„Das Licht auf dem Leuchter“ – die reformierte Tradition über die Bibel

Menschen irren, machen Fehler, und selbst die Schlausten können nur sehr begrenzt in die Zukunft blicken. Wir sind fehlbar, müssen lernen und tasten öfter im Nebel herum als es uns lieb ist. Selbst die Spitzenforschung tut sich oft schwer damit, Antworten auf große Herausforderungen zu finden. So gibt es bis heute keinen Impfstoff gegen HIV, das AIDS-Virus. Und was die heiß ersehnten Impfstoffe gegen das neue Coronavirus wirklich leisten werden, bleibt abzuwarten.

Gott als der Schöpfer und Herr der Welt kann nicht irren. Er braucht nichts zu lernen, weiß die Zukunft und kennt sämtliche Antworten auf alle großen und kleinen Fragen. Gott ist Licht, sein Wesen ist frei von allem Dunklen und Bösen, von aller Falschheit und Lüge. Daher ist auch seine Rede vollkommen. Gottes Wort ist klar, führt keineswegs in die Irre und ist daher „Licht auf meinem Wege“ (Ps 119,105).

Das helle Licht der Bibel, des geschriebenen Wortes Gottes, öffnete um 1520 den Reformatoren die Augen. Sie erkannten in Bibeltexten den hellen Charakter Gottes und die strahlenden Wahrheit des Evangeliums. In Zürich trat Ulrich Zwingli 1519 seinen Dienst am Großmünster an. Er begann programmatisch mit einer Predigtreihe durch das ganze Matthäus-Evangelium. Über viele Monate hinweg legte der Pfarrer jeden Vers aus und ließ den Menschen das Licht der göttlichen Botschaft aufleuchten. Den Startschuss zur Reformation in der Schweiz gab also die konsequent biblische Predigt.

Im Jahr 1522 – auf der Wartburg hatte Luther gerade das Neue Testament übersetzt – erschein Zwinglis Die Klarheit und Gewissheit des Wortes Gottes. Der Reformator warnt davor, sich die Heilige Schrift „zurechtzubiegen“: „Das ist der Hauptfehler, wenn man seine Meinung nach der Schrift bekräftigen will und sein eigenes Vorurteil zur Schrift bringt.“ Das eigene „Verstandeslicht“ könne sicher nicht „die göttliche Klarheit überbieten“.

Heinrich Bullinger begann seine Dekaden, eine Reihe von insgesamt 50 Lehrpredigten, ebenfalls mit dem Wort Gottes. Der Nachfolger Zwinglis in Zürich betont: „Alles, was uns von Gott, von seinen Werken, von seinen Urteilen, von seinem Willen und seinen Geboten, von Christus und vom Glauben an Christus und vom Führen eines heiligen Lebens zu wissen Not tut, ist uns vollständig im Wort Gottes gegeben.“

Nicht zufällig beginnt auch das Zweite Helvetische Bekenntnis (1566) mit dieser Feststellung zum Wesen des geschriebenen Wortes: „Wir glauben und bekennen, dass die kanonischen Schriften der heiligen Propheten und Apostel beider Testamente das wahre Wort Gottes sind…“ Im 2. Kapitel hält der Autor Bullinger fest: „Darum anerkennen wir in Sachen des Glaubens keinen anderen Richter als Gott selbst, der durch die heiligen Schriften verkündigt, was wahr und falsch sei, was man befolgen und was man fliehen müsse…“ Auch er gebraucht die biblische Metapher des Lichts: „Gottes Wort ist gewiss und keinem Irrtum unterworfen. Es ist klar, lässt niemanden im Dunkeln tappen, es legt sich selbst aus und öffnet selbst das Verständnis. Es erhellt die menschliche Seele mit allem Heil und allen Gnaden, füllt sie mit Gottvertrauen, demütigt sie…“

Die Hochschätzung der Bibel zeigt sich auch im Hugenottenbekenntnis aus Frankreich von 1559, das weitgehend aus der Feder von Johannes Calvin stammt: „Wir glauben, dass das in diesen Büchern enthaltene Wort von Gott ausgegangen ist, von dem allein es seine Autorität empfängt, und nicht von Menschen.“ Die Bibel ist Menschenwort und Gotteswort, was einzig von dieser Schriftensammlung gesagt werden kann. Deshalb, so Calvin, müssen „Gewohnheiten“ oder Traditionen, „Menschenweisheit“, Beschlüsse der Kirche und sogar „Visionen“ und „Wunder“ unbedingt an ihrem Maßstab „geprüft, geordnet und verbessert werden“.

