Muss man an die Jungfraugeburt glauben, um Christ zu sein?

′′ Muss man an die Jungfraugeburt glauben, um Christ zu sein? Das ist keine schwierige Frage zu beantworten. Es ist denkbar, dass jemand zu Christus kommt und Christus als Erlöser vertraut, ohne zu erfahren, dass die Bibel lehrt, dass Jesus aus einer Jungfrau geboren wurde. Ein neuer Gläubiger ist sich noch nicht der vollen Struktur der christlichen Wahrheit bewusst. Die eigentliche Frage ist: Kann ein Christ, der sich der Bibel bewusst ist, die Jungfraugeburt ablehnen? Die Antwort muss nein sein.“Albert Mohler (FB)

Öffentliche Religion als Religionsfreiheit

Religion findet in der Öffentlichkeit statt, das religiöse Denken der Menschen beeinflusst ihr öffentliches Handeln, und erhebliche Teile der Strukturen unserer Gesellschaft und Kultur gehen auf religiöse Überzeugungen und Grundlagen zurück. Unter all den Menschenrechten, die es so gibt, gehört das Recht der Religionsfreiheit zu denen, die am schwierigsten zu konkretisieren und in konkrete Gesetze und Kompromisse zu giessen ist. Warum?
Weil man Religion nicht auf einen bestimmten Bereich eingrenzen kann, sondern sie über die ihr anhängenden Menschen in alle Bereiche des öffentlichen Lebens wie Familie und Sexualität, Medien, Schule oder Kunst hineinreicht. Schon die Frage, was Religion eigentlich ist, beantwortet jede Religion und Kultur anders, wofür im Leben sie zuständig ist, erst recht.
Aus: Friedemann Burkhardt. Thomas Schirrmacher (Hg.) Glaube nur im Kämmerlein? VKW: Bonn 2009.

Wieso Glaube Ich?

Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am Jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christus ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr.
 (M. Luther, Erklärung zum 3. Glaubensartikel im Kleinen Katechismus)

In den Medien hört und sieht man nur immer wieder von Masseninfizierungen, aber kaum ein Wort der Besinnung auf unseren Gott.

Persönliches Zeugnis:
Anfang der 1990er Jahren wäre ich fast an einer beidseitigen Lungenentzündung hops gegangen. Eins weiß ich noch: Es war übelst, langsam immer weniger Luft zu bekommen!
1999 hätte mir dann beinahe ein Asthmaanfall nach einer massiven Staubattacke das Lebenslicht ausgeblasen. Gott hatte es aber anders mit mir im Sinn und am Folgetag hab ich dann das Tageslicht im Schwabinger Krankenhaus wieder erblickt.
Bis der Herr beschließt, mich endgültig von diesem Planeten zu rufen, möchte ich erklären, dass ich an Jesus Christus als wahren Herrn und Erlöser glaube. Ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist, er hat sich als freiwilliges Opfer ans Kreuz schlagen lassen, starb für unsere Sünden und ist von den Toten auferstanden. Jesus Christus liebt uns alle, viel mehr als wir verdienen, und vergibt unsere Sünden, wenn wir an ihn glauben und unsere Schuld bereuen.
Es steht geschrieben:
“Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?” (Johannesevangelium 11,25f)
Also, ihr Lieben, nur für den Fall, dass es mich irgendwann erneut trifft und ich nicht mehr dazu käme, euch noch was zu schreiben…
Wer an Christus glaubt, ihm vertraut, kann niemals tiefer fallen als in Gottes Hand! Wolfgang Stoitzner

