Ein merkwürdiger Triumphwagen

Ein merkwürdiger Triumphwagen fährt durch die Zeiten hin. Christus sitzt darauf, mit Dornen gekrönt, mit Schmach beladen, mit Geißeln zerschlagen, mit Blut bespritzt. In der Linken trägt er das Kreuz, in der Rechten die beiden Testamente. Freudig und rüstig haben sich die Apostel in das Joch gespannt, um den Zug zu bewegen; ihnen voraus schreiten die Patriarchen und Propheten. Zu beiden Seiten des Wagens gehen große Schaaren der Märtyrer und neben ihnen die Lehrer der Kirche mit aufgeschlagenen Bibeln. Als Gefolge erblickt man eine unzählbare Menge Menschen beiderlei Geschlechts aus verschiedenen Ständen und Völkern, Juden und Heiden, Reiche und Arme, Gelehrte und Ungebildete. Sie alle jubeln und klatschen vor Freuden in die Hände. Rings um den Zug aber stehen große Hausen von Feinden, Kaiser und Könige, Fürsten, Weise und Große dieser Welt mit Völkern von allen Zungen, mit Sclaven und Freien, Männern und Frauen; und unter gewaltiger Anstrengung stürmen sie auf die Schaar der Frommen ein. Allein mit ihrer Macht ist nichts gethan. Die Götzenbilder stürzen und werden zertreten; das Kreuz Christi siegt und führt das Gefängniß gefangen. Girolamo Savonarola https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:s:savonarola:savonarola-zitate

Warum sollte man gerade Gebildeten und Mächtigen kritisch auf die Finger schauen?

Was ist die Bibel doch für ein merkwürdiges Buch! Da kommen große, mächtige Herren vor. Aber von denen kann man nichts Gutes lernen: der König Herodes ist ein Mörder und Ehebrecher, der Pilatus ein ungerechter Richter, der Landpfleger Felix ein bestechlicher Beamter. Da kommen kluge und gelehrte Leute vor. Aber auch von denen kann man nichts Gutes lernen. Die sehen am hellen Tage das Licht nicht und verwerfen den Sohn Gottes. Auch das sind schlechte Vorbilder.Aber dann kommen in der Bibel arme und elende Leute vor, Leute „von den Hecken und Zäunen”; Leute, die sich im Tempel vor Scham über ihr Leben gar nicht nach vorn wagen, weil sie sich für große Sünder halten; Leute, die heimlich über sich selbst weinen; Aussätzige und Zöllner und Huren und Schacher. Und ausgerechnet von denen spricht die Bibel so, dass wir merken: Wir sollen und dürfen von ihnen lernen. Wer dazu zu stolz ist, der soll die Bibel lieber weglegen. Aber er soll auch wissen, dass er damit auf die Seite der Pharisäer und Schriftgelehrten tritt. Und die stehen ja in der Bibel in einem sehr, verdächtigen Licht.Wer aber den Weg der Bibel mitgehen will, der sehe sich all diese verachteten Leute einmal näher an. Dann wird er bald merken, warum die Bibel so ein Wohlgefallen an ihnen hat: Nicht um ihrer Erbärmlichkeit und Sünden willen — wie könnte Gott daran Gefallen haben! — sondern darum, — und nur dann — weil sie ein bußfertiges und zerschlagenes Herz haben. Und solch ein Herz gefällt Gott. Das ist bereit für den Heiland und Sein Heil. Amen. Wilhelm Busch
Weisheit ist etwas anderes als Wissen und Verstand und Lebenserfahrung. Weisheit ist das Geschenk, den Willen Gottes in den konkreten Aufgaben des Lebens zu kennen. * Dietrich Bonhoeffer

Lehrer im Gefängnis, weil er Transgender-Ideologie nicht mitträgt

Dürfen Lehrer gezwungen werden, Kinder so anzusprechen, wie diese es wünschen? Eine irische Schule sagt Ja und hat einen Lehrer suspendiert, der es nicht tun will. Dieser beruft sich auf seinen Glauben. Obwohl die Schule der Anglikanischen Kirche gehört, sitzt der Lehrer Enoch Burke nun im Gefängnis. 

