Was ist die Bedeutung von 666?

Antwort
Am Ende von Offenbarung 13, wo das Tier (der Antichrist) und sein falscher Prophet beschrieben werden, lesen wir: „Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“ (Vers 18). Irgendwie ist die Zahl 666 ein Hinweis auf die Identität des Tieres. Offenbarung 13 erwähnt auch das „Zeichen des Tieres“ (Verse 16-17); der Volksglaube verbindet die Zahl 666 oft mit dem Zeichen; jedoch scheinen das Zeichen des Tieres und 666 zwei unterschiedliche Dinge zu sein. Das Zeichen des Tieres ist etwas, was die Leute erhalten müssen, um kaufen und verkaufen zu können. Die Zahl 666 wird mit dem Tier/Antichrist als sozusagen „seine“ Zahl assoziiert.

Die Bedeutung von 666 ist ein Geheimnis und wie es scheint, war das die Absicht des Apostels Johannes, der durch die Eingabe des Heiligen Geistes schrieb. Johannes sagt, dass es „Weisheit“ und „Verstand“ braucht, um diese Zahl zu errechnen. Einige, die Gematrie verwenden (für jeden Buchstaben eines Namens oder Wortes einen numerischen Wert festlegen und dann die Zahlen so zu verbinden, um eine Summe zu bilden), haben über die Weltgeschichte hinweg verschiedenste Menschen als den Antichristen identifiziert. Einige populäre Ziele waren „Caesar Nero“, „Ronald Wilson Reagan“, „Michail Gorbatschow“ und verschiedene Päpste der römisch-katholischen Geschichte. Der Aufwand, der betrieben wird, um dem Namen einer Person die Zahl 666 zuzuordnen, ist erstaunlich. Nahezu jeder Name kann 666 ergeben, wenn ausreichend mathematische Turnübungen eingesetzt werden.

Die Zahl 666 wird in irgendeiner Weise das Tier identifizieren, aber wie 666 exakt mit dem Tier in Verbindung steht, ist nicht das Hauptanliegen von Offenbarung 13,18. Die Bibel verwendet auch oft die Zahl 7, um auf Gott und seine Perfektion zu verweisen. Über die Nummer 6 denkt man als Zahl des Menschen, geschaffen am 6. Tag und immer geringer als Gott. Das Tier/der Antichrist wird danach streben, wie Gott zu sein. Er wird vermutlich sogar behaupten, Gott zu sein. Aber so wie die Zahl 6 geringer als 7 ist, so wird das Tier/der Antichrist, mit der „Dreiheit“ der 6 letztlich in seinem Bemühen scheitern, Gott zu besiegen.

Zusatz: Interessanterweise wird in einigen antiken griechischen Manuskripten des Buches Offenbarung die Zahl als 616 statt 666 geschrieben. Die Manuskriptbeweise sprechen eindeutig für 666, jedoch sollte uns die Alternativzahl 616 Grund geben nachzudenken, bevor wir anfangen, auf den Taschenrechnern herumzuhämmern.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/bedeutung-666.html

Jedes Ästlein der Bibel abgeklopft

Zwei Aussprüche Luthers über die Heilige Schrift
(Die Bibel sei) wie ein sehr großer weiter Wald, darinnen viel und allerlei Bäume stünden, davon man könnte mancherlei Obst und Früchte abbrechen. … Aber es wäre kein Baum in diesem Walde, daran er nicht geklopft und ein Paar Aepfel oder Birnen davon gebrochen und abgeschüttelt hätte.

