Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, weil in ihrer Region kein Zug und kein Bus mehr fährt, taugen nicht zum Feindbild.

„Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, weil in ihrer Region kein Zug und kein Bus mehr fährt, taugen nicht zum Feindbild. Nicht jeder kann sich eine Wohnung in hippen Großstadtbezirken leisten, wo man gut mit dem Fahrrad zum Job kommt. (…) Viele Leute können sich den Bioladen nicht leisten. Deshalb ist es falsch, den Konsum in den Mittelpunkt zu stellen und wie die Grünen Umweltpolitik zu einer Frage des Lifestyles zu machen. Das ist ein elitärer Ansatz. Wenn jetzt etwa die CO2-Steuer zur Hauptforderung in der Klimadebatte wird, dann geht das wieder zulasten der Ärmeren und der Mitte, die schon heute einen immer größeren Teil ihres Budgets für Strom und Benzin ausgeben müssen. Wann haben die Grünen interveniert, als die Bahn auf Börsenfähigkeit getrimmt wurde? Das hat dazu geführt, dass in ländlichen Gegenden viele Bahnstrecken stillgelegt wurden. Dann auf die Leute herabzublicken, die in diesen Regionen leben und ihr Auto brauchen, ist arrogant.“
focus.de„Die Klimadebatte, wie die Grünen sie führen, ist völlig verkürzt“

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Historisch-kritische Bibelforschung

Die historisch-kritische Bibelforschung hat ihr Recht: sie weist auf eine Vorbereitung des Verständnisses, die nirgends überflüssig ist. Aber wenn ich wählen müßte zwischen ihr und der alten Inspirationslehre, ich würde entschlossen zu der letzteren greifen: sieh hat das größere , tiefere, wichtigere Recht, weil sie auf die Arbeit des Verstehens selbst hinweist, ohne die alle Zurüstung wertlos ist. Karl Barth
Vorwort zur ersten Auflage des Römerkommentar von 1922

Die Kraft des Evangeliums und die Wurzeln von Rassenkonflikten

Allein das Evangelium verfügt über die Kraft, von diesen neun destruktiven Kräften – allesamt Auswirkungen der Sünde –  nachhaltig zu befreien. Sie alle liegen auch Rassenkonflikten zugrunde.

  1. Satan: Das Evangelium verleiht die Kraft, Menschen und Strukturen aus der Gebundenheit des Teufels zu befreien (1Joh 3,8).
  2. Schuld: Jesus hat unsere Schuld am Kreuz getragen (1Petr 2,24; 3,18). Wird diese nicht anerkannt, muss man sie verleugnen, sich in ihnen „baden“ oder diese zum eigenen Vorteil ausnützen.
  3. Stolz: Es gibt viele Formen des Stolzes (Überlegenheit, intellektuelle Analysen, anti-intellektueller Ärger, laute verbale Attacken, das Verachten von Stille, falsches Sicherheitsgefühl, versteckte Angst). Gott bringt den Stolz zum Schweigen (Jes 2,12+17).
  4. Hoffnungslosigkeit: Ohne Hoffnung auf die Auferstehung ist der Glaube dahin (1Kor 15,17). Ohne Hoffnung kaum Bemühung, Rücksicht und Achten auf zivile Rechte!
  5. Gefühle der Minderwertigkeit und der Selbstzweifel: In Christus sind wir als seine Kinder adoptiert worden (1Joh 3,1-2). Von Minderwertigkeit gehen viele selbstzerstörerische Impulse aus, die sich u. a. in ständigem Klagen und Nörgeln auswirken können.
  6. Eifersucht: Gier nach Besitz ist eine Quelle alles Bösen (1Tim 6,9-10). Wer Christus vertraut, kann den Bedürfnissen anderer begegnen und wahrhaft Diener werden.
  7. Hass:  Das Evangelium durchtrennt den Strang des Hasses und füllt das Herz mit Freude darüber, dass Gottes Zorn von uns weggenommen ist und die Zukunft Vergeltung und Gerechtigkeit von seiner Seite bringen wird.
  8. Angst: Wer aus der Todesfurcht erlöst worden ist (Hebr 2,14-15), muss nicht mehr das untergründige Gefühl der Angst wuchern lassen.
  9. Apathie ist leidenschaftsloses Leben, ein Dahinvegetieren von der einen Ablenkung zur nächsten. Sie kann sich nicht für die Verlorenheit und das Leid der Welt aufraffen. Christus hat sich ein Volk gereinigt, das eifrig in guten Werken ist (Tit 2,14; geschaffen zu guten Werken, Eph 2,10; sich einen guten Ruf in guten Werken erwirbt, 1Tim 5,10; reich ist in guten Werken, 1Tim 6,18; sich als Modell für gute Werke präsentiert, Tit 2,7; sich guten Werken widmet, Tit 3,8+14; den anderen zu guten Werken anreizt, Hebr 10,24).