Die reformierten Bekenntnisse beginnen meist mit Artikeln über das Wesen Gottes und Gotteserkenntnis oder über seine Offenbarung, Wort Gottes und Heilige Schrift. Beide Lehrpunkte hängen ja zusammen. Da um 1600 die rationalistische Bibelkritik einsetzte, widmete das englische Westminster-Glaubensbekenntnis von 1647 den Kennzeichen der Bibel ein langes erstes Kapitel. Ihre Autorität beruht „völlig auf Gott, der die Wahrheit selbst ist, als ihrem Autor“. Die Heilige Schrift ist „der oberste Richter, vor dem alle Religionsstreitigkeiten zu entscheiden sind und alle… Lehren der Menschen… zu prüfen sind“. In dieser Tradition hält übrigens auch das Glaubensbekenntnis der deutschen Baptisten genau zweihundert Jahre später fest, dass die Bibel „alleinige Regel und Richtschnur des Glaubens und Lebenswandels“ sein muss.

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Schließlich ist noch das Belgische oder Niederländische Bekenntnis (1561) zu nennen, das dem genannten Bekenntnis Calvins in vielen Abschnitten ähnelt. Autor Guido de Brès stammte aus der Wallonie, dem französischsprachigen Teil des heutigen Belgiens. Nach intensivem Bibelstudium wandte er sich dem evangelischen Glauben zu, der in der damals von Spanien beherrschten Region aber massiv unterdrückt wurde. De Brès  musste ein unstetes Leben führen, kehrte 1559 in die belgische Heimat nach Tournai zurück, wo er heirate und als Pastor arbeitete. In dieser Zeit entstand auch seine Bekenntnisschrift. 1566 wirkte de Brès in Valenciennes (heute Nordfrankreich). Der Ort wurde von den spanischen Truppen erobert. Diese setzten den Pastor mit einem Kollegen gefangen. Am 31. Mai 1567 starb de Brès am Galgen den Märtyrertod.

Eingangs erläutert de Brès das Wesen und die Erkenntnis Gottes, es folgen gleich fünf Artikel zur Bibel. Mehrfach bezeichnet er sie als „heiliges und göttliches Wort“. Er skizziert die klassische Inspirationslehre, nennt die Bücher des protestantischen Kanons und betont, „dass auf ihnen unser Glaube beruhen und begründet und festgestellt werden kann“. Schließlich folgt mit Artikel 7 eine sehr gute zusammenfassende Darstellung der Genügsamkeit und Vollkommenheit der Bibel: „Wir glauben auch, dass diese Heilige Schrift vollkommen den ganzen Willen Gottes umfasst und dass in ihr all das in vollem Maße gelehrt wird, was von den Menschen geglaubt werden muss, damit sie die Seligkeit erlangen.“

Da die „heilige Lehre“ in der Heiligen Schrift „in allen ihren Beziehungen und Teilen vollendet und abgeschlossen ist“, muss sich jeder „sorgfältig hüten, dass er ihr nicht etwas hinzufügt oder wegnimmt, wodurch menschliche Weisheit mit göttlicher Weisheit vermischt werden könnte. Deshalb sind mit diesen göttlichen Schriften und dieser Wahrheit Gottes keine anderen Schriften der Menschen, von welcher Heiligkeit sie auch seien, keine Gewohnheit, nicht irgendeine Menge noch das Alter, noch Vorschrift der Zeiten oder die Nachfolge von Personen, noch irgendwelche Konzile, keine Beschlüsse und Satzungen der Menschen endlich zusammenzustellen oder zu vergleichen, da ja die Wahrheit Gottes vorzüglicher ist als alle Dinge.“