Ich zwar hab nun etliche Jahr her die Bibel jährlich zweimal ausgelesen; und wenn sie ein großer mächtiger Baum wäre, und alle Wort wären Aestlein und Zweige, so hab ich doch an allen Aestlein und Reislein angeklopft und gerne wissen wollen, was daran wäre und was sie vermöchten, und allezeit noch ein paar Aepfel oder Birnlein heruntergeklopft. Luthers-Tischreden

Was ich heute nicht beeinflussen kann:

– Den Krieg in der Ukraine

– Die Inflation

– Die Diktatur in China

– Die Politik in Deutschland

Was ich heute beeinflussen kann:

– Meine Ausrichtung auf Gott

– Meine Nähe zu Jesus

– Die Art, wie ich mit den Menschen um mich herum umgehe

– Die Art, wie ich mit mir selbst umgehe

DARAUF will ich mich konzentrieren. Und ja: Wenn ich Jesus nahe bin, dann kann ich im Gebet sogar die weltweiten Nöte beeinflussen. So ein Mensch würde ich gerne sein. Markus Till

Documenta: Eine Kunstausstellung ohne Künstler

Erstmals führt ein Kollektiv von nichtwestlichen Kuratoren Regie an der Weltkunstausstellung Documenta in Kassel. Was dabei herausgekommen ist, hat mit Kunst nur am Rand zu tun. Es geht um Kolonialismus, Rassismus, Klima und Nachhaltigkeit.

Philipp Meier schreibt:

So sind diesmal die Namen der allermeisten vom indonesischen Kuratorenteam Ruangrupa Eingeladenen weisse Flecken auf der internationalen Kunstkarte. Genauer gesagt, findet man kaum wirkliche Künstler auf den Teilnehmerlisten. Eingeladen wurden Plattformen, Archive, Workshops, Agenturen und Verlage, Aktivisten, Queergruppierungen und Frauenorganisationen, die nun in Kassel eine Bühne erhalten. Und diese wurden nicht nach Nationen ausgewählt, sondern nach Zeitzonen: Berücksichtigt wurde etwa die westindonesische, die ostafrikanische oder die usbekische Zeit und, ja, sogar die mitteleuropäische Zeit.

Bei vielen Gruppen an der Documenta geht es indes nur am Rand um Kunstspezifisches. Ihre Anliegen sind vielmehr sozialer Natur. Da geht es um Gender, aber auch um Kolonialismus und Rassismus oder um Klima, Nachhaltigkeit und alternative Formen der Landwirtschaft. Wo Künstler als Einzelpersonen in Erscheinung treten, sind sie oft Aktivisten, die sich künstlerischer Mittel bedienen.

Mehr: www.nzz.ch.
https://www.nzz.ch/feuilleton/die-documenta-in-kassel-eine-kunstausstellung-ohne-kuenstler-ld.1688894
https://theoblog.de/documenta-eine-kunstausstellung-ohne-kuenstler/38112/

Das Alibi des Jean-Paul Sartre

… damit sie ohne Entschuldigung seien; weil sie Gott kannten, ihn aber nicht verherrlichten …, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen … Indem sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden … Römer 1,20-22
»Wer denkt, muss glauben«, so lautet ein Buchtitel. Mal sehen. – Von Jean-Paul Sartre, dem französischen Philosophen, Schriftsteller und grossen Denker ist folgende »Beichte« überliefert: »Ich erzähle hier die Geschichte einer missglückten Berufung. Ich brauchte Gott, man gab ihn mir, ich empfing ihn, ohne zu begreifen, dass ich ihn suchte. Da er in meinem Herzen keine Wurzel schlug, vegetierte er einige Zeit in mir und starb dann. Spricht man heute von ihm, so sage ich amüsant und ohne Bedauern wie ein alt gewordener Frauenjäger, der seine ehemals schöne Frau trifft: ›Vor fünfzig Jahren hätte ohne das Missverständnis … etwas zwischen uns sein können.‹ Es war nichts zwischen uns. Einige Jahre verkehrte ich dann noch offiziell mit dem Allmächtigen; auf den privaten Umgang mit ihm hatte ich verzichtet.
Hätte man mir die Sache anders dargestellt, ich hätte zum Mystiker werden können. In unserem Milieu, in meiner Familie war der Glaube nur ein Prunkname … Der Gläubige hatte keine religiösen Überzeugungen. Zweitausend Jahre lang hatten die christlichen Gewissheiten Zeit gehabt, sich zu erweisen, sie waren jedermanns Eigentum … aber niemand empfand das Bedürfnis, sie für seine eigene Rechnung von Neuem zu übernehmen.«
So weit das etwas diffuse Bekenntnis des bewussten Atheisten. Wie Sartre macht mancher seine Erziehung, sein Umfeld, das marode Christentum oder sonst etwas für seinen Unglauben verantwortlich. Wer wie der Philosoph auch noch mit seiner gestörten Gottesbeziehung kokettiert, muss sich fragen lassen, ob es ihm damit wirklich ernst ist. Jedenfalls werden unsere Vorwände, Entschuldigungen und Alibis den Schöpfer und Weltenrichter nicht überzeugen. Was dann …? jfy
https://www.livenet.ch/themen/glaube/andachten/leben_ist_mehr/230646-das_alibi_des_jeanpaul_sartre.html

