falsch, den Konsum in den Mittelpunkt zu stellen und wie die Grünen Umweltpolitik zu einer Frage des Lifestyles zu machen. Das ist ein elitärer Ansatz. Wenn jetzt etwa die CO2-Steuer zur Hauptforderung in der Klimadebatte wird, dann geht das wieder zulasten der Ärmeren und der Mitte, die schon heute einen immer größeren Teil ihres Budgets für Strom und Benzin ausgeben müssen. Wann haben die Grünen interveniert, als die Bahn auf Börsenfähigkeit getrimmt wurde? Das hat dazu geführt, dass in ländlichen Gegenden viele Bahnstrecken stillgelegt wurden. Dann auf die Leute herabzublicken, die in diesen Regionen leben und ihr Auto brauchen, ist arrogant.“
focus.de„Die Klimadebatte, wie die Grünen sie führen, ist völlig verkürzt“