Licht nach der Dunkelheit  – lateinisch „post tenebras lux“ – wurde zu einem beliebten Motto der reformierten Christen. Die Reformatoren lutherischer und reformierter Prägung betonten einhellig, dass das Ziel ihrer Reformen war, den Leuchter wieder auf den Tisch zu stellen (s. ganz o. die Darstellung der Reformatoren aus dem 17. Jhdt. mit Luther und Calvin der Mitte). Damals wie heute muss der helle Schein Gottes, des Evangeliums und der Bibel vor dem Ausblasen bewahrt werden. Im 16. Jhdt. untersagte die römische Kirche Laien das Bibelstudium, heute leugnen viele evangelische Theologen, die Bibel habe irgendwelchen Anteil an Gottes Absolutheit und Vollkommenheit – „göttlich ist nur Gott“, so z.B. Siegfried Zimmer. Nein, auch das Reden Gottes, in welcher Form auch immer, ist göttlich. Gott ist Licht, und sein Wort ist eine Leuchte. Evangelische berauben sich ihres Wesenskerns, wenn sie daran nicht festhalten. Holger Lahayne
http://lahayne.lt/2020/12/02/das-licht-auf-dem-leuchter-die-reformierte-tradition-uber-die-bibel/

Ein außergewöhnliches Glaubenszeugnis an der Wand eines Konzentrationslagers

Nachdem der zweite Weltkrieg beendet war, fand man ein außergewöhnliches Glaubenszeugnis an der Wand eines Konzentrationslagers. Ein Gefangener hatte die folgenden Worte in die Wand geritzt: »Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint, ich glaube an die Liebe, auch wenn sie sich nirgends zeigt, ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.« Ich versuche mir die Person vorzustellen, die diese Worte aufschrieb. Ich sehe ihre skelettartige Hand, wie sie die Glasscherbe oder den scharfen Stein aufnimmt. Ich sehe ihre Augen, die versuchen die Dunkelheit zu durchdringen, als sie Buchstaben für Buchstaben in die Wand ritzt. Was muss das für eine Hand sein, die solch tiefe Überzeugungen einkerbt? Was müssen das für Augen sein, die das Gute noch sehen angesichts des unaussprechlichen Schreckens? Es gibt darauf nur eine Antwort: Es waren Augen, die sich dafür entschieden hatten, das Unsichtbare zu sehen. Vater, du hast uns Glauben und Stärke versprochen, damit wir den Problemen des Lebens entgegentreten können. Vater, gib diese Stärke denen, deren Ängste ihre Träume begraben haben, deren Krankheiten ihre Hoffnungen schwinden ließen – deren Lasten größer sind, als ihre Schultern. Aus »Gods inspirational promise book« von Max Lucado.

Schritte zum Glauben

1

Beten Sie zu Jesus Christus. Sie können ganz einfach mit ihm reden. Er versteht und liebt Sie (Matthäus 11,28).

2

Bekennen Sie ihm, dass Sie bisher ohne Gott gelebt haben. Erkennen Sie an, dass Sie ein Sünder sind, und bekennen ihm dies als Ihre Schuld. Sie können ihm alle konkreten Sünden nennen, die Ihnen bewusst sind (1. Johannes 1,9).

3

Bitten Sie Jesus Christus, als Herr und Gott in Ihr Leben einzukehren. Vertrauen und glauben Sie ihm von ganzem Herzen. Wenn Sie sich so Jesus Christus als Herrscher anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (Johannes 1,12).

4

Danken Sie Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass er für Ihre Sünde am Kreuz gestorben ist. Danken Sie ihm, dass er Sie aus Ihrem sündigen Zustand erlöst hat und jede einzelne Sünde vergeben wird (Kolosser 1,14). Reden Sie jeden Tag mit ihm im Gebet und danken Sie ihm für Ihre Gotteskindschaft.

5

Bitten Sie Jesus Christus als Herrn, die Führung in Ihrem Leben zu übernehmen. Suchen Sie den täglichen Kontakt mit ihm durch Bibellesen und Gebet. Der Kontakt mit anderen Christen hilft, als Christ zu wachsen. Jesus Christus wird Ihnen Kraft und Mut zur Nachfolge geben.