Eins mit Christus

Gott … hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus“ (Eph. 1,3).
Christentum ist nicht einfach ein Glaubenssystem – es ist eine völlig neue Identität.
Viele Leute sind der irrtümlichen Ansicht, es sei einerlei, was man glaubt, weil am Ende alles zum gleichen spirituellen Ziele führe.
Aber solch ein Denken ist barer Unsinn, weil uns die Bibel erklärt, dass niemand zu Gott kommt, außer durch Jesus (Joh. 14,6). Er ist die einzige Quelle der Errettung (Apg. 4,12) und Er allein ist stark genug, uns zu erlösen und für immer in Sicherheit zu bringen (Joh. 10,28).
Jeder Christ hat einen selbstverständlichen Anteil an der übernatürlichen Vereinigung mit Christus. Paulus sagte: „Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm“ (1. Kor. 6,17). Wir sind in Ihm und Er ist in uns. Sein Leben erfüllt uns durch Seinen Geist, der in uns wohnt (Röm. 8,9).
Als Nichtchrist bist du in den Fesseln des Bösen (Röm. 3,10-12), dem Willen Satans versklavt (2. Kor. 5,17) und ohne Hoffnung (Eph. 2,12). Doch im Augenblick der Errettung trat ein dramatischer Wechsel ein. Du wurdest eine neue Schöpfung in Christus (2. Kor. 5,17), in Ihm lebendig gemacht (Eph. 2,5), Gottes Sklave (Röm. 6,22) und Empfänger der göttlichen Gnade (Eph. 2,8). Als du zu Christus kamst, wurdest du „errettet (…) aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner (Gottes) Liebe“ (Kol. 1,13). Du besitzt jetzt Seine Gerechtigkeit (2. Kor. 5,21) und hast Anteil an dem ewigen Erbe (Röm. 8,16-17).
Alle diese Segnungen – und noch viele mehr – gehören dir, weil du in Christus bist. Welch eine schwindelerregende Wirklichke it! In gewisser Weise bist du, was Er ist, hast du, was Er hat und bist du da, wo Er ist.
Wenn der Vater dich sieht, sieht Er dich in Christus und segnet dich dementsprechend. Wenn andere dich sehen, sehen sie Christus in dir? „Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen“ (Matth. 5,16).
Autor: John MacArthur
Quelle: Lass mich zu Dir kommen