John Piper. Bloodlines. Race, Cross and the Christian. Crossway: Wheaton, 2001. S. 87-106. The Power of the Gospel and the Roots of Racial Strife (6. Kapitel).

Ist alles Neue falsch?

Daß Gottesdienststile stets im Fluß sind, ist mir bewußt. Mir ist völlig klar, daß, wenn ein typischer Puritaner aus dem siebzehnten Jahrhundert in die Grace Community Gemeinde käme (wo ich Pastor bin), er geschockt wäre von der Musik, vielleicht auch betrübt, wenn er sieht, daß Männer und Frauen zusammensitzen, und ganz sicher wäre er entrüstet, daß wir eine Lautsprecheranlage benutzen. Spurgeon würde unsere Orgel nicht schätzen. Aber ich will gar keine stagnierende Kirche. Ich fühle mich auch nicht irgendeinem bestimmten musikalischen oder liturgischen Stil verpflichtet. Über diese Dinge redet die Schrift gar nicht. Auch denke ich nicht, daß meine persönlichen Neigungen in solchen Angelegenheiten notwendigerweise dem Geschmack anderer Leute vorzuziehen seien. Mir liegt nichts daran, irgendwelche nebensächlichen Gesetze aufzustellen, die bestimmen, was in Gottesdiensten sein darf und was nicht. Das zu tun, wäre die reinste Gesetzlichkeit. Meine Beschwerde richtet sich gegen diese Philosophie, die Gott und Sein Wort eine so untergeordnete Rolle in der Kirche zuweist. Ich bin überzeugt, daß es unbiblisch ist, Unterhaltung über biblische Predigt und Anbetung im Gottesdienst zu setzen. Und ich stehe in Opposition zu solchen, die meinen, mit Händlermethoden besser Leute ins Himmelreich zu bringen als ein souveräner Gott. Diese Philosophie hat der Weltförmigkeit die Kirchentüren geöffnet. »Ich schäme mich des Evangeliums nicht«, schrieb der Apostel Paulus (Röm. 1,16). Leider ist die Scham für das Evangelium mehr und mehr das richtige Kennzeichen einiger der bekanntesten und einflußreichsten Kirchen unserer Tage. John F. MacArthur Wenn Salz kraftlos wird – CLV

Wenn die Statistiken stimmen, machen die Juden nur ein Prozent der Menschheit aus-