Ohne Wenn und Aber

Pfarrgemeinde Liebfrauen Hennef-Warth

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Weihnachtsgottesdienste,als die Bundesregierung gemeinsam mit der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina die Einschränkungen für den härteren Lockdown erarbeitet hat, der vor genau einer Woche begonnen hat, wurden die Gottesdienste der katholischen und evangelischen Kirche ganz bewusst ausgespart. Noch vor zwei Wochen bekannte Lothar Wieler, der Leiter des Robert-Koch-Instituts, dass er regelmäßig Gottesdienste besucht und sich in den Gottesdiensten auch sicher fühlt.Das ist Ihnen allen zu verdanken. Sie haben, wenn Sie in den letzten Monaten die Gottesdienste besucht haben, immer alle Auflagen beachtet, haben Abstand gehalten, Maske getragen, zuletzt auch auf den Gemeindegesang verzichtet und sich schon lange vor Weihnachten vorangemeldet. Sie haben, wenn Sie sonntags um 11 Uhr in die Warth gekommen sind, Wind und Wetter getrotzt und oft bitterlich gefroren, nur um dabei zu sein, wenn Christus uns im Gottesdienst die Zusage gibt, dass er auch in diesen schweren Tagen bei uns ist. Sie haben gezeigt, wie rücksichtsvolles Handeln in Gemeinschaft auch unter Coronabedingungen möglich ist. Deshalb sind die Gottesdienste in Gemeinschaft nach wie vor erlaubt.Ihr und unser Verhalten ist nun in den letzten Tagen unter einen unerträglichen Druck geraten. Dem Shitstorm gegen die genehmigten und erlaubten Präsenzgottesdienste haben sich in der Zwischenzeit auch zahlreiche Reporter, Kommentatoren und Politiker angeschlossen. Sie wollen uns dazu bewegen, Sie alle wieder auszuladen, und sie zeigen damit, dass sie uns und Ihnen nicht vertrauen. Es ist zutiefst unchristlich, unmittelbar vor Weihnachten den geplanten und sicheren Gottesdienstbesuch als unverantwortliches Handeln gegen die Nächstenliebe an den Pranger zu stellen. Dieselben Menschen, die jetzt empört auf uns zeigen und unser unchristliches Verhalten beklagen, lamentieren seit Monaten öffentlich, dass die Kirche in dieser Krise untergetaucht sei und versagt habe.Für jeden Gottesdienst, ob präsent oder am Fernsehgerät oder Computer, für jeden Krippenbesuch und jeden Hausgottesdienst gilt ohne Unterschied: Es ist gut, dass wir da sind. Es ist gut, dass wir das Kommen Gottes in unsere Welt feiern, die Gott so sehr braucht – und heute mehr als sonst. Mit unseren gemeinsamen Gottesdiensten, in Präsenz und in Distanz, setzen wir ein Zeichen der Hoffnung. Und wann immer wir uns zum Gebet versammeln, schließen wir alle in unser Gebet mit ein, auch jene, die nicht oder nicht mehr verstehen, warum uns das so viel bedeutet.Bitte verzichten Sie nach der Messe darauf, noch zusammen zu bleiben, sondern gehen Sie direkt nach Hause und verzichten Sie nach den Gottesdiensten auf persönliche Festtagswünsche. Es dient der Sicherheit von uns allen. Und bitte bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich krank fühlen, auch, wenn Sie angemeldet sind. Dennoch gilt: Alle unsere Seelsorger, Musiker, Lektoren, Küster, Kommunionausteiler und Ordnerdienste heißen Sie zu unseren Gottesdiensten in oder neben den Kirchen ganz herzlich willkommen. Lassen Sie sich das nicht so kurz vor dem Fest ausreden. Es ist gut, dass Sie da sind.Ihr Pastor Christoph Jansen
Pfarrgemeinde Liebfrauen Hennef-Warth

Muss man an die Jungfraugeburt glauben, um Christ zu sein?