Herr, ich erbitte weder Gesundheit noch Krankheit

„Herr, ich erbitte weder Gesundheit noch Krankheit, weder Leben noch Tod; sondern daß du bestimmst über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und über meinen Tod, zu deiner Ehre, zu meinem Heil und zum Nutzen der Kirche und deiner Heiligen, zu denen zu gehören ich durch deine Gnade hoffe. Du allein weißt, was gut für mich ist: du bist der alleinbestimmende Herr; tue, was du willst. Gib mir, nimm mir; aber füge meinen Willen dem deinen ein; daß ich in einer demütigen und vollkommenen Unterwerfung und in einem heiligen Vertrauen mich bereite, die Weisungen deiner ewigen Vorsehung anzunehmen und alles, was von dir kommt, in gleicher Weise anzubeten.“ (Blaise Pascal, Aus: ‚Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheit‘)

Glaubenssieg

Das Coronavirus und der spanische Alarmzustand bewirken neue Gründe für Dankbarkeit. Heute nach dem Aufwachen stelle ich fest: Der Wecker leuchtet – wir haben noch Strom. Sogar Wasser fließt aus dem Hahn, ich kann Kaffee kochen, obwohl wir unsere Badewanne noch nicht volllaufen lassen haben. Und vor allem, meine Glaubenserfahrung von gestern hat weitere Früchte getragen.
Als ich die leeren Regale und lange Schlangen an der Kasse im Supermarkt gesehen habe, hat mich die Panik schon erwischt. In solchen Situationen läuft mein Kopf wie verrückt: Was sollen wir machen? Uns auch ins Auto setzen, durch die Freitagnachmittag-Staus kämpfen und es bei Lidl mit Mehl und Zucker vollladen, wenn es noch welche gibt? Oder doch 1000 € für zwei Heimflugtickets morgen ausgeben, weil im April Easyjet wohl nicht mehr fliegen wird? Und dann ist mir die Predigt von vorgestern eingefallen: Glaube ist eine Entscheidung, sich auf den allmächtigen und mich liebenden Gott zu verlassen, der für mich sorgt und sorgen wird, wie Er das schon seit über 40 Jahren auf übernatürliche Weise tut. Sein Heiliger Geist wird uns selbst in den schlimmsten Zeiten zu den richtigen Entscheidungen führen und wir sollen in Seinem Frieden ruhen. Ich habe mich also mit meinem bisschen Brot in die Schlange eingereiht. Aber dann am Abend bombardierten mich die spanischen, deutschen und ungarischen Nachrichten. Wie ich mich kenne, konnte ich keine ruhige Nacht erwarten: Mein Kopf läuft in solchen Situationen auf Hochtouren, tausend Ideen kommen mir, ich erwäge die Möglichkeiten hin und her – keine Voraussetzung für einen guten Schlaf. Und was schenkt mir Gott? Nach einem wunderbar langen und schönen Traum einen leuchtenden Wecker und fließendes Wasser. Dankbarkeit und Frieden.
FB Andreas Solymosi
https://www.facebook.com/search/top/?q=andreas%20solymosi&epa=SEARCH_BOX