Die NZZ berichtet: 

Burke begründet seine Weigerung mit seiner religiösen Überzeugung und beruft sich aufdie Glaubensfreiheit. Er ist evangelikaler Christ und macht geltend, es laufe seinenÜberzeugungen zuwider, einen Jungen nicht als Jungen anzusprechen. Gott habe dieMenschen als Mann und Frau geschaffen. «Transgenderismus ist mit meinemchristlichen Glauben nicht vereinbar», sagt Burke: «Er widerspricht der Bibel, dem Ethosder Church of Ireland und den moralischen Grundsätzen meiner Schule.»
Der letzte Punkt ist insofern bemerkenswert, als die Wilson’s Hospital School von deranglikanischen Church of Ireland betrieben wird. Die Kirche hat sich zur Frage noch nichtgeäussert. Äussern müssen wird sich hingegen das Gericht, der High Court in Dublin.Und zwar bald, denn Enoch Burke sitzt weiterhin in Haft. Er wäre vor ein paar Tagenfreigelassen worden, wenn er bereit gewesen wäre, sich an die gerichtliche Verfügung zuhalten.

Stellt sich die Frage: Was sollen Lehrer tun, wenn ein Schüler gern wie eine Katze angesprochen und behandelt werden möchte?

Mehr: https://www.nzz.ch/feuilleton/irischer-lehrer-im-gefaengnis-weil-er-nicht-they-sagen-will-ld.1701984
https://theoblog.de/lehrer-im-gefaengnis-weil-er-transgender-ideologie-nicht-mittraegt/38524/

Das Klügste ist es, zu schreien, bevor man verletzt wird

»Das Klügste ist es, zu schreien, bevor man verletzt wird. Es nützt nichts, zu schreien, wenn man verletzt ist, vor allem, wenn man tödlich verletzt ist. Die Leute reden von der Ungeduld des Volkes; aber vernünftige Historiker wissen, dass die meisten Tyranneien möglich wurden, weil die Menschen zu spät gehandelt haben. Oft ist es wichtig, einer Tyrannei zu widerstehen, bevor sie existiert. Es ist keine Antwort, mit vagem Optimismus zu sagen, dass ein Vorhaben nur in der Luft liegt. Denn ein Hieb mit dem Beil kann nur abgewehrt werden, wenn es in der Luft ist.«
– G.K. Chesterton, Eugenics and Other Evils, 1922, S3

»Es geht ohne Gott in die Dunkelheit …«

Wer ist Jean Paul Belmondo? Die älteren Kinogänger aber, besonders die Verehrer des französischen Films, werden sich Belmondos gerne erinnern. Sein entwaffnend sympathisches Lächeln wurde zu einem Markenzeichen der mit ihm besetzten Filme und half der Filmindustrie Frankreichs wesentlich, der amerikanischen Übermacht zu widerstehen. Besondere Berühmtheit erlangte Belmondo durch den Film »Außer Atem« von Jean Luc Godard. Darin spielt er einen jungen Gangster, der zum Killer wird. Im Kugelhagel der Polizei ereilt ihn sein Schicksal. Damals wurde die Öffentlichkeit dadurch geschockt, dass in dem Film nicht Partei ergriffen wurde. Gut und Böse galten nicht mehr. Es gab nur noch einen distanziert geschilderten, wenn auch dramatischen Handlungsablauf.
Heute hat man sich daran gewöhnt. Moralische Werturteile sind verpönt und werden als Anmaßung, Einmischung und Hochmut abqualifiziert. »Toleranz« ist das Gebot der Stunde. Die Schlange im Paradies versprach den Menschen, sie sollten sein wie Gott, erkennend Gutes und Böses. Es ging aber nicht, wie Adam meinte, um weitere geistige Überlegenheit, sondern um die neue Erfahrung von Not, Krankheit, Streit, Elend und schließlich Tod. Vorher kannten sie nur das Gute in Harmonie mit ihrem Schöpfergott. Und heute versucht man diese Erfahrung des Bösen zu ignorieren, indem man das Gewissen durch Verwischen der Grenzen zum Schweigen bringt. Zum »Paradies« zurück bringt uns aber nur eine Umkehr zum Schöpfer, der zwar schonungslos unsere Bosheiten zur Sprache bringt, uns aber auch.
https://www.lebenistmehr.de/leben-ist-mehr.html?datum=09.04.2003