und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Offenbarung 13,17

Luther 1984:und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):und niemand soll etwas kaufen oder verkaufen dürfen, der nicht das Malzeichen an sich trägt, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl-1- seines Namens. -1) = den Zahlenwert.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Schlachter 1952:und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Zürcher 1931:und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat, (nämlich) den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Luther 1912:daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.
Luther 1545 (Original):das niemand keuffen oder verkeuffen kan, er habe denn das Malzeichen oder den namen des Thiers, oder die zal seines namens.
Luther 1545 (hochdeutsch):daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Ohne dieses Kennzeichen den Namen des ersten Tieres oder vielmehr die Zahl, die für diesen Namen steht [Kommentar: Sowohl im Hebräischen als auch im Griechischen dienen die Buchstaben des Alphabets zugleich als Zahlzeichen, sodass sich für jedes Wort ein Zahlenwert errechnen lässt.] – war es unmöglich, etwas zu kaufen oder zu verkaufen.
Albrecht 1912/1988:Keiner sollte kaufen oder verkaufen dürfen-1-, der nicht dies Zeichen hätte: entweder des Tieres Namen oder seines Namens Zahl. -1) sich an Handel und Wandel beteiligen dürfen.
Luther 1912 (Hexapla 1989):daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.
Meister:und damit niemand kaufen könne oder verkaufen, wenn er nicht das Malzeichen-a- hat, den Namen des Tieres oder die Zahl-b- seines Namens. -a) Offenbarung 14,11. b) Offenbarung 15,2.
Menge 1949 (Hexapla 1997):und niemand soll etwas kaufen oder verkaufen dürfen, der nicht das Malzeichen an sich trägt, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl-1- seines Namens. -1) = den Zahlenwert.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:und daß niemand -ifa-kaufen oder -ifa-verkaufen -kpak-kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
Schlachter 1998:und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat, entweder-1- den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. -1) o: oder.++
Interlinear 1979:und daß nicht jemand kann kaufen oder verkaufen, wenn, nicht der Habende das Kennzeichen, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
NeÜ 2021:Ohne dieses Kennzeichen – das war der Name des Tieres beziehungsweise die Zahl seines Namens (Weil die Buchstaben des hebräischen und griechischen Alphabets auch Zahlenwerten entsprechen, lässt sich aus einem Namen eine Zahl errechnen, zum Beispiel: Jesus, Griechisch: „IESOUS“ = 10 + 8 + 200 + 70 + 400 + 200 = 888.)– würde niemand mehr etwas kaufen oder verkaufen können.
Jantzen/Jettel 2016:und dass niemand kaufen oder verkaufen könne, wenn er nicht das Malzeichen habe: entweder den a)Namen des Tieres oder die Zahl seines a)Namens.
a) Offenbarung 14,11; 15, 2; 14, 1*
English Standard Version 2001:so that no one can buy or sell unless he has the mark, that is, the name of the beast or the number of its name.
King James Version 1611:And that no man might buy or sell, save he that had the mark, or the name of the beast, or the number of his name.

Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:13, 17: kaufen oder verkaufen. Das Zeichen des Antichristen wird den Menschen ermöglichen, am täglichen Handel teilzunehmen. Dazu gehören auch das Einkaufen von Lebensmitteln oder anderen Bedarfsgütern. Ohne dieses Identitätszeichen wird man keine lebensnotwendigen Waren erhalten können. Zahl seines Namens. Das Tier (der Antichrist) wird einen Namen haben, der zu einem Zahlensystem gehört. Aus dem Text wird nicht genau klar, wie dieser Name lautet, was das für ein System sein wird oder was es zu bedeuten hat.

Was sind die unterschiedlichen Namen und Titel für Jesus Christus?

Antwort

Es gibt ca. 200 Namen und Titel für Christus in der Bibel. Die folgenden sind die bekanntesten Namen und Titel, in organisiert drei Teile; Namen, die die Natur von Christus reflektieren, seine Position in der Dreifaltigkeit von Gott und seinen Dienst auf der Erde für uns.

Die Natur von Christus
Eckstein: (Epheser 2,20) – Jesus ist der Eckstein eines Gebäudes, welches die Kirche (die Gemeinde) ist. Er hält die Juden und Heiden, Männer und Frauen zusammen – alle Heiligen aus allen Zeiten und Orten in einem Bauwerk, aufgebaut aus Glauben an ihn, den alle teilen.