Historiker sagen, dass das jüdische Volk längst verschwunden sein müsste, doch obwohl es über die ganze Erde verstreut war, hat es als deutlich erkennbares Volk überlebt. Und Mark Twain schreibt im Jahr 1899 dazu:
„Wenn die Statistiken stimmen, machen die Juden nur ein Prozent der Menschheit aus – ein unbedeutender Funke im Glanz der Milchstrasse. Normalerweise sollte man vom Juden kaum etwas gehört haben, und doch hörten und hören wir immer wieder von ihm. An Berühmtheit kann er es mit jedem anderen Volk der Erde aufnehmen, und seine Bedeutung in Wirtschaft und Handel steht in keinerlei Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl. Sein Beitrag zur Liste großer Namen in Literatur, Naturwissenschaft, Kunst, Musik, Finanzwesen, Medizin und tiefer Gelehrsamkeit ist genauso erstaunlich. Er hat sich in all den Jahrhunderten großartig geschlagen in dieser Welt – und das mit auf den Rücken gebundenen Händen. Er könnte mit Recht hochmütig und stolz auf sich sein. Die Ägypter, Babylonier und Perser kamen an die Macht, erfüllten die Erde mit ihrem Glanz und ihren Klängen und gingen unter. Die Griechen und Römer folgten, machten viel Lärm und verschwanden. Andere Völker standen auf, ihre Fackel brannte eine Zeitlang, dann erlosch sie, und heute sitzen sie im Zwielicht oder sind ganz verschwunden. Der Jude sah sie alle, schlug sie alle und ist heute, was er immer war, zeigt keinen Verfall, keine Alterserscheinungen, keine Schwächen, kein Nachlassen der Energie, kein Abstumpfen seines wachen, dynamischen Geistes. Alle Dinge sind sterblich außer dem Juden-, alle anderen Kräfte vergehen, er bleibt. Was ist das Geheimnis seiner Unsterblichkeit?“ (zitiert: Lance Lambert „Israel, Zentrum der Weltgeschichte“ )
https://ahuvaisrael.wordpress.com/tag/mark-twain/

Um wirklich Christus-orientiert zu sein, besteht christliche Überzeugungskraft aus viel mehr als nur Argumenten

Um wirklich Christus-orientiert zu sein, besteht christliche Überzeugungskraft aus viel mehr als nur Argumenten, Beweisen oder einem Kampf um Weltanschauungen. Es ist eine Kunst, sich für die Wahrheit einzusetzen. Diese Kunst sollte den Wahrheiten des christlichen Glaubens selbst treu bleiben und daher sowohl durch das christliche Verständnis der Wahrheit selbst als auch durch besondere Wahrheiten des Glaubens geprägt werden. Dies zu sagen bedeutet nicht, wie einige Leute heute behaupten, dass wir einfach das Evangelium predigen und nie versuchen sollten zu überzeugen.
Proklamation und Überzeugungsarbeit dürfen nie voneinander getrennt werden. Das bedeutet, dass das Einstehen für die Wahrheit (advocacy) immer unabhängig bleiben muss. Sie muss stets in sich schlüssig sein und durch die großen Wahrheiten der Schrift, insbesondere durch die fünf zentrale Wahrheiten der des Glaubens, nämlich der Schöpfung, des Sündenfalls, der Menschwerdung, des Kreuzes und des Heiligen Geistes entscheidend geprägt werden.
Getreu dem biblischen Verständnis der Schöpfung muss die christliche Überzeugungskraft immer die menschliche Fähigkeit zur Vernunft und den Vorrang des menschlichen Herzens berücksichtigen.
Getreu dem Verständnis des Sündenfalls muss die christliche Überzeugungskraft immer die Anatomie eines ungläubigen Geistes in seiner Verleugnung Gottes berücksichtigen.
Getreu der Menschwerdung Jesu muss die christliche Überzeugungskraft immer in erster Linie von Mensch zu Mensch und von Angesicht zu Angesicht sein und nicht Argument gegen Argument, Formel gegen Formel, Medien gegen Medien oder Methodik gegen Methodik.
Getreu dem Kreuz Jesu muss die christliche Überzeugungskraft in ihrer Art und Weise dem Kreuz entsprechen, ebenso wie sie in ihrer Botschaft auf das Kreuz ausgerichtet ist. …
Und getreu dem Heiligen Geist muss die christliche Überzeugungskraft immer wissen und zeigen, dass die entscheidende Kraft nicht unsere ist, sondern von Gott stammt. Denn Gott ist sein eigener Hauptverteidiger, sein bester Fürsprecher und derjenige, der die Welt herausfordert, “ihren Fall darzulegen”. Und wie Jesus es uns sagt, ist sein Geist, der Geist der Wahrheit, derjenige, der das wesentliche Werk der Überzeugung und Verurteilung vollbringt.Os Guinness. Fool’s Talk. S. 27-28.
Gefunden bei Hanniel Strebel https://hanniel.ch/