Jesus ist ewig

Der Titel Jesu als „Sohn Gottes“, sowie die biblischen Berichte über Zeugung und Geburt Jesu können natürlich schnell missverstanden werden; so als sei Jesus erst jetzt entstanden. „Sohn Gottes“ ist aber lediglich ein irdischer Vergleich, der die sehr enge Beziehung zwischen Gott Vater und Jesus zum Ausdruck bringen soll. So wenig in der Bibel eine himmlische Mutter erwähnt wird, so wenig wird Jesus dadurch seinen Titel als biologischer Sohn Gottes angesehen. Seine Geburt durch Maria kennzeichnet lediglich den Beginn seiner irdischen Existenz als Mensch – Gott, nicht seinen absoluten Anfang.
Jesus selbst betont unmissverständlich, dass sein Leben nicht mit der irdischen Geburt begonnen hat: „Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Joh 8, 57f.; vgl. Joh 1, 15) Hier spricht Jesus noch nicht von seiner ewigen Präexistenz; aber immerhin lebte Abraham rund 2000 Jahre vor Christus.
An anderer Stelle stellt Jesus fest, dass er auch schon vor der Erschaffung des Universums in engem Kontakt zu Gott dem Vater stand: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“ (Joh17, 5)
Paulus schreibt, dass alles, was ist, durch bzw. von Jesus geschaffen wurde: „Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, […] es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.“ (Kol 1, 16f.) Wäre Jesus selbst geschaffen worden, dann wäre diese kategorische Aussage falsch.
Überhaupt gehört es natürlich zur biblischen Definition Gottes ewig zu sein, keinen Anfang und kein Ende zu haben: „Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Ps 90, 2; vgl. 1Mose 21, 33; 5Mose 32, 40; Ps 93, 2). Wenn Jesus Gott ist, was die Bibel mehrfach bestätigt, dann müssten er folglich auch diese Eigenschaft Gottes haben. „[…] Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ (1.Joh 5, 20; vgl. Joh 1, 1f.; Joh 20, 28)
Insgesamt kann mit großer Sicherheit festgehalten werden, Jesus ist Gott. Und als solcher war er schon immer und wird immer sein. Die Ewigkeit Jesu wird sowohl von Gott dem Vater bestätigt, als auch von Christus selbst und von anderen wichtigen Verfassern der Heiligen Schrift. Michael Kotsch FB  

Es ist aussergewöhnlich, dass überhaupt etwas existiert.

Es ist aussergewöhnlich, dass überhaupt etwas existiert. Sicherlich wäre der natürlichste Zustand der Dinge einfach nichts: Kein Universum, kein Gott, nichts. Aber es gibt etwas. Und so viele Dinge. … Jeder Gegenstand, wie weit auch immer in Zeit und Raum von uns entfernt, hat dieselben Kräfte und dieselben Dispositionen, diese Kräfte auszuüben, wie die Elektronen und Protonen, aus denen unsere Körper bestehen. Wenn es dafür keine Ursache gäbe, müsste es ein höchst aussergewöhnlicher Zufall sein. Zu aussergewöhnlich, als dass eine vernünftige Person daran glauben könnte. Aus: Richard Swinburne. Gibt es einen Gott? Ontos-Verlag: Heusenstamm 2006.

Der fröhliche Tausch

Der Glaube ist ein fröhlicher Tausch: Unsere Selbstgerechtigkeit tauschen wir mit der geschenkten Gerechtigkeit Gottes. Gott nimmt unsere Schuld und vergibt uns diese in Jesus Christus. Er hat sie an meiner Stelle mit seinem Leben bezahlt. Als Tausch schenkt er mit Seine Gerechtigkeit als Kleid, um unsere Blösse zu bedecken. Die Gerechtigkeit Gottes bedeckt mich vor meinen eigenen und anderen kritischen Augen. Mit diesem Mantel der Gerechtigkeit bedeckt und von Gott als gerecht bezeichnet, sind wir Menschen nicht mehr „bloss gestellt”. Wir brauchen die bis jetzt benutzten Feigenblätter der Selbstrechtfertigung nicht mehr, weil wir eine bessere Bedeckung erhalten haben. So haben wir Freiraum, mehr zu lieben und weniger darauf bedacht zu sein, keine Blösse mehr zeigen zu müssen. (Beat Tanner, Ehe- und Familientherapeut)
Hier hebt nun der fröhliche Tausch und Wettstreit an: Christus ist ja Gott und Mensch, der noch nie gesündigt hat, und seine Rechtschaffenheit [Gerechtigkeit] ist unüberwindlich, ewig und allmächtig. Wenn nun er die Sünden der gläubigen Seele durch ihren Brautring (d.h. durch ihren Glauben) sich selbst zu eigen macht und geradeso tut, als hätte er sie getan, so müssen die Sünden im ihm verschlungen und ersäuft werden, denn seine unüberwindliche Gerechtigkeit ist allen Sünden zu stark.” (Martin Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen, 12. Abschnitt)
https://hanniel.ch/2011/07/14/der-frohliche-tausch/