Erstgeborener vor aller Schöpfung: (Kolosser 1,15) – Christus ist nicht das erste, was Gott geschaffen hat, wie manche fälschlicherweise behaupten, weil Vers 16 sagt, dass alle Dinge durch ihn (Christus) und für ihn geschaffen wurden. Es bedeutet, dass Christus den Rang bzw. die Vorrangstellung eines Erstgeborenen hat, dass er den höchsten Rang im Universum trägt; er ist über alle anderen gestellt und an der Spitze aller Dinge.

Haupt der Gemeinde: (Epheser 1,22; 4,15; 5,23) – Jesus Christus, kein König, kein Papst, ist das einzige Kirchenoberhaupt, der souveräne Herrscher der Kirche – derjenigen, für die er gestorben ist und die ihren Glauben um Erlösung in ihn allein setzen.

Der Heilige: (Apostelgeschichte 3,14; Psalm 16,10) – Christus ist heilig, in seiner göttlichen wie auch menschlichen Natur und er ist der Brunnen der Heiligkeit für sein Volk. Durch seinen Tod werden wir heilig und rein vor Gott.

Richter: (Apostelgeschichte 10,42; 2. Timotheus 4,8) – Der Herr Jesus wurde von Gott dazu bestimmt, die Welt zu richten und die Belohnungen der Ewigkeit auszuteilen.

König aller Könige und Herr aller Herren: (1. Timotheus 6,15; Offenbarung 19,16) –Jesus hat die Herrschaft und alle Autorität über die Erde, über alle Könige und Anführer und keiner kann ihn daran hindern, sein Ziel zu erreichen. Er führt sie, so wie er es wünscht.

Licht der Welt: (Johannes 8,12) – Jesus kam in eine Welt, die von Sünde verdunkelt war und brachte das Licht des Lebens und der Wahrheit durch seine Taten und Worte. Denjenigen, die an ihn glauben, werden durch ihn die Augen geöffnet und sie wandeln im Licht.

Friede-Fürst: (Jesaja 9,5) – Jesus kam nicht, um Frieden in die Welt zu bringen, wie in Abwesenheit von Krieg, sondern Friede zwischen Gott und Mensch, die durch Sünde getrennt waren. Er starb, um Sünder mit einem heiligen Gott zu vereinen.

Gottes Sohn: (Lukas 1,35; Johannes 1,49) – Jesus ist der „eingeborene Sohn des Vaters (Johannes 1,14). 42 mal wird im Neuen Testament Gottes Sohn erwähnt und bestätigt die Göttlichkeit von Christus.

Menschensohn: (Johannes 5,27) – Als Kontrast zu „Gottes Sohn” bestätigt dieser Ausdruck die Menschlichkeit von Christus, welche neben der Göttlichkeit existiert.

Wort: (Johannes 1,1; 1. Johannes 5,7-8) – Das Wort ist die zweite Person des dreifaltigen Gottes, der sagte und es wurde getan, der alles aussprach und hierdurch die Welt aus dem Nichts schuf, der am Anfang mit Gott dem Vater war und Gott war und durch den alle Dinge geschaffen wurden.

Wort Gottes: (Offenbarung 19,12-13) – Das ist der Name für Christus, der allen unbekannt sein wird, außer ihm selbst. Er bezeichnet das Mysterium seiner göttlichen Person.

Wort des Lebens: (1. Johannes 1,1) – Jesus sprach nicht nur Worte, die zum ewigen Leben führten, sondern gemäß diesem Vers ist er das Wort des Lebens, mit Bezug auf das ewige Leben von Freude und Erfüllung, das er anbietet.

Seine Position in der Dreifaltigkeit
A und O (Alpha und Omega): (Offenbarung 1,8; 22,13) – Jesus erklärte, dass er der Anfang und das Ende aller Dinge ist, ein Verweis auf keinen anderen als den wahren Gott. Diese Aussage über seine ewige Existenz konnte nur auf Gott zutreffen.

