Fehlende Gotteserkenntnis

Falls der Mensch Gott nicht erkennt und nicht begreift, so hat er noch kein Recht daraus zu schließen, es gäbe keinen Gott. Die gesetzmäßige Folgerung daraus ist nur die, dass er noch nicht fähig ist, Gott zu erkennen und zu begreifen. Es gibt nur für den keinen Gott, der ihn nicht sucht. Suche Ihn, und er wird sich Dir offenbaren.Leo Tolstoi (Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, 1828-1910), russischer Dichter

Wer trägt alles Schuld daran, dass ich zu dem geworden bin, was ich heute bin?

Ich bedauere, ausserstande zu sein, der neugierigen Öffentlichkeit als die wahre Ursache meiner tragischen Veranlagung einen finsteren, brutalen Vater vorzuführen oder eine blasse, halbvergiftete Mutter, deren selbstmörderische Instinkte mich mit dem Fluch der Versuchungen des künstlerischen Temperamentes beladen haben. Es tut mir leid, dass sich in unserer Ahnenreihe nichts Rassigeres findet als ein entfernter, einigermaßen unbemittelter Onkel, und dass ich einer Pflicht nicht genügen kann, die mir als modernem Menschen eigentlich obläge: jeden zu verfluchen, der mich zu dem gemacht hat, was ich bin. Zwar weiß ich nicht genau, was ich nun eigentlich bin, aber es scheint mir ziemlich sicher, dass das meiste davon auf meine eigenen Kosten geht. G. K. Chesterton. Autobiographie. verlag nova & vetera: Bonn 2002. (36-37)
Viele Menschen sagen: „Ich bin, wie ich bin. Ich kann nicht anders.“ Diese Haltung ist nicht richtig und ist eine Selbsttäuschung. Selbst wenn wir sind, wie wir sind, können wir dennoch vieles daran ändern und auch besser machen. Dazu gibt es für Christen den Segen der „Heilung seelischer Verletzungen“ durch Jesus Christus und die Bereitschaft zur „Nacherziehung“ durch die Bibel. Jeder kann sich durch Gottes Kraft verändern lassen. Keiner muss bleiben, wie er ist.

Fehlende Gemeinschaft

“Es kann sein, daß Christen trotz gemeinsamer Andacht, gemeinsamen Gebetes, trotz aller Gemeinschaft im Dienst allein gelassen bleiben, daß der letzte Durchbruch zur Gemeinschaft nicht erfolgt, weil sie zwar als Gläubige, als Fromme Gemeinschaft miteinander haben, aber nicht als die Unfrommen, als die Sünder. Die fromme Gemeinschaft erlaubt es ja keinem, Sünder zu sein. Darum muß jeder seine Sünde vor sich selbst und vor der Gemeinschaft verbergen. Wir dürfen nicht Sünder sein. Unausdenkbar das Entsetzen vieler Christen, wenn auf einmal ein wirklicher Sünder unter die Frommen geraten wäre. Darum bleiben wir mit unserer Sünde allein, in der Lüge und der Heuchelei; denn wir sind nun einmal Sünder.“ – Dietrich Bonhoeffer: Gemeinsames Leben, hrsg. von E. Bethge u.a., Gütersloh 29. Auflage 2010, S.93

Urgemeinde

„Die zweitausendjährige Geschichte des Christentums hat doch wohl klar bewiesen: die [sic!] Ordnung der Urgemeinde ist die einzige, die zu allen Zeiten und an allen Orten passt. Sie kann sich ausserordentlich gut sehr verschiedenen Verhältnissen anpassen, sie widersteht am besten den Verfolgungen, sie ermöglicht den grössten Raum für die Entfaltung des geistlichen Lebens.“ Alfred Kuen

Google ist der neue Gott

„Wir glauben immer weniger an übernatürliche Instanzen und die Kirche, aber haben weiter Fragen, auf die wir keine Antworten finden – und diese Leere füllen wir mit der mythischen Macht der Technologie. Google beantwortet jetzt fast alle Fragen, Google ist unser neuer Gott.“ Diese Ansicht vertritt Scott Galloway, Wirtschaftsprofessor an der New York University, im Magazin „Frankfurter Allgemeine Quarterly“.

Das Wort Gottes verkündigen

Treuer Gott, ich habe begonnen, zu predigen und das Volk zu unterrichten, aber es geht nicht, es geht nur so mit stocken und stammeln; aber das tut nichts zur Sache. Du hast mir befohlen, dein Wort zu verkündigen, darum werd‘ ich es nicht aufgeben. Misslingt es, dann misslingt es Dir, gelingt es, dann gelingt es mir und dir…
Martin Luther, Reformator (1483-1546)

Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret. Martin Luther

Identitätspolitik

„Wie jede radikale Ideologie braucht die Identitätspolitik nicht viele Anhänger, um sich durchzusetzen – zum Beispiel beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wer das nicht wahrhaben will und abwinkt, erkennt die Dimension nicht.“
welt.deIdentitätspolitik: Eine radikale Geisteshaltung zerstört unseren Westen von innen – WELT