′′ Muss man an die Jungfraugeburt glauben, um Christ zu sein? Das ist keine schwierige Frage zu beantworten. Es ist denkbar, dass jemand zu Christus kommt und Christus als Erlöser vertraut, ohne zu erfahren, dass die Bibel lehrt, dass Jesus aus einer Jungfrau geboren wurde. Ein neuer Gläubiger ist sich noch nicht der vollen Struktur der christlichen Wahrheit bewusst. Die eigentliche Frage ist: Kann ein Christ, der sich der Bibel bewusst ist, die Jungfraugeburt ablehnen? Die Antwort muss nein sein.“Albert Mohler (FB)

Öffentliche Religion als Religionsfreiheit

Religion findet in der Öffentlichkeit statt, das religiöse Denken der Menschen beeinflusst ihr öffentliches Handeln, und erhebliche Teile der Strukturen unserer Gesellschaft und Kultur gehen auf religiöse Überzeugungen und Grundlagen zurück. Unter all den Menschenrechten, die es so gibt, gehört das Recht der Religionsfreiheit zu denen, die am schwierigsten zu konkretisieren und in konkrete Gesetze und Kompromisse zu giessen ist. Warum?
Weil man Religion nicht auf einen bestimmten Bereich eingrenzen kann, sondern sie über die ihr anhängenden Menschen in alle Bereiche des öffentlichen Lebens wie Familie und Sexualität, Medien, Schule oder Kunst hineinreicht. Schon die Frage, was Religion eigentlich ist, beantwortet jede Religion und Kultur anders, wofür im Leben sie zuständig ist, erst recht.
Aus: Friedemann Burkhardt. Thomas Schirrmacher (Hg.) Glaube nur im Kämmerlein? VKW: Bonn 2009.

Wieso Glaube Ich?

Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am Jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christus ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr.
 (M. Luther, Erklärung zum 3. Glaubensartikel im Kleinen Katechismus)

In den Medien hört und sieht man nur immer wieder von Masseninfizierungen, aber kaum ein Wort der Besinnung auf unseren Gott.

Persönliches Zeugnis:
Anfang der 1990er Jahren wäre ich fast an einer beidseitigen Lungenentzündung hops gegangen. Eins weiß ich noch: Es war übelst, langsam immer weniger Luft zu bekommen!
1999 hätte mir dann beinahe ein Asthmaanfall nach einer massiven Staubattacke das Lebenslicht ausgeblasen. Gott hatte es aber anders mit mir im Sinn und am Folgetag hab ich dann das Tageslicht im Schwabinger Krankenhaus wieder erblickt.
Bis der Herr beschließt, mich endgültig von diesem Planeten zu rufen, möchte ich erklären, dass ich an Jesus Christus als wahren Herrn und Erlöser glaube. Ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist, er hat sich als freiwilliges Opfer ans Kreuz schlagen lassen, starb für unsere Sünden und ist von den Toten auferstanden. Jesus Christus liebt uns alle, viel mehr als wir verdienen, und vergibt unsere Sünden, wenn wir an ihn glauben und unsere Schuld bereuen.
Es steht geschrieben:
“Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?” (Johannesevangelium 11,25f)
Also, ihr Lieben, nur für den Fall, dass es mich irgendwann erneut trifft und ich nicht mehr dazu käme, euch noch was zu schreiben…
Wer an Christus glaubt, ihm vertraut, kann niemals tiefer fallen als in Gottes Hand! Wolfgang Stoitzner

Herr, ich erbitte weder Gesundheit noch Krankheit

„Herr, ich erbitte weder Gesundheit noch Krankheit, weder Leben noch Tod; sondern daß du bestimmst über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und über meinen Tod, zu deiner Ehre, zu meinem Heil und zum Nutzen der Kirche und deiner Heiligen, zu denen zu gehören ich durch deine Gnade hoffe. Du allein weißt, was gut für mich ist: du bist der alleinbestimmende Herr; tue, was du willst. Gib mir, nimm mir; aber füge meinen Willen dem deinen ein; daß ich in einer demütigen und vollkommenen Unterwerfung und in einem heiligen Vertrauen mich bereite, die Weisungen deiner ewigen Vorsehung anzunehmen und alles, was von dir kommt, in gleicher Weise anzubeten.“ (Blaise Pascal, Aus: ‚Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheit‘)