Die Grundregel Christlicher Sexualethik

Die Grundregel der christlichen Sexualethik ist eine denkbar einfache. Sie lautet: »Ihr gehört nicht euch selbst. Machet Gott Ehre mit eurem Leibe!« Sie findet sich als Zusammenfassung dessen, was der Apostel Paulus über die christliche Sexualethik zu sagen hat, in 1. Kor 6,19 und 20. Der Apostel wendet da speziell auf das Leben des Leibes an, was überhaupt Grundregel jeder ethischen Entscheidung im christlichen Sinne ist, nämlich den Satz: »Jesus Christus ist für uns gestorben, damit wir nicht mehr für uns selbst, sondern für Ihn leben« (2. Kor 5,15). Klaus Bockmühl Leben nach dem Willen Gottes, BWA, Bd. II/3, S. 35

Im Zentrum des christlichen Glaubens steht Evangelium, steht die gute Botschaft: »Es ist vollbracht.«

Jesus steht im Mittelpunkt des Evangeliums vom Reich. Denn er bringt das Reich, er verwirklicht die Herrschaft Gottes. Mit ihm tritt die sehnlich erwartete allgemeine Tendenzwende ein: »Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium« (2. Tim 1,10). Jesus eröffnet den Menschen neu den Zugang zu Gott und versöhnt sie mit ihm. Er ist der Mittler, er »erlöst die, die durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten« (Hebr 2,15). Er bewirkt, daß wir »Kinder Gottes heißen sollen, und wir sind es« (1. Joh 3,1). Er heilt die Verwundeten, er entreißt die Menschen dem Schicksal der Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit. Das Werk Christi, Christus »mitsamt all seinen Wohltaten« (Calvin) ist der Inhalt der guten Botschaft. Wenn wir doch nur wieder anfingen, Jesus und sein Werk zu verkündigen, statt alles mögliche andere! Dies muß heute, in einer Zeit der Moralisierung, der Ethisierung des Christentums, wieder betont werden: Im Zentrum des christlichen Glaubens steht Evangelium, steht die gute Botschaft: »Es ist vollbracht.« Das Evangelium ist nicht in erster Linie eine neue Pflichtenlehre. Gewiß, es hat eine Aufgabe für den erlösten Menschen, einen Auftrag, der dazu mithilft, seinem Leben Würde und guten Sinn zu geben, die Mitarbeit am Werk Gottes selbst, die Bewässerung der Wüste in Natur und Menschenwelt, die Erhaltung des gefährdeten und die Heilung des verletzten Lebens. Aber dieser Auftrag, mit Gott zu arbeiten, ist nur zu verstehen auf der Basis der Versöhnung, der Freundschaft mit Gott, ja der Kindschaft Gottes. Ohne die Gottesfreundschaft, ohne »Schritte zur Mitte«, ohne die Voraussetzung des Evangeliums als Evangelium fehlte es uns an der Kraft zu lieben.(Bockmühl-Werk-Ausgabe, Bd 2, S. 125–126)

Wie sollte sich ein Christ zum Umweltschutz stellen?