Immanuel: (Matthäus 1,23) – Wörtlich „Gott mit uns.” Jesaja und auch Matthäus bestätigen, dass der Christus, der in Bethlehem geboren werde, Gott selbst sein werde, der in der Gestalt eines Menschen auf die Erde komme, um unter seinem Volk zu leben.

Ich bin: (Johannes 8,58, 2. Mose 3,14) – Als sich Jesus selbst diesen Titel zuschrieb, versuchten die Juden ihn wegen Blasphemie zu steinigen. Sie verstanden, dass er verkündete, der ewige Gott zu sein, der unveränderliche Jehova des Alten Testaments.

Herr über alle: (Apostelgeschichte 10,36) – Jesus ist der überlegene Herrscher über die Welt und aller Dinge darauf, von allen Nationen und besonders von allen Menschen nach Gottes Wahl, Heiden und Juden gleichermaßen.

Der Wahrhaftige: (1. Johannes 5,20) – Dies ist die deutliche Erklärung, dass Jesus, als der wahre Gott, nicht nur göttlich, sondern der Göttliche ist. Da die Bibel lehrt, dass es nur einen Gott gibt, kann dies nur den Teil von Christus in der Dreifaltigkeit beschreiben.

Sein Dienst auf Erden
Anfänger und Vollender des Glaubens: (Hebräer 12,2) – die Erlösung wird durch den Glauben, ein Geschenk Gottes (Epheser 2,8-9), erlangt und Jesus ist der Gründer unseres Glaubens und schlussendlich auch der Vollstrecke dessen. Von Anfang bis zum Ende ist er die Quelle und der Bewahrer unseres Glaubens, der uns erlöst.

Brot des Lebens: (Johannes 6,35; 6,48) – So wie Brot Leben im körperlichen Sinn erhält, so ist Jesus das Brot, das ewiges Leben gibt. Gott stellte Manna in der Wüste bereit, um sein Volk zu ernähren, und er stellte Jesus bereit, um uns durch seinen für uns zerschlagenen Körper ewiges Leben zu geben.

Bräutigam: (Matthäus 9,15) – Das Bild von Christus als Bräutigam und der Kirche als Braut zeigt uns die besondere Beziehung, die wir mit ihm haben, auf. Wir sind durch den Bund der Gnade aneinander gebunden, der nicht gebrochen werden kann.

Erlöser: (Römer 11,26) – So wie die Israeliten Gott brauchten, um von der Gefangenschaft aus Ägypten erlöst zu werden, so ist Christus unser Erlöser aus der Gefangenschaft der Sünde.

Der gute Hirte: (Johannes 10,11.14) – In der Zeit der Bibel war ein guter Hirte bereit, sein Leben zu riskieren, um seine Schafe vor Raubtieren zu beschützen. Jesus gab sein eigenes Leben für seine Schafe hin und er kümmert sich um uns und hegt und pflegt uns.

Hohepriester: (Hebräer 2,17) – Der jüdische Hohepriester betrat den Tempel einmal im Jahr, um Buße zu tun für die Sünden des Volkes. Jesus erbrachte dieses Opfer für sein Volk ein für alle Mal am Kreuz.

Lamm Gottes: (Johannes 1,29) – Gottes Gesetz erforderte das Opfer eines unversehrten, reinen Lammes als Sühne für Sünde. Jesus wurde dieses Lamm, welches gottergeben zum Schlachten geführt wurde; Er zeigte seine Geduld in seinem Leiden und in seiner Bereitschaft, für die Seinen zu sterben.

Mittler: (1. Timotheus 2,5) – Ein Mittler geht zwischen zwei Parteien, um sie zu versöhnen. Christus ist der einzige Mittler, der Mensch und Gott versöhnen kann. An Maria oder andere Heilige zu beten ist Gotteslästerung, weil dies die wichtigste Rolle von Christus umgeht und die Rolle des Mittlers jemandem anderen zugesteht.

