Nach Dem Himmel Verlangen

„Es gibt Zeiten, da auch ich glaube, dass wir gar nicht nach dem Himmel verlangen. Noch häufiger aber frage ich mich, ob wir im innersten unseres Herzens- jemals nach etwas anderem verlangt haben. Es ist die geheime Signatur jeder Seele, das unmittelbare und unstillbare Verlangen; das, wonach wir uns sehnten, ehe wir unserer Frau begegnet waren, noch ehe wir einen Freund gewannen und ehe wir unseren Beruf wählten; das wonach wir noch auf unserem Sterbelager verlangen werden, wenn die Seele nichts mehr weiß von Frau, Freunde und Arbeit.“ C. S. Lewis, Über den Schmerz, s. 142-143.

Der gute Kampf des Glaubens

Wo werdet ihr in dem großen Kampf stehen, der gegenwärtig in der Gemeinde tobt? Werdet ihr euch bei der Welt anbiedern, indem ihr außen vor bleibt? Wollt ihr „konservative Liberale“ werden oder „liberale Konservative“ oder „Christen, die nicht an Kontroversen glauben“ oder irgendetwas anderes, das ebenso selbstwidersprüchlich und absurd ist? Wollt ihr Christen sein, aber nicht von der Sorte, die es mit dem Christsein übertreiben? Werdet ihr euch kalt distanzieren, während Gottes Volk im In- und Ausland gegen die Tyrannei über die Kirche kämpft? Werdet ihr euch herausreden, indem ihr mit Fingern auf die persönlichen Unzulänglichkeiten derer zeigt, die schon für den Glauben kämpfen? Habt ihr vor, in eurem Zeugnis nach außen Christus so lange untreu zu sein, bis ihr in eurer eigenen Seele alles in Ordnung gebracht habt? Seid versichert, dass ihr mit dieser Strategie dieses Ziel niemals erreichen werdet. Bezeugt mutig die Wahrheit, die ihr bereits verstanden habt, und euch wird mehr gegeben werden. Aber macht gemeinsame Sache mit denen, die das Evangelium Christi leugnen oder missachten, und der Feind wird für immer in eurem Leben wüten.




Die grösste geistliche Not

Letztendlich ist die größte geistliche Not für jede Generation gleich: unsere Herzen sind von Gott abgewandt. Trotzdem denke ich, dass es sich in unserer Generation anders ausdrückt als in den letzten Jahrhunderten. Unsere Götzen tragen andere Namen als die des Alten Testamentes. Ich glaube, dass vor allem in der westlichen Kultur der Götze „unbekümmert sein“ die Herzen eingenommen hat. Man könnte ihn auch „individuelle Lebensplanung“ oder „freie Entfaltung und volle Erfüllung des Potentials“ nennen. Wir sehen es sehr stark in der Umgangsweise mit Sex, Liebe, Geld und Familienplanung. Man scheut sich nicht, das „Ich“ zu vergöttern und alles andere für dessen Befriedigung zu opfern – ob es das ungeplante Kind, die Freundschaft mit einer andersdenkenden Person, die Sorge um die Eltern oder die Bewahrung der sexuellen Reinheit ist. Mit einem Klick, einem „swipe right“, einer Pille, oder einem weiteren TikTok geben wir innerhalb Sekunden unseren Versuchungen leichter und heimlicher denn je die Überhand. Das tun wir alles um unser bestes und glücklichstes „Ich“ zu finden. Aber die Bibel zeigt: Ohne Gott ist unser ganzes Leben eine Identitätskrise. Ohne die Quelle des Lebens ist jeder Schritt ein weiterer Richtung Tod. David Platt

Der Hass von den Rechtsextremen auf Christen

„Die Rechtsextremen hassen das Christentum aus drei Gründen: Erstens, weil es die gleiche Würde aller Menschen lehrt. Zweitens, weil für eine besondere Zuwendung zu den Schwachen eintritt, die von der sozialdarwinistischen Kultur des Vitalen und Starken, die Rechtsradikalen eigen ist, verachtet wird. Drittens wegen seiner übernationalen, universalistischen Ausrichtung.“ Dr. Andreas Püttmann, Publizist

Warum wurde Gott Mensch?

„Denn als der Tod in die Menschheit durch dem Ungehorsam der Menschen eingetreten ist, war es passend, dass das Leben durch dem Gehorsam eines Menschen wiederhergestellt wird. Da die Sünde, die der Ursache unserer Verdammnis ist, ihren Anfang bei einer Frau gehabt hat, war es passend für den Autor unserer Gerechtigkeit und Erlösung von einer Frau geboren zu werden. Da der Teufel den Menschen besiegt hat, indem er ihn versucht hat, von einem Baum zu kosten, war es passend, dass der Teufel besiegt wurde, indem ein Mensch an einem Baum gelitten hat. 
Auf dieselbe Art zeigen viele andere Dinge, wenn wir sie richtig betrachten, die unausdrückbare Schönheit unserer Errettung, die Christus vollbracht hat.“
Anselm von Canterbury

Ich und du können ohne Christus nicht leben

“Ich und du können ohne Christus nicht leben. Wir brauchen jemand, der uns hebt und hält, solange wir leben, und uns die Hand unter dem Kopf legt, wenn wir sterben sollen; und das kann Christus überschwänglich, nach dem, was von ihm geschrieben steht, und wir wissen keinen, von dem wir es lieber hätten. Er ist eine heilige Gestalt, die dem armen Pilger wie ein Stern in der Nacht aufgeht und sein innerstes Bedürfnis, sein geheimstes Ahnden und Wünschen erfüllt. Wir wollen an ihn glauben, Andres, und wenn auch niemand mehr an ihn glaubte.” Matthias Claudius, Briefe an Andres – Erster Brief

Gott eine unpersönliche Macht?

Natürlich hat es Vorteile, statt an Gott an eine unpersönliche höhere Macht oder „das Universum“ zu glauben. Dann gibt es nämlich kein Du, das mich anspricht, mich hinterfragt und die Herrschaft meines selbstverliebten Egos gefährdet. Aber auch kein persönliches Gegenüber, das mich aus meiner Lieblosigkeit erlöst. JH

Mit Dem Einen Zufrieden Sein

„So sollen wir denn in unserem Leben unter Elend und Mangel, unter Kälte und Verachtung, unter Schmach und aller anderen Not fröhlich durchhalten und mit dem einen zufrieden sein, dass uns unser König nie verlassen wird, dass Er uns nie seine Hilfe in unserer Not versagt, bis wir unseren Kampf durchkämpft haben und zum Triumph gerufen werden; denn das ist die Art seiner Herrschaft., dass Er uns alles das wiederschenkt, was Er selbst vom Vater empfangen hat.“ Calvin, Instituitio, 2.15.4.

Wahre Gotteserkenntnis

»Wahre Gotteserkenntnis ist unangegriffen und unangreifbar, ohne Sorgen und Zweifel. Solche wahre Gotteserkenntnis ist aber die und nur die, die sich in der Bindung an Gottes Wort vollzieht. Alles Entweichen aus der Bindung des Wortes Gottes bedeutet den Übergang zu den falschen Göttern, zu den Nicht-Göttern – was sich darin zeigen wird, dass es unweigerlich die Unsicherheit der Gotteserkenntnis über sich selbst und also den Zweifel nach sich zieht.« K. Barth, KD II, 1, § 25, 5f