Frage: „Wie sollte sich ein Christ zum Umweltschutz stellen?“
Antwort:
Es gibt einen Unterschied zwischen der biblischen Sichtweise der Umwelt und der politischen Umweltschutzbewegung. Das Verständnis dieses Unterschieds wird die Anschauung eines Christen über Umweltschutz formen. Die Bibel ist klar, dass die Erde und alles darauf von Gott dem Menschen gegeben ist und der Mensch darüber regiert und sich untertan macht. „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ (1.Mose 1,28) Weil der Mensch in Gottes Bildnis geschaffen wurde, gab Gott Mann und Frau eine privilegierte Stelle unter allen anderen Kreaturen und befahl ihnen, über die Erde zu herrschen (1.Mose 1,26-28; Psalm 8,6-8). Ein guter und pflichtbewusster Herrscher kümmert sich um alles, was ihm untertan ist und missbraucht es nicht. Wir müssen daher die Ressourcen, die Gott uns gegeben hat, intelligent verwalten, sich gewissenhaft darum kümmern, sie erhalten und schützen. Das sehen wir im Alten Testament, wo Gott befahl, dass die Felder und Weingärten für sechs Jahre geerntet werden dürfen und dann im siebten Jahr brachliegen gelassen werden müssen, damit sich die Nährstoffe der Erde erholen können; eine Pause für das Land und zur Absicherung der Versorgung durch das Land für zukünftige Generationen (2.Mose 23,10-11; 3.Mose 25,1-7).
Über unsere Rolle als Verwalter über die Erde hinaus, sollen wir die Funktionalität und Schönheit der Umwelt zu schätzen wissen. Aufgrund seiner unglaublichen Gnade und Macht, hat uns Gott alles was wir zum Leben brauchen auf diesen Planeten platziert; Nahrung, Kleidung und Behausungen, in denen Billionen von Menschen seit dem Garten Eden leben und lebten. Alle Ressourcen, die Gott für unsere Bedürfnisse bereitgestellt hat, sind erneuerbar und Gott sorgt weiterhin für Sonne und Regen, um alles zu erhalten und zu erneuern. Und als wäre das nicht schon genug, hat er auch noch unseren Planeten in herrlichen Farben und malerischer Schönheit dekoriert, um unserem ästhetischen Sinn zu entsprechen und unsere Seele mit diesen Wundern zu begeistern. Es gibt unzählige Varianten von Blumen, exotischen Vögeln und andere liebenswerte Ausdrücke seiner Barmherzigkeit für uns.
Gleichzeitig ist die Erde, auf der wir leben, kein permanenter Planet, und er war auch nie so beabsichtigt. Die Umweltbewegungen sind damit eingenommen, den Planeten für die Ewigkeit zu erhalten, aber wir wissen, dass dies nicht Gottes Plan ist. Er sagt uns in 2.Petrus 3,10, dass am Ende der Zeit die Erde und alles, was er geschaffen hat, zerstört wird: „Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.“ Die physische, natürliche Erde in ihrer derzeitigen Form wird zusammen mit dem gesamten Universum zerstört und Gott wird einen “neuen Himmel und eine neue Erde” erschaffen (2.Petrus 3,13; Offenbarung 21,1).
Also sollten wir, statt zu versuchen die Erde für Tausende oder sogar Millionen von Jahren zu erhalten, lieber gut auf sie Acht geben, solange sie erhalten bleibt, was so lange sein wird, wie sie Gottes Plan und Zweck erfüllt.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Christen-umweltschutz.html

Völkermord: Was nicht sein darf, kann auch nicht sein!?