Fels: (1. Korinther 10,4) – So wie lebensnotwendiges Wasser aus dem Felsen floss, den Moses in der Wüste schlug, so ist Jesus der Fels, aus dem das lebendige Wasser des ewigen Lebens fliest. Er ist der Fels, auf dem wir unser spirituelles Haus bauen, damit es kein Sturm erschüttern kann.

Auferstehung und Leben: (Johannes 11,25) – Jesus verkörpert das Mittel, um Sünder zum ewigen Leben auferstehen zu lassen, so wie er auferstanden ist aus dem Grab. Unsere Sünde ist mit ihm begraben, und wir sind auferstanden, um in einem neuen Leben zu wandeln.

Retter/Heiland: (Matthäus 1,21; Lukas 2,11) – Er erlöst/rette sein Volk, indem er stirbt, um sie zu erlösen; indem er ihnen den Heiligen Geist gibt, um sie mit seiner Kraft zu erneuern, indem er sie befähigt, ihre spirituellen Feinde zu überwinden, indem er sie durch Versuchungen, Probleme und den Tod führt und indem er sie am letzten Tag auferstehen lässt.

Wahrer Weinstock: (Johannes 15,1) – Der wahre Weinstock versorgt seine Äste (die Gläubigen) mit allem, was sie brauchen, um die Früchte (des Heiligen Geistes) hervorbringen zu können – dem lebendigen Wasser der Erlösung und Nahrung aus dem Wort.

Weg, Wahrheit, Leben: (Johannes 14,6) – Jesus ist der einzige Weg zu Gott, die einzige Wahrheit in einer Welt voll Lügen und die einzige wahre Quelle des ewigen Lebens. Er verkörpert alle drei im temporären wie auch ewigen Sinn. https://www.gotquestions.org/Deutsch/namen-von-Christus.html

F E N S T E R P U T Z E R

In einer Ladenstraße geht ein Fensterputzer seiner Arbeit nach. Die großen Schaufenster müssen sauber sein, weil sie sonst den beworbenen Auslagen die Schau stehlen. Eine Stelle macht dem Fensterputzer große Probleme. Mit seinen Putzmittelchen bekommt er auf der Scheibe den Fleck nicht weg. Daneben steht ein kleiner Junge. Der schaut dem Mann bei der Arbeit zu und lacht. „Was lachst du da“, fragt der Fensterputzer verärgert. Meint der Junge: „Der Fleck ist innen.“
So kann es auch im Leben zugehen. Wir stellen viele gute Dinge gerne zur Schau, bringen Äußerlichkeiten auf Vordermann. Bei aller Sauberkeit nach außen, haben viele jedoch ein Gespür dafür, dass es innen nicht so ist. Es gibt innere Flecken, die wir auch mit größter Anstrengung nicht wegbekommen. Die Bibel nennt diese Flecken – Sünde. Durch Gedanken, Worte und Taten wird unser Leben befleckt. In der Bibel erfahre ich aber auch, wie die Innenseite sauber wird: Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden … (Jesaja 1,18), lässt Gott ausrichten. Lange bevor Jesus geboren wurde, wurde dieser Satz niedergeschrieben. Jesus macht diese Reinigung für alle Menschen durch seinen Tod am Kreuz möglich. Zu Karfreitag erinnern wir uns daran, dass er – im übertragenen Sinne – alle inneren Flecken mit seinem Blut entfernen kann. Der Mensch muss nur zu Jesus kommen und ihn darum bitten. Lutz Scheufler

„Du hast mir mein Herz gestohlen…“ (1Mo 31,20 Begriffe zum Menschsein im Alten Testament I