Irgendjemand muss ja Werte schaffen

Es ist mir sehr unangenehm, daß es so ist; aber da ich Gottvater beseitigt habe, braucht es ja wohl jemanden, die Werte zu erfinden. Man muß die Dinge nehmen, wie sie sind.
Und im übrigen, wenn wir sagen, daß wir die Werte erfinden, so bedeutet das nichts anderes als: das Leben hat a priori keinen Sinn. Bevor Sie leben, ist das Leben nichts, es ist an Ihnen, ihm einen Sinn zu geben, und der Wert ist nichts anderes als dieser Sinn, den Sie wählen. Jean-Paul Sartre

Todestag von Ludwig Feuerbach (deutscher Philosoph, zentraler Denker, Religionskritiker).

Zitate zum Atheismus

Für Feuerbach ist der Glaube an Gott eine Illusion. Er ist der Meinung: “Gott ist der personifizierte Gattungsbegriff des Menschen.” Somit soll man die Menschheit vergöttern. Dieser sogenannte Anthropotheismus besagt, dass der einzelne Mensch zwar sterblich, die menschliche Rasse aber unsterblich, der Einzelne zwar nur begrenzt verständig und mächtig, die Menschheit als Ganzes aber allwissend und allmächtig sei.

Diese Philosophie muss man in ihrem Hintergrund betrachten. Sie entstand, genauso wie Darwins Evolutionstheorie im 19. Jahrhundert zu einer Zeit, in der man meinte, die Gattung Mensch könne alles schaffen. In dieser Epoche der industriellen Revolution wurden immer leistungsfähigere Maschinen entwickelt. Das übertrugen die Philosophen auf ihr Bild von der Menschheit.

Katastrophale Auswirkungen hatten diese Gedanken im Nationalsozialismus. Man denke nur an den Volksgemeinschaftsgedanken und an die Vergötterung der “arischen Rasse”. Die Ideologien von Feuerbach, Nietzsche und Darwin hatten sich schon so in die Köpfe der Menschen eingefressen, dass es für die Nazis einfach war ihre menschenverachtenden Einstellungen dem Volk beizubringen.

In den Kriegen und Morden der letzten Jahrzehnte hat hoffentlich jeder gemerkt, dass der Mensch nicht das Nonplusultra ist. Der Mensch ohne Gott hat keine moralische Instanz mehr, er mutiert zur Bestie und findet keinen Frieden.

„Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie allein sind, zweifeln sie.“

(Lucius Annaeus Seneca der Jüngere, um 4 v.Chr.–65 n.Chr., römischer Dichter, Philosoph und Politiker)


„Ein wenig Philosophie führt zu Atheismus, aber tiefe Philosophie bringt den Menschen wieder zur Religion.“

„An Gott glauben nur diejenigen nicht, die ein Interesse daran haben, dass es keinen geben möchte.“

(Francis Bacon, 1561–1626, englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann, entwarf die Methodologie der Wissenschaften)


„Der einzige Grund, warum viele meinen, die Existenz Gottes und das Wesen der Seele seien schwer zu erkennen, liegt darin, dass sie ihren Geist niemals von den Sinnen ablenken und über die Körperwelten erheben.“

(René Descartes, 1596–1650, französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher)


„Mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung der Leidenschaften und die Herrschaft einer Sinnesart, welche die Welt mit einer Sündflut von Blut überschwemmen wird.“

(Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz, 1646–1716, deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher)


„Wo will der angebliche Freigeist seine Beweise hernehmen, dass es kein höchstes Wesen gebe?“

(Immanuel Kant, 1724–1804, deutscher Philosoph)


„Der Ungläubige glaubt mehr als er meint, der Gläubige weniger als ihm scheint.“

(Franz Grillparzer, 1791–1872, österreichischer Schriftsteller)


„Die Religion beruht auf dem wesentlichen Unterschiede des Menschen vom Tiere – die Tiere haben keine Religion.“

(Ludwig Feuerbach, 1804–1872, deutscher Philosoph)


„Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch auf die Erde herabschaut und behauptet, es gebe keinen Gott; aber es will mir nicht in den Sinn, dass einer zum Himmel hinaufschaut und Gott leugnet.“

(Abraham Lincoln, 1809–1865, amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei)


„Unglaube und Aberglaube sind beide Angst vor dem Glauben.“

(Søren Kierkegaard, 1813–1855, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller)


„Ein vollständiger Atheist steht auf der vorletzten Stufe zum vollständigsten Glauben.“

„Gewissen ohne Gott ist etwas Entsetzliches. Es kann sich bis zur größten Unsittlichkeit verirren.“

„Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen. Nur Ruhelose sind mir begegnet.“

(Fjodor Michailowitsch Dostojewski, 1821–1881, russischer Dichter)


„Du wirst niemals mehr beten, niemals mehr in endlosem Vertrauen ausruhen. Du versagst es dir, vor einer letzten Weisheit, Güte, letzten Macht stehen zu bleiben. Du hast keinen fortwährenden Wächter und Freund für deine sieben Einsamkeiten. Mensch der Entsagung, in alledem willst du entsagen? Wer wird dir die Kraft dazu geben? Noch hatte niemand diese Kraft.“

(Friedrich Nietzsche, 1844–1900, deutscher Philosoph und klassischer Philologe)


„Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch.“

(Julius Langbehn, 1851–1907, deutscher kulturkritischer Schriftsteller)


„Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. – Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen.“

(Arthur Stanley Eddington, 1882–1946, englischer Astronom)


Es gibt keinen Gott, ist der anschwellende Ruf der Massen. Damit wird aber auch der Mensch wertlos, in beliebiger Zahl hingemordet, weil er nichts ist.“

(Karl Jaspers, 1883–1969, deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1958)


„Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken.“

(Katherine Mansfield, 1888–1923, neuseeländische Schriftstellerin)


„Religion ist Bindung. Atheismus eine höchst fragwürdige Ungebundenheit.“

(Ludwig Marcuse, 1894–1971, deutscher Literaturkritiker, Philosoph und Journalist)


„Gott wird es verschmerzen können, dass Atheisten seine Existenz leugnen.“

(John Boynton Priestley, 1894–1984, englischer Schriftsteller)


„Ohne Glaube wird der Mensch […] steril, hoffnungslos und bis ins Innerste seines Wesens furchtsam.“

(Erich Fromm, 1900–1980, amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker)


„Der Atheismus ist ein grausames und langwieriges Unterfangen. Ich glaube ihn bis zum Ende betrieben zu haben.“

(Jean-Paul Sartre, 1905–1980, französischer Schriftsteller und Philosoph)


„Ein Mensch ohne Religion ist ein Wanderer ohne Ziel, ein Fragender ohne Antwort, ein Ringender ohne Sieg und ein Sterbender ohne neues Leben.“

(Dom Helder Pessôa Câmara, 1909– , brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit)


„Die zunehmende Gottlosigkeit ist mitverantwortlich für die derzeitigen globalen Krisen!“

(Vaclav Havel, 1936–, tschechischer Schriftsteller und Politiker, Dissident und erster Präsident der CSFR)

https://www.soulsaver.de/blog/todestag-von-ludwig-feuerbach-deutscher-philosoph-zentraler-denker-religionskritiker-2/