Schuld einzugestehen fällt nicht nur einzelnen Menschen schwer, sondern zuweilen auch ganzen Staaten. Gewöhnlich zieht ein solches Eingeständnis Forderungen nach Wiedergutmachung nach sich. Außerdem kratzt es gehörig am eigenen Stolz.
Im Selbstbild der türkischen Regierung ist das eigene Land immer nur an Frieden und Gerechtigkeit interessiert; selbst wenn es tausende eigener Bürger auf vagen Verdacht hin inhaftiert oder völkerrechtswidrig Teile des Nachbarlandes Syrien besetzt. Deshalb kann es natürlich auch nicht sein, dass die Türkei bzw. dessen staatlicher Vorläufer, das Osmanische Reich, vor rund einhundert Jahren einen rücksichtslosen Völkermord an den Armeniern durchgeführt hat (1915-17).
Trotz zahlreicher Zeugenaussagen, unter anderem von deutschen Diplomaten die sich damals im Land aufhielten, wurde jahrelang geleugnet, dass es überhaupt einen solchen Vorgang gegeben habe. Als das schließlich nicht mehr möglich war, verlegte sich die türkische Regierung auf die wenig überraschende These, man habe in einer Art Selbstschutz lediglich einige tausend Terroristen töten müssen. Gegenwärtig wird diese Geschichte folgendermaßen modifiziert: Armenische Nationalisten hätten die türkische Bevölkerung dermaßen bedroht, dass man zu deren Schutz gewaltsam gegen diese Leute vorgehen musste. Dabei seien leider auch einige Unschuldige getötet worden, insgesamt um die 300 000 Menschen. Von einem „Völkermord“ könne man aber keinesfalls reden, so die offizielle Lesart. Jeder, der etwas anderes behauptet müsse als „Feind der Türkei“ betrachtet werden. Im eigenen Land kann die türkische Regierung jeden der von Völkermord redet problemlos ins Gefängnis werfen lassen; wegen „vergehen gegen das Türkentum“. So wundert es kaum, dass die jüngste US-amerikanische Entschließung zum Völkermord an den Armeniern, von der türkischen Regierung als vollkommen ungerechtfertigter Versuch politischer Diffamierung interpretiert wird (30.10.2019).
Abgesehen von einigen türkischen Publikationen sind sich Historiker allerdings ziemlich einig, was die Massaker an den Armeniern betrifft: Während des Ersten Weltkriegs wollten türkische Politiker, unter ihnen auch der spätere Staatsgründer Kemal Atatürk ein ethnisch einheitliches Land schaffen. Im Weg standen dabei vor allem Kurden, Armenier und Griechen. Nach detailliert ausgearbeiteten Plänen wurden in den folgenden Jahren die meisten Griechen vertrieben, die Armenier ermordet oder deportiert und die Kurden unterdrückt, sodass es lange schon als Verbrechen galt Kurdisch zu sprechen.
In einer ersten Phase hetze man kurdische Milizen gegen die Armenier auf. Wenig später schalteten sich auch offizielle türkische Truppen ein. Tatsächlich gab es kleinere Gruppen armenischer Nationalisten die Anschläge auf türkische Einrichtungen und Amtsträger durchgeführt hatten. Das lieferte einen willkommenen Vorwand, flächendeckend gegen alle Armenier im ganzen Land vorzugehen. Wer nicht sofort ermordet wurde, starb auf Todestrecks oder wurde in Lager nach Syrien deportiert. Türken, die den Armeniern helfen wollten, wurden kurzerhand selbst inhaftiert. Türkische Politiker, die sich weigerten die Befehle zum Völkermord umzusetzen wurden ihres Amtes enthoben. Augenzeugen berichteten von hunderten von Leichen, die sie in Flüssen schwimmend gesehen hatten. Die deutschen Beobachter unternahmen nichts, weil sie damals mit dem Osmanischen Reich verbündet waren. Am Ende der Aktion war die Türkei weitgehend frei von Armeniern. Hitler, der von den Massakern las, bezeichnete diesen Völkermord als Vorbild für sein Vorgehen gegen die Juden. Historiker schätzen, dass damals rund 1,5 Millionen Menschen ermordet wurden, unabhängig von Alter und Geschlecht. – Aber wie gesagt, nach türkischer Rechtslage hat dieser Völkermord nie stattgefunden.
Tragischerweise ist diese Gräueltat nicht die einzige der jüngeren Geschichte. Leider ist jeder Mensch jederzeit zu Ähnlichem in der Lage; dann natürlich gegen eine andere Gruppe der Gesellschaft. Mit ziemlicher Sicherheit können wir davon ausgehen, dass ähnliche Ungerechtigkeiten zukünftig wieder passieren werden, nur eben unter einem anderen Vorzeichen, mit anderen Begründungen. Eine echte Veränderung des Denkens und der Beziehung zu anderen Menschen kann nur durch eine geistliche Neuprägung Gottes geschehen. Michael Kotsch

Wie sehen die Menschen uns Christen? [Bildbetrachtung] von Viktor Janke ·

„Wie sehen die Menschen uns Christen“ ist ein Bild, das zum Nachdenken anregen sollte. Ich hoffe, dass du nicht schnell weiter klickst, sondern darüber nachdenkst. Unten findest du einige Fragen als Hilfe.

Wie sehen die Menschen uns Christen
Das Foto „Jesus“ ist von Benjamin Disinger, nicht bearbeitet, CC BY-NC-ND 2.0

Fragen zum Nachdenken über das Bild:

  • Wie sehen uns andere Menschen, wenn wir von Jesus reden? Tragen wir eine Maske hinter die die Menschen nicht sehen dürfen?
  • Lenken wir die Aufmerksamkeit auf uns oder ist Jesus unser Verkündigungsinhalt?
  • Ist unser Leben mit Jesus Privatsache oder normaler Lebensmittelpunkt?

Bibeltext zum Bild „Wie sehen die Menschen uns Christen“:

Ich bin also frei und keinem Menschen gegenüber zu irgendetwas verpflichtet. Und doch habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele ´für Christus` zu gewinnen. 