In der Liste der am meisten missverstandenen Wörter des Alten Testaments steht an oberster Stelle ohne Zweifel das „Herz“. Zwar meint das hebräische Wort lev tatsächlich dasjenige Organ bei Mensch und Tier, das wir mit Herz bezeichnen. Doch hören hier die Gemeinsamkeiten bereits auf.
Liste der missverstandenen Wörter
Symbolisch verstanden ist für uns das Herz der Sitz der Gefühle, und zwar insbesondere der Liebe. Besonders seit der Zeit der Romantik wird das Gefühl dem Verstand gegenübergestellt. Anstatt Prinzipien einzuhalten, sollen wir „unserem Herzen folgen“. Biblisches Wissen muss „vom Kopf ins Herz rutschen“, damit es für den Alltag wichtig wird. Wir sollen „mit den Augen des Herzens sehen“, den „Weg zum Herzen eines Menschen“ finden, das „Vaterherz Gottes“ entdecken usw. Natürlich ist gegen diese bildliche Redeweise an sich nichts einzuwenden. Die Schwierigkeiten beginnen da, wo man biblische Aussagen über das Herz aufgreift, ohne zu fragen, wie das Wort dem biblischen Verständnis nach zu füllen ist.
Mit den Augen des Herzens
Tatsächlich gibt es Stellen, an denen auch das Alte Testament mit „Herz“ das Gefühl beschreibt, etwa wenn es in Psalm 25,17 heißt: „Die Enge meines Herzens mache weit“. Dieses Gefühl steht allerdings nicht dem Verstand gegenüber. Im Gegenteil: An den meisten Bibelstellen meint „Herz“ tatsächlich in erster Linie den Verstand und den Willen des Menschen, wobei das Gefühl mitgemeint sein kann.
Herz = Verstand
Beispielsweise heißt es in 1Mo 31,20 wörtlich: „Jakob stahl das Herz Labans“. Offensichtlich handelte es sich hierbei nicht um eine Romanze. Vielmehr täuschte Jakob den Laban bezüglich seiner Reisepläne. „Gestohlen“ wurde also nicht das Gefühl, sondern der Verstand! Aufschlussreich ist auch die folgende Stelle: „Aber der HERR hat euch bis zum heutigen Tag weder ein Herz gegeben zu erkennen noch Augen zu sehen, noch Ohren zu hören“ (5Mose 29,3):
So wie man mit den Augen sieht und mit den Ohren hört, so erkennt man im biblischen Sinne mit dem „Herzen“. Salomo bekommt von Gott „Weite des Herzens“ (1Kön 5,9), womit aber nicht so etwas wie Großherzigkeit gemeint ist, sondern ein weiter Verstand. Dementsprechend übersetzt Luther zutreffend mit „Weite des Geistes“. Auch die häufig im Predigerbuch benutzte Formulierung „Ich richtete mein Herz auf…“ lässt sich auf diese Weise entschlüsseln. Sie bedeutet: „Ich dachte nach über…“. Und wo es heißt, Abraham „sprach in seinem Herzen“ (1Mo 17,17), ist zu lesen: Abraham „dachte für sich“.
Von Salomos „Weitherzigkeit“
Werden diese Zusammenhänge nicht beachtet, kommt es zu Missverständnissen. Gerade die Psalmen leiden häufig unter einer „romantisierenden“ Auslegung. Wenn uns beispielsweise gesagt wird: „er gebe dir, was dein Herz wünscht“ (Ps 20,5), so bezieht sich dies nicht im engen Sinne auf Herzenswünsche, etwa der romantischen Art, sondern insgesamt auf Pläne, die wir verwirklichen wollen. Und der Satz „Die Weisung Gottes ist in seinem Herzen“ (Ps 37,31) meint nicht die gefühlsmäßige Annäherung an Gott, sondern ein auch verstandesmäßiges, ganzheitliches Verinnerlichen seines Willens.
Herzenswünsche
Meiner Ansicht nach können wir das Alte Testament und uns selbst besser verstehen, wenn wir Kopf und Herz nicht gegeneinander ausspielen, sondern uns bewusstmachen, wie eng Verstand, Wille und Gefühl miteinander verknüpft sind
Julius Steinberg – Christsein Heute 01/2013
http://steinberg-theologie.de/wp-content/uploads/2014/12/CH-2013-01-Begriffe-1-Du-hast-mir-mein-Herz-gestohlen.pdf