Über Männer, Über Geld, Über Hunger, Über Krieg

„Warum gibt es jeden Tag Millionen an Geld für den Krieg und keinen Cent für die Heilkunde, für die Künstler, für die armen Menschen? Warum müssen die Menschen Hunger leiden, wenn in anderen Teilen der Welt die überflüssige Nahrung wegfault? Oh warum sind die Menschen so verrückt? Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird. Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker doch schon längst dagegen erhoben! Im Menschen ist nun mal ein Drang zur Vernichtung, ein Drang zum Totschlagen, zum Morden und Wüten, und solange die ganze Menschheit, ohne Ausnahme, keine Metamorphose durchläuft, wird alles, was gebaut, gepflegt und gewachsen ist, wieder abgeschnitten und vernichtet, und dann fängt es wieder von vorn an.“ — Anne Frank Opfer des Holocaust und Tagebuch-Autorin 1929 – 1945 Über Männer, Über Geld, Über Hunger, Über Krieg

Ich glaube nur, was ich sehe (II)

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht … Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind …..Hebräer 11,1-3
»Ich glaube nur, was ich sehe.« Kennen Sie diesen Ausspruch? Könnte er von Ihnen stammen? Ich habe diesen Satz schon sehr oft gehört. Ganz oft wird er im Zusammenhang mit Gott gebraucht. Dabei gibt es so viele Dinge in unserem Leben, an die wir glauben, obwohl sie für uns nicht sichtbar sind. Luft, Wind, Strom und sogar Liebe, alle diese Dinge sind für unsere Augen nicht sichtbar. Doch würde keiner in Frage stellen, dass es diese Dinge gibt, weil wir deren Auswirkungen erfahren können.
In seinem bekannten Abendlied »Der Mond ist aufgegangen« schreibt der Dichter Matthias Claudius: »Seht ihr den Mond dort stehen? / Er ist nur halb zu sehen, / und ist doch rund und schön! / So sind wohl manche Sachen, / die wir getrost belachen, / weil unsre Augen sie nicht sehn.« Viele stellen die Existenz eines unsichtbaren Gottes in Frage; dabei ist es Gott, der uns das Leben gab und erhält. Ohne ihn könnten wir nicht einen Atemzug machen. Ich glaube, dass Matthias Claudius hier etwas sehr Wahres beschrieben hat.
Gott ist für unsere Augen nicht sichtbar. Aber er ist trotzdem da. Der Tagesvers sagt, dass wir durch Glauben erkennen, dass Gott die Welt gemacht hat. Wir können die Auswirkungen von Gottes Handeln um uns herum sehen. Wir müssen nur die Augen aufmachen. Er ist ein genialer Schöpfer, der alles wunderbar durchdacht hat. Jede einzelne Zelle ist ein Wunderwerk seiner Schöpfung. Es wäre tragisch, wenn wir zu der Schlussfolgerung kämen, es gäbe keinen Gott, weil wir ihn mit unseren Augen nicht sehen können, denn es gilt auch folgender Satz, der nur ein paar Zeilen weiter in der Bibel zu finden ist: »Wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen« (Hebräer 11,6).
https://www.lebenistmehr.de/leben-ist-mehr.html?datum=26.04.2017

Anbetung

„Wahrheit ohne Emotionen produziert tote Orthodoxie und eine Kirche voller künstlicher Bewunderer . . . . . . Auf der anderen Seite produziert Emotion ohne Wahrheit leere Raserei und züchtet seichte Menschen, die sich weigern, den Jünger des strengen Denkens anzuerkennen. Aber wahre Anbetung kommt von Menschen, die tief emotional sind und die tiefe und gesunde Lehre lieben. Starke Zuneigung zu Gott, die in der Wahrheit verwurzelt ist, ist das Knochen und Mark der biblischen Anbetung.“John Piper