Wenn ich mit Juden zu tun habe, verhalte ich mich wie ein Jude, um die Juden zu gewinnen. Wenn ich mit denen zu tun habe, die dem Gesetz des Mose unterstehen, verhalte ich mich so, als wäre ich ebenfalls dem Gesetz des Mose unterstellt (obwohl das nicht mehr der Fall ist); denn ich möchte auch diese Menschen gewinnen. Wenn ich mit denen zu tun habe, die das Gesetz des Mose nicht kennen, verhalte ich mich so, als würde ich es ebenfalls nicht kennen; denn auch sie möchte ich gewinnen. (Das bedeutet allerdings nicht, dass mein Leben mit Gott nicht doch einem Gesetz untersteht; ich bin ja an das Gesetz gebunden, das Christus uns gegeben hat.) Und wenn ich mit Menschen zu tun habe, deren Gewissen empfindlich ist, verzichte ich auf meine Freiheit, weil ich auch diese Menschen gewinnen möchte.

In jedem einzelnen Fall nehme ich jede nur erdenkliche Rücksicht auf die, mit denen ich es gerade zu tun habe, um jedes Mal wenigstens einige zu retten. Das alles tue ich wegen des Evangeliums; denn ich möchte an dem Segen teilhaben, den diese Botschaft bringt.

1. Korinther 9,19-23 / Neue Genfer Übersetzung

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Das Beitragsbild ist von Pixabay, public domain.
https://viktorjanke.de/wie-sehen-die-menschen-uns-christen-bildbetrachtung/

Question: A lot of people have developed sophisticated

programs for becoming a Christin – four steps, five steps, eight steps, and so on. Have you ever considered the possibility of developing an Ellis Potter methodology?
Answer: I don’t much believe in methodologies, or in methods for evangelism or apologetics. I think people need to be taken as they are, and that we need to shape our caring for them and serve them with truth on a moment-by-moment basis. We cannot accurately predict how people will react and what stages they will go through in their life. I think we have to take it as it comes. Ellis H.Potter

Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille. SELA. Psalm 4,5

Psalm 4 Vers 5
Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille. SELA. LÜ 1984
Erbebt, aber sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still! // (Ps 4,5; ELB)
Zürnet ihr, so sündiget nicht. Redet mit eurem Herzen auf dem Lager und harret. (Sela.) (Psalm 16.7) (Epheser 4.26 LU 1912
Erzittert und sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager und seid still! (Sela.) Schlachter
Ereifert euch, doch sündigt nicht, bedenkt es auf eurem Lager und werdet still. Sela
Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch dabei nicht! Denkt nachts auf eurem Lager nochmals nach und schweigt! NGÜ
Seid zornerregt, doch versündigt euch nicht! (Eph 4,26) Denkt nach im stillen auf eurem Lager und schweigt! SELA. Menge
Auch wenn ihr vor Zorn bebt, ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr etwas gegen mich unternehmt. Denkt nachts auf eurem Bett darüber nach, besinnt euch und gebt endlich Ruhe! HFA
Erschreckt und sündigt nicht! Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still! [Sela] Einheitsübersetzung
5 Euer Zorn soll jetzt nicht dazu führen, dass ihr noch mehr Schuld auf euch ladet! Denkt besser noch einmal darüber nach, wenn ihr zu Bett geht, und schweigt! SELA! Basis Bibel
5 Zittert vor ihm und macht Schluss mit dem Unrecht! Denkt einmal gründlich nach, nachts, wenn ihr allein seid, und werdet still! Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung Ausgabe, 2000
Der Satz: »Erbebt (erregt euch), aber sündigt nicht!«, wird in Eph 4,26 zitiert, doch dort ist er an Gläubige gerichtet, um sie daran zu erinnern, dass es richtig ist, um der Sache Gottes willen zornig zu sein, aber niemals um der eigenen Sache willen. Hier, in Psalm 4, werden diese Worte natürlich zu bösen Menschen gesprochen, um sie zu warnen, damit nicht der überschäumende Zorn zu Gewalttätigkeiten führt. Wenn sie in der Stille nächtlicher Stunden wach liegen, sollten sie ihre eigenen Herzen erforschen und die Torheit, gegen Gott zu kämpfen, einsehen. Solche nüchternen Betrachtungen würden ihr Verleumden verstummen lassen und ihre üblen Pläne beenden.
Gefühlsausbrüche kommen auch unter Christen vor und bringen dort Schuld hervor. Keinesfalls sollen sie zum (unbereinigten) Dauerzustand werden: „Zorn und Beton verhärten über Nacht“. Vielmehr soll baldmöglichst (heute noch!) eine Klärung